Gleich zu Anfang des folgenden Sommers, zu einer
Neumondszeit, trat eine theilweise Sonnenfinsterniß ein^), und im
Anfang desselben Monats^) fand auch ein Erdbeben statt. Die
Flüchtlinge der Mitylenäer und der übrigen Lesbier, welche in der Mehrzahl
ihren Waffenplatz am Festland hatten und auch eine Hülfstruppe theils
aus dem Peloponnes durch Sold gewonnen, theils aus der dortigen
Gegend zusammengezogen hatten, nahmen Nhöteon weg. Danach aber
gaben sie es gegen eine Summe von zweitausend Phokäischen
Statern wieder heraus, ohne Jemanden ein Leids gethan zu haben.
Darauf zogen sie gegen Antandros und nahmen die Stadt mit Beihülfe
von Verräthern. Ihr Plan war nämlich, auch die übrigen sogenann-
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ten aktäischen Städte 3°), welche früher unter Mitylenäischer Verwal-
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tung den Athenern gehorcht hatten, zu befreien, vor allen andern aber
Antandros, und diese Stadt zu einem starken Platze zu machen; denn
da es leicht war, hier Schiffe zu bauen, weil die Gegend Hölzer
liefette, auch das Jdagebirge in der Nähe und sonstige Mittel bereit
waren, so hielten sie es für leicht, von hier aus das naheliegende
Lesbos zu gefährden und sich die Aeolifchen Städtchen auf dem Festland
zu unterwerfen. Diese nun gingen daran, solche Dinge in's Werk
zu setzen.