und nach allem seine eigene Auferstehung nach dem Tode, die ihnen zuerst sichtbar ward. Denn
da dies weder geschehen noch je gehört war zu ihren Zeiten, wie sie aus Einem Munde bezeugen und bestätigen, daß es geschehen bis zum Tode ihr Zeugnis verbürgen? Oder haben sie sich etwa und einen Eid darauf geleistet und eine Übereinkunft zwischen sich festgesetzt, zu erdichten und zu lügen, was niemals geschehen ist?
Kann man überzeugend sagen, welche Worte sie bei dieser Übereinkunft gebrauchten? Oder waren es etwa solche: „Liebe Männer! kennen genauer
und besser als jedermann den Verführer und des Betruges von gestern und vorgestern, der vor den Augen aller die äußerste Strafe erlitt,
und wissen, wer er war, da wir ja die Mysten
seiner Geheimnisse geworden sind. Als ein Reiner erschien er den meisten, und er war
auch darauf bedacht, etwas mehr zu besitzen als die meisten, aber er erwarb nichts Großes noch etwas der Würdiges, außer wenn jemand das Hinterlistige und
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Charakters nennt und die
Tatsache, daß er Verdrehtes uns lehrte die Aufgeblasenheit des Irrwahns. Dafür, wohlan, wollen wir die Rechte geben und alle zumal einen Vertrag unter uns festsetzen, damit wir übereinstimmend den Betrug in betreff seiner unter alle Menschen
hinausbringen und sagen, wir hätten ihn gesehen, wie er Blinden die Sehkraft gab, was niemals einer
bemerkt hat, und wie er den Tauben das Gehör schenkte, was niemals einer gehört wie er die Aussätzigen rein und die Toten lebendig machte. Und es zusammenfassend zu sagen, was wir weder mit unsern Augen gesehen
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haben als von ihm geschehen, noch mit unsern Ohren gehört haben als
von ihm gesagt,
das wollen wir als in Wahrheit geschehen kräftig behaupten. Aber wenn auch sein letztes Ende berühmt und er offenkundig den Tod empfing, sodaß niemand ihn kann, so wollen wir auch dies ohne Scheu auflösen, indem wir
bezeugen, daß er von den Toten auferstand, mit allen war und gewohnten Verkehr und Speise mit uns gemeinsam geteilt habe. Es möge aber festgehalten werden von ans allen Schamlosigkeit und Schenlosigkeit, und es möge ausdauern bei uns Wahnsinn bis zum Tode! Denn wie sollte es ungeziemend sein, für
nichts zu sterben? Und wie sollte es schmerzen, für nichts Schläge und Qualen an unserm Leibe zu ertragen, und wenn nötig wäre, auch Einkerkerung, Schmach und Not für zu erdulden? Auch dies wrollen wir sogleich auf uns nehmen! Wir wollen aber alle zumal übereinstimmend lügen und faseln zu
Vorteil, weder zu unserm noch zu dem derer, die wir noch zu dem
Vorteil dessen, über den von uns die Lügen gesagt daß er Gott sei. Wir wollen aber die Lüge nicht auf unsere Volksgenossen, sondern sie auch zu allen Menschen hinaus bringen und die ganze Schöpfung füllen mit dem, was wir
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festgesetzt haben. Sogleich daher wollen wir Gesetze allen Völkern auferlegen als Zerstörer der Meinungen über ihre väterlichen Götter, die von Ewigkeit her bei ihnen als wahr galten, und wollen selbst den Römern vor allem befehlen, nicht diejenigen zu verehren, die ihre Vorfahren für Götter hielten, wollen aber auch nach Griechenland wandern
und vielmehr auch im Gegensatz zu ihren Weisen predigen, und auch die Ägypter nicht übergehen, sondern auch ihre Gtter bekämpfen, indem wir nicht wider sie drohen die
Taten des Mose, die einst wider sie geschahen, sondern ihnen den Tod eben unsers Erlösers als ein Schreckmittel entgegenhalten, und die Kunde über die Götter, die von
Ewigkeit her von ihnen zu allen Menschen drang, nicht mit Worten und Geschichten, sondern durch die Kraft unsers gekreuzigten Meisters aufheben, wollen ferner aber auch in ein anderes barbarisches Land gehen und das bei jedermann
Geltende zerstören. An dem Willen
hierzu möge niemand von uns es fehlen lassen! Denn keineswegs
ist klein der ἆθλος dessen, was wir wagen, da auch nicht die gewöhnliehen
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Sieges
kränze uns erwarten, sondern, wie es billig ist, Strafen von den Gesetzen, die an jedem Ort
bestehen, Fesseln nämlich, Foltern, Einkerkerung, Feuer, Eisen, Kreuze und
wilde Tiere, um derentwillen wir besonders in Freuden wollen und auf das Verderben gerade lossehen.
die wir unsern Meister als Vorbild besitzen. Denn was ist schöner als dies, daß wir um keines Vorteils willen den Göttern und Menschen als Feinde erfunden werden, noch irgend etwas Angenehmes empfangen, noch an unsern Lieben uns ergötzen, noch Überfluß an Besitz erlangen, noch überhaupt die Hoffnung auf etwas Gutes erwerben, sondern eitel
unnütz irren und andere irreführen? Denn dies ist das Nützliche: allen Völkern entgegen zu sein, mit den Göttern zu kämpfen, die von Ewigkeit her jedermann bekennt, und vielmehr unsern Meister, der vor unsern Augen starb, als Gott und Gottessohn zu verkünden,
für den wir bereit sind zu sterben, obwohl wir nichts Wahres noch Vorteilhaftes
von ihm gelernt haben. Darum wollen wir ihn um so mehr ehren, weil er nichts in guten
Dingen uns genützt hat, wollen alles tun, um seinen Namen zu preisen, alle Schmähungen und Strafen er- • dulden und jede Art des Todes für nichts Wahres ertragen. Denn das Wahre ist vielleicht böse, das Unwahre aber hat in sich das Gegenteil
des Bösen. Deswegen wollen wir sagen, daß er Tote lebendig
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gemacht, Aussätzige gereinigt, Dämonen vertrieben habe und anderer wunderbarer Werke geworden sei, obwohl wir keine derartigen Dinge an ihm kennen, sondern für uns selbst alles dieses faseln und verführen, soviele wir können. Wenn aber jemand sich
läßt, so wollen wir doch für das, was wir unter haben, den gebührenden
Lohn für den Irrtum uns selbst zuziehen.“