zeug für sie bereitgehalten hatten, wurden sie in dem Augen
blick, wo sie abfahren wollten, ergriffen; damit aber war der
Vergleich hinfällig geworden, und sie wurden alle den Kerky
räern ausgeliefert. Die Urheber jenes Schelmstücks konnten
dabei um so eher auf Glauben rechnen und um so unbedenk
licher zu Werke gehen, weil die athenischen Feldherren in der
Tat die Hand wesentlich mit im Spiel gehabt hatten, denen
es offenbar unerwünshct gewesen wäre, wenn andere die Ehre
gehabt hätten, die Gefangenen nach Athen zu bringen, während
sie selbst nach Sizilien mußten. Die Kerkyräer sperrten die
ihnen übergebenen Gefangenen in ein großes Gebäude ein
und führten sie von da später, jedesmal zwanzig Mann, an
einandergebunden durch zwei zu beiden Seiten aufgestellte
Reihen Bewaffneter zum Richtplatze hinaus, welche, wenn
einer einen Feind unter ihnen erblickte, nach ihnen schlugen
und stachen. Unterwegs gingen Leute mit Peitschen nebenher,
die sie antrieben, wenn sie nicht schnell genug gingen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.