und den Athenern ein Waffenstillstand auf fünf Jahre ge
schlossen. Infolgedessen gaben die Athener den Krieg in Griechen
land auf und unternahmen nun mit zweihundert Schiffen,
teils eigenen, teils solchen ihrer Bundesgenossen, unter Kimon
einen Zug nach Cypern. Fünfzig davon wurden jedoch auf
Ansuchen deS Königs Amyrtaios in den Deltasümpfen nach
Ägypten entsandt; die übrigen belagerten Kition. Als Kimon
starb und ihnen die Lebensmittel ausgingen, zogen sie von
Kition ab und fuhren auf die Höhe von Salamis auf Cypern,
wo es zur See mit der phönizisch-kilikischen Flotte und gleich
zeitig zu Lande zur Schlacht kam; hier wie dort siegten die
Athener und kehrten darauf nach Hause zurück und die auS
Ägypten zurückgekommenen Schiffe mit ihnen. Darauf zogen
die Lakedämonier in den sogenannten heiligen Krieg, bemäch
tigten sich des delphischen Heiligtums und übergaben es den
Delphiern. Nach ihrem Abzüge aber erschienen die Athener
dort mit einem Heere, brachten das Heiligtum in ihre Gewalt
und gaben es den Phokiern zurück.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.