land immer noch Wanderungen und Neusiedelungen, so daß
es sich nicht ruhig entwickeln konnte. Da die Griechen nicht
so bald von Troja zurückkehrten, kam eS in den Städten viel
fach zu inneren Kämpfen und Umwälzungen und infolgedessen
zu Auswanderungen und zur Gründung neuer Städte. So
haben sich die jetzigen Böotier, nachdem sie sechzig Jahr nach
der Eroberung Trojas von den Thessalern aus Arne verdrängt
worden waren, im heutigen Böotien niedergelassen, das vor
her das Kadmeiische Land hieß. Ein Zweig wohnte freilich
auch schon vorher in diesem Lande, und ihm gehörten die
Böotier an, die mit nach Troja zogen. Achtzig Jahr nach
jenem Zeitpunkt nahmen die Dorier mit den Herakliden den
Peloponnes in Besitz. Nachdem Griechenland endlich zu Ruhe
gekommen war und das Wandern aufgehört hatte, sandte es
Kolonien aus; die Athener besiedelten Jonien und die Mehr
zahl der Inseln, die Peloponnesier den größten Teil von Italien
und Sizilien sowie einige andere Gegenden in Griechenland.
Alle diese Gründungen aber fallen erst in die Zeit nach dem
Trojanischen Kriege.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.