Thucydides History of the Peloponnesian War 1.112

Adolf Wahrmund (Translator)

History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.

Sponsored by University of Leipzig.

Funding provided by European Social Fund Saxony.

Current edition First1KGreek

Geschichte des Peloponnesischen Kriegs (German) (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Wahrmund, Adolf, translator. Stuttgart: Krais and Hoffmann, 1864.)

Editions (1)
Ἱστορίαι Perseus (Thucydides. Historiae, Vol 1-2. Jones, Henry Stuart, editor. Oxford: Oxford University Press, 1910. (1942 printing).) — 1.112.1 focus
Translations (10)
The History of the Grecian War Perseus (Thucydides. The English works of Thomas Hobbes of Malmesbury. Hobbes, Thomas. translator. London: John Bohn, 1843.) — 1.112.1 focus
History of the Peloponnesian War Perseus (Thucydides. History of the Peloponnesian War. Crawley, Richard, translator. London and Toronto: J. M. Dent and Sons Ltd.; New York: E. P. Dutton and Co., 1914.) — 1.112.1 focus
Geschichte des Peloponnesischen Kriegs First1KGreek (Thucydides. Geschichte des Peloponnesischen Kriegs. Braun, Theodor, translator. Leipzig: Insel-Verlag, 1917.) — 1.112 focus
Histoire de la Guerre du Péloponèse First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése, Vol. 1-2. Zévort, Marie Charles, translator. Paris: Charpentier, 1852.) — 1.112 focus
Histoire de la Guerre du Péloponnése First1KGreek (Thucydides. Histoire de la Guerre du Péloponnése. Bétant, Élie-Ami, translator. Paris: Librairie de L. Hachette, 1863.) — 1.112 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides, Vol. 1-4. Smith, Charles Foster, translator. London and Cambridge, MA: Heinemann and Harvard University Press, 1919-1923.) — 1.112.1 focus
History of the Peloponnesian War First1KGreek (Thucydides. The history of the Peloponnesian War, Volume 1-2. Dale, Henry, translator. London: Heinemann and Henry G. Bohn, 1851-1852.) — 1.112.1 focus
Historia Belli Peloponnesiaci First1KGreek (Historia Belli Peloponnesiaci. Haase, Friedrich, translator. Paris: Firmin Didot, 1869.) — 1.112.1 focus
Vier Staatsreden aus Thucydides First1KGreek (Thucydides. Vier Staatsreden aus Thucydides. Gürsching, Heinrich, translator. Augsburg: Wirth, 1856.) — 1.85.1 focus
La storia di Tucidide First1KGreek (Thucydides. Della storia di Tucidide volgarizzata libri otto. Anonymous translator. Florence: Tipografia Galileiana, 1835.) — 1.112 focus

Notes on the current edition

History of the Peloponnesian War

1. 178) In diese Jahre fällt die Ausführung von Klernchen td. i. Loosinhaber
oder Kolonisten, denen ein bestimmtes AckerlooS zugetheilt wurde) nach dem
ChersviineS durch PerikleS, von andern nach Enboa und NaxoS durch TolmideS.
Diodor IlI, 88. Plutarch, Perikl. IlI, >9. Pansan. I, 27. 6. (Kr.) — Die
Kleruchien unterschieden sich von den eigentlichen Kolonien. Diese letzteren,
wenn sie nicht die Auswanderung einer unzufriedenen oder ausgetriebenen Partei
waren, dienten entweder dazu, ein sich heranbildendes Proletariat auf gute
Weise und zu beiderseitiger Zufriedenheit loszuwerden, oder um Handel und
Verkehr in bestimmten Gegenden zu sichern und zu erleichtern. In den meisten
Fällen wurden beide Bortheile zugleich erreicht. Sehr okt wurden auch Fremde
zur Theilnahme aufgefordert. Das Abhängigkeitsverhältniß der Kolonie vom
Mutterstaat war ein sehr loses. So lang die Kolonie zu schwach war, sich
selbst zu schuhen, mußte sie sich größere Abhängigkeit gefallen lassen. Sonst
galt Gleichheit und Gegenseitigkeit. (Vgl. Anm. 68.) — Ganz anders war
es bei den Kleruchien. Das ganze Gebiet eines eroberten Staates oder eine
gewonnene Insel wurde in gleiche Ackerloose an Athenische Bürger vertheilt,
die nach wie vor Bürger und im engsten Zusammenhang nicht nur mit Athen
überhaupt, sondern auch mit den dortigen engeren Verbänden, Deinen und
Phulen, denen sie angeliörten, blieben, wenn sie auch unter sich wieder eine
besondere bürgerliche Gemeinde bildeten nnd deren innere Angelegenheiten selbst
besorgten. Viele blieben auch ganz in Attika wohnen, indem sie den
nenerworbenen Grundbesitz verpachteten, oder hielten sich bald hier, bald dort ans.
Doch ist selbstverständlich, daß diejenigen Kleruchen, welche zu Athen kein
liegendes Vermögen zurückließen, — und das muß wohl bei der größeren Zahl der
Fall gewesen sein, — den bleibenden Aufenthalt auf ihrem Ackerloose nahmen,
ohne welche» Umstand auch der eigentliche Zweck der Behauptung des neu-
2. 45l
v.
Chr.
3. 450v.
Chr.
4. 419 v.
Chr.
5. 448
v.
Chr.
6. erworbenen Gebietes kaum erreicht werden konnte. Die alten Bewohner
wurden entweder ganz aufgerieben — so zu Skione und aus MeloS, Th»k»d. V,
se. I>6 — oder ausgetrieben — wie aus Aegina II, 27 — oder sie blieben
als zinSpflichtige Pachtbauern
sehr groß: so gingen deren Ivvv nach Euböa, um die Ländereien der
chalkidischen Hippoboten in Besitz zu nehmen (Herod. V, 77). 2V00 sandte PerikleS
nach Histiäa. Platon'S Vatcr und AristophaneS waren Kleruchen auf Aegina.
— ES leuchtet ein, wie geschickt diese, besonders von PerikleS in demokratischem
Sinn ausgebeutete Maßregel war, die Macht Athens rasch zu heben.
7. 179) Es ist oben cAnm. 50*) schon gesagt worden, daß in den letzten
Jahrhunderten der Einfluß der Orakel ans politische und sociale Verhältnisse
gestiegen war. Vor Allen war daS apollinische Orakel zn Delphi so zu sagen
zur höchsten Instanz geworden, bei welcher sich sämmtliche hellenische Staaten,
ja auch daS italische »ud barbarische Ausland Raths erholten. ES ist nicht
gut denkbar, daß dieses Institut zu so hohem Ansehen gelangt sein könnte,
ohne daß dessen Borsteher ihren Rath in allen Dingen nicht nur mit großer
Sachkenntnis: und ans reichster Erfahrung, sondern anch unparteiisch und sogar
im Sinne ächter Humanität, wenigstens lange Zeit hindurch, gegeben hätten.
Da aber auch bei der besten Tradition und der sorgfältigsten Auswahl der
Mittelspersonen Schlechte imr unterlaufen, so wird wohl auch früher schon
Betrug lind Bestechung vorgekommen sein. K. F. Hermann sagt: „Wcun