Was also? Warum hatten diejenigen keinen Gott, die um diese
Dinge kämpften, obwohl doch die Schar der Götter war? Mochte auch der von Delphi und der von Lebadia weissagen, mochte der von Kolophon Antwort erteilen und der von Milet orakeln, mochte ein anderer von anderer Gegend her rufen, dennoch konnte auch nicht einer von ihnen den Weisen Lehrer sein, die Wahrheit zu
erreichen. Alle aber beteten diese an gleich ihren Vorfahren und alle Griechen bekannten sie als Götter; dennoch wurden nicht im geringsten gefördert in der Auffindung göttlicher obwohl es kein Hindernis für sie gab, au der Stelle in der zu wandeln, indem sie als Lehrer die Götter benutzten, die ihnen
Erden nahe waren, indem sie nicht mit einander kämpften und sondern vom Geschrei schwiegen und die Götter über die
Dinge Streites befragten und die Wahrheit
von ihnen wie von Arzten lernten und sich
von ihnen helfen ließen. Zuerst war es für Epikurs zu lernen nötig, nicht ohne Götter sein, sich
Lust unterwerfen, nicht töricht sein in so lächerlichen kleinen, unteilbaren Körpern die Kraft beilegen, die Welt zu sondern sich überzeugen lassen von den Göttern, indem sie dies über lernen. Die Anhänger des Aristoteles aber, die mit ihren eigenen die Tempel, Heiligtümer und
Götterbilder auf Erden
eines, sondern Myriaden in allen Städten und an allen ihre
der Götter Macht prüfen und
durften infolge fernerhin nicht
mehr ihre Worte über die Vorsehung oberhalb des Himmels noch oberhalb des Mondes festhalten, sondern mußten überzeugen, ß es auch auf Erden Götter gebe, und daß sie sich um
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die Menschen kümmern, mit denen sie zusammen sind. Von eben
mußten sie lernen, daß es ihnen nicht erlaubt sei, denen zu kämpfen, die ihnen entgegentraten,
darum, ob die Seele
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lieh oder unsterblich sei. sondern daß sie den nächsten Gott ein wahres wie von den Göttern
herstammendes Wort annahmen.
mußten auch die Stoiker, so auch die Platoniker. so auch die Skeptiker, sogenannten
Pyrrhoniker, so ferner auch die früheren
sogenannten
lernen, nicht ablassen von der Sorge um die Wahrheit
und nicht alles für wahr halten, was in den Sinn kommt, als ob Würfel spiele, sondern über alles Unbekannte die Götter bei ihnen wohnen. Allein auch nicht einer von den Weisen tat dies noch
bedachte er es. Warum waren sie denn gottlos und überdrüssig der Götter in frevelhaftem Sinn und taten dies? Aber so erscheinen alle Philosophen
zumal
besondersgottlos gottlos und viel schlimmer als die törichten die nicht überdrüssig werden, die Götter zu befragen beim Nehmen Weibes, beim Gehen eines Weges, bei Blindheit und bei Leibeskrankheit. Sie
die Götter aber wurden willig angehört und weissagten die sie baten. Die Weisen fürwahr hatten nicht nötig, um ihrer Leiber
willen,
wohl aber um der Heilung ihrer Seelen willen die Götter zu befragen, die bei ihnen
wohnten, die sie anbeteten und ehrten. Da dies aber auch nicht einer von den bewundernswerten Philosophen tat. bleibt
nur übrig, eines von beiden anzuerkennen: entweder, daß nicht weise sind oder daß jene keine Götter sind. Denn wenn siel jene,
obwohl sie in Wahrheit Götter
waren, verachteten, waren sie weise, sondern Toren und Idioten. Wenn sie aber in Wahrheit die Liebe zur Weisheit gepflegt und Überfluß an Wissen mehr als die meisten gehabt hätten, so wäre dies klar, daß sie mit reinem Torheit der Menge aller Wahrscheinlichkeit nach gespottet hätten.