Rathschlägen in den Ohren, wie auch von Anfang. Sie zeigten ihm,
wie leicht es sei, die Aetoler zu fangen, und er solle nur so schnell
als möglich gegen die Dörfer ziehen und nicht abwarten, bis Alle
mit vereinter Macht sich ihm entgegenstellen, und nur immer den in
den Weg kommenden Flecken wegzunehmen trachten. Der nun gab
Gehör, und auf sein Glück vertrauend, weil Nichts sich ihm
entgegenstellte, wartete er nicht die Lokrer ab — deren Hülfe er gebraucht
hätte, da ihm besonders die speerschießenden Leichtbewaffneten
abgingen, — sondern marshcirte gegen Aegition und nahm es im
Sturm. Die Einwohner flohen nämlich und setzten sich auf den
Anhöhen oberhalb der Stadt, denn sie lag hoch in einer bergigen
Gegend, ungefähr achtzig Stadien vom Meere ab. Die Aetoler aber,
denn sie waren zur Hülfe gegen Aegition herangerückt, fielen die
Athener und ihre Bundesgenossen an, von den Höhen herabstürmend, die
Einen in der, die Andern in jener Richtung, und Speere schießend,
und wenn das Heer der Athener vorrückte, wichen sie zurück, ging
jenes aber rückwärts, so fielen sie ihm in den Rücken. So schwankte
der Kampf lang zwischen wiederholter Verfolgung und Rückzug, in
beidem aber waren die Athener im Nachtheil.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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