Bei dieser Meinung blieb Nikias feststehen, da er von den
Verhältnissen in Syrakus und dem dortigen Geldmangel genau
unterrichtet war, auch eine Partei daselbst den Athenern daS Regiment
in die Hände spielen wollte, die ihn durch Botschaften aufsordem,
er möge nicht abziehen, und weil er außerdem, obgleich beisegt/mehr
als früher auf seine Schiffe vertraute. Demosthenes aber war'-mit
dem längeren Verbleiben vor der Stadt in keiner Weise
einverstanden; wenn man schon ohne einen Volksbeschluß der Athener das
Heer-nicht zurückführen dürfe, sondern bleiben müsse, so solle man
wenigstens nach Thapsos oder Katana abziehen, von wo auS-sie mit
der Landmacht auf weite Strecken hin daS Gebiet der Feinde
plündern .und",sich selber Unterhalt verschaffen und dem Gegner Schaden
thun könnten; und mit der Flotte könnten sie dann auf offenem Meer
Gefechte liefern, also nicht auf beschränktem Raum, wo der Vortheil
mehr auf Seiten des Feindes sei, sondern in offener See, wo ihre
eigene größere Erfahrung ihnen erst von Nutzen wäre, und sie zurück-
weichen und. angreisen könnten, ohne in Angriff oder Landung nur
auf einen kleinen und von allen Seiten beengten'Raum angewiesen
zu sein.Kurz, in gar keiner Hinsicht, sagte er, gefalle eS ihm, noch
länger da zu bleiben, sondern so rasch als möglich und'ohne alles
Zaudern solle man aufbrechen. Ganz ebenso redete auch Eurymedon;
da aber Nikias im Widerspruch beharrte, so kam eine gewisse
Unsicherheit und Zögerung in die Sache, zumal man auch vermuthete,
Nikias müsse mehr-wissen, daß er so fest auf seiner Meinung beharre.
Auf diese Weise also zögerten die Athener, und blieben in ihrer
Stellung. ^ - ' - r g "