denen freier Abzug bewilligt war, vorgeblich, um Kräuter und
Reisig zu sammeln, aus der Stadt aufgemacht und bei kleinem
immer weiter von ihr entfernt, dabei auch wirklich solche
Dinge, die sie angeblich sammeln wollten, aufgelesen, dann
aber, als sie schon ein gutes Stück von Olpai entfernt waren,
spornstreichs das Weite gesucht. AlS die Amprakier und die
anderen, welche alle ganz unbefangen mit hinausgegangen
waren, sie weglaufen sahen, fingen sie auch an zu laufen, um
sie wieder einzuholen. Die Akarnanier glaubten anfangs, sie
wollten sich alle miteinander ohne Erlaubnis aus dem Staube
machen, und setzten deshalb auch den Peloponnesiern nach.
Ja, als einzelne ihrer eigenen Befehlshaber sie daran hindern
wollten und sagten, daß denen in der Tat freier Abzug be
willigt sei, warf hier und da wohl gar einer nach ihnen mit
dem Speer, weil man sich verraten glaubte. Schließlich aber
ließen sie dann doch die Mantineer und die Peloponnesier
ziehen und erschlugen nur die Amprakier. Dabei wußte man
dann freilich manchmal nicht und stritt darüber, ob einer ein
Amprakier oder ein Peloponnesier wäre. Gegen dreihundert
von ihnen wurden niedergemacht, die übrigen entkamen in das
benachbarte Agraiische, wo Salynthios, der ihnen freundlich
gesinnte König der Agraier, sie aufnahm.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.