„Wenn jemals, so ist jetzt Aussöhnung für uns beide
ehrenvoll, bevor noch ein Ereigniß zwischen uns tritt, das unheilbare
Folgen hat, denn in diesem Falle müßten wir neben der Feindschaft
des Staats auch ewigen Privathaß gegen euch hegen, und ihr würdet
der Vortheile verlustig gehen, zu denen wir euch jetzt einladen. So
lange es zwischen uns aber noch nicht zu dieser Entscheidung
gekommen ist, euch mit unserer Freundschaft Ruhm zu Theil wird und wir
einen schimpflichen Ausgang durch mäßige Einbuße abwenden, sollten
wir uns aussöhnen. Laßt uns selbst den Frieden statt des Krieges
wählen und auch den andern Hellenen Ausrast von diesen Uebeln
gewähren. Und dafür werden diese vorzugsweise euch Dank schuldig
zu sein glauben; denn sie sind in den Krieg verwickelt, ohne klar zu
wissen, wer von uns beiden ihn herbeigeführt hat. Tritt aber Friede
1
an seine Stelle, was jetzt mehr in eurer Willkür liegt, so werden sie
den Dank darob euch wissen. Und faßt ihr diesen Beschluß, so steht
es bei euch, ob ihr dann — mehr durch Güte, als durch Gewalt —
die treue Freundschaft der Lakedämonier euch erwerben wollt; und sie
selbst laden euch dazu ein. Bedeutet, welche Vortheile ganz gewiß
damit verbunden sind, denn wenn wir und ihr eins sind, so wißt ihr,
daß das übrige Hellenenthum, als der schwächere Theil, uns die höchste
Ehre erweisen wird."