erkennen wir daraus seine ganze Größe, der Künstler hirenach auch jenes ganzen Bildes Größe macht. Wenn aber nun das, nach 1 welchem das Übrige, d.h. das Ganze, geschaffen werden muß, nicht für sich ist, sondern durch anderes vernichtet wird, abgelöst durch Hinzukommendes, und jenes Hinzukommende durch anderes Hinzugekommene, und jenes wieder durch anderes, wie soll dann der Künstler
das ganze Bild zu Ende führen, indem die Materie niemals dieselbe bleibt? Denn es muß die zur Herstellung des Bildes genommene Materie für sich selbst bleiben und nicht vergehend, sondern nur übergehend in das Bild, worein sie der Künstler bilden will, sei es eines Kindes oder Jünglings.
Materie unser Bild des Leibes steht nach dem Befehl Gottes, welcher uns unsichtbar mit seiner Macht geschaffen. Denn wenn vielmehr die Orte seiner Idiome in jedes Glied des Leibes die aufgenommenen Speisen verwandeln, so verwandelt sich gleichwohl nicht in Knochen und Sehnen und Fleisch die Speise, noch die Knochen
wiederum oder die Sehnen in Haare und Schleim und Nägel, sondern nur in mannigfaltige Säfte.
und die Galle ausscheidet; die anderen neuen aber kommen wieder duch die Speisen hinzu.
der Mund aber in Speichel oder Schleim, die Nase in Nasenschleim, die Augen in Tränen, das Fleisch der Oberrflläche in Schweiß und Haare und Nägel.
keine ordnung hat.
denn ein Teil von ihm fließ voran (ab), ein Teil hernach (herzu), wie ein Teil des Wassers gehe zum Meer, einn Teil auch wieder neu fließr aus den Quellen. Denn wie die abströmenden Wasser in Flüssen wieder aus den Quellen ersetzt werden, so müsßten auch die fehlenden Glieder des Leibes von hänfiger Nahrung ersetzt werden.
Aber jene haben sich nicht befleißigt, auf das Wesen zu blicken und wirksamer die Erforschung mit nicht erdichteten (erlogenen) Gedanken zu schauen. Denn wenn das Festere des Leibes durch das Eingehen der Speisen in Nägel und Haare, das Nasse wiederum, nämlich das Saftige, in Hartes sich verwandelt, wäre es in der Ordnung, daß an
Stelle der abgegangenen Glieder oder Sehnen andere würden von der Speise.
gleich Quellen eines Wasserflusses fließen, [Denn]] wie Wasser nicht herabströmen kann, wenn es nicht geeigneten Raum findet.
ergießen, der Leib aber steht und das Hinzuströmende empfängt und das Abfließende gemäß Anfüllung und Leerwerden. Denn die zu Zeiten eingehenden und zunehmenden Säfte sind nicht die substantiellen, wie ich sagte, von Anfang mitgeboren, sondern von der täglichen Speise werdend und aufhörend. Daher haben sie viele Veränderungen des
Wanderns, sowohl bezüglich der Verringerung, wie der Vermehrung, wie des Bedürfnisses.
De Resurrectione. Methodius. ed. D.G. Nathanael Bonwetsch. Germany. 2014.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.