immer bei ihrer früheren Meinung und stellten ihm vor, mit
den Ätoliern könne er leicht fertig werden, er möge nur mög
lichst schnell von Ort zu Ort ziehen und einen nach dem
anderen einzunehmen suchen, bevor sie sich ihm mit vereinten
Kräften entgegenstellten. Demotshenes glaubte ihnen auch und
rechnete auf sein gutes Glück. Da sich kein Feind sehen ließ,
rückte er, ohne die Lokrer abzuwarten, die er bei seinem Mangel
an leichten Speerschützen grade sehr nötig gehabt hätte, vor
Aigition und nahm es mit Sturm. Die Einwohner hatten sich
nämlich davongemacht und in die Berge oberhalb der Stadt
geflüchtet. Denn sie lag hoch am Gebirge, ungefähr achtzig
Stadien von der See. Die Atolier aber, die inzwischen bereits
auf Aigition marschiert waren, richteten nun ihre Angriffe auf
die Athener und deren Verbündete, die sie von den Höhen her
bald hier, bald dort anfielen und mit Speeren beschossen.
Rückte das athenische Heer vor, so wichen sie aus; ging es
zurück, so waren sie ihm auf den Fersen. Auf diese Weise
schwankte der Kampf längere Zeit zwischen Verfolgung und
Rückzug hin und her, und bei beidem waren die Athener im
Nachteil.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.