das heißt: allein das vernünftige, gottliebende Geschlecht
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von denen auf Erden, über das ein anderer theologischer Prophet im Geheimnis deutlich so lehrt, daß es in seiner οὐσία nach dem Bilde Gottes sei: „Und es sprach Gott: Wir wollen einen Menschen machen nach unserm Bilde und nach unserer Ähnlichkeit, und sie sollen herrschen
über die Fische im Meere, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“. Und mit dem Worte verband er auch die Tat: „Und Gott machte den Menschen“ und er
der Prophet spricht: „Nach dem Bilde Gottes hat er ihn gemacht“. Und ferner noch mehr, er stellte das Bild der göttlichen
Ähnlichkeit aus dem göttlichen Odem her, indem er
der Prophet
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sagt: „Und er blies ihm den Atem des Lebens ins Gesicht, da wurde der Mensch zur lebendigen Seele“. Er lehrt, daß er ihmm die vorzüglichste Herrschaft und Königswürde gab, in den Worten, die er spricht: „Sie sollen herrschen über alles, das auf Erden
ist, über das Vieh, die Vögel, das Gewürm und die Tiere“. Über alle diese Worte legt die
Natur Zeugnis ab, die alles unter seine Hand getan und alles diesem vernünftigen Lebewesen unterworfen hat. Wenn aber die göttlichen Worte von dir nicht gehört
und anerkannt warden, so glaube ich dennoch nicht, daß dein Denken so große Finsternis sei, daß du nicht im Geiste bei dir überlegst, wie eben die Vorzüglichkeit des Körpers
und des Leibes beschaffen sei oder eines anderen göttlichen Etwas, welches den Leib bewegt. Ich meine
aber dies, daß wir verstehen, den kritischen Verstand auf die οὐσία dieses Etwas, das existiert, anzuwenden,
ferner dies, daß wir durch das Gedächtnis eine Lehre überliefern,
endlich dies, daß wir zu einer Theorie über das All fortschreiten.
Geh in dich und frage, ob die Natur des Leibes erkennen kann den Bestand der Welt, die Wirkung der Wandel der Zeiten, den Umlauf der Jahre, die Reihenfolge der Sterne und so viele andere
Dinge, die rechnung der Arithmetik ersonnen haben. Da diese
Dinge unkörperlich
und die Theorien
über sie vernünftig sind, so ware e seine undendlich große Torheit, sie an Körper und Fleisch und Blut anzuheften. Mit Recht warden diejenigen, die so meinen, gggefragt: weil alle Kräfte des Leibes in die fünf Sinne zusammengefaßt warden, welcher von ihnene
ist
den so beschaffen, daß er den Menschen Theorie
und Lehre nur die Unterscheidungsfähigkeit von Farben und Formen. Wenn du
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aber das Gehör nennst, so nennst du das Organ, das die hellen und dumpfen Klänge, aber keineswegs die vernddünftige Theorie aufnimmt.
Der Geschmack ist wiederum ebenso der Sinn für Süßigkeit und Speise. Demgemäß ist auch das Riechvermögen eine Prüfung der Gerüche, aber nicht der lehren, Ferner berührt der Sinn, der sich über den ganzen Körper erstreckt, das Warme und Kalte, Harte und Weiche, aber keineswegs die Tugend und die Weisheit, die viel besser ward. Wie aber?
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Haben nicht auch die unvernünftigen Tiere Augen, Ohren, Nasen, Geschmack und Tastsinn? Aber keins von ihnen ist der Übung des Vernunftvermögens nahe gekommen, weil keineswegs Sache des Körpers und des unvernünftigen Sinnes sind die Lehren, welche die Philosophie
allein aufnimmt und die Vorzüglichkeit der vernünftigen Seele allein, die besser ist als die leibliche Natur
und die allein im Menschegeschlecht wohnt. Und dennoch, wenn jemand unverschämt bie
seinem Worte verharren Tiere gebe, da wir nach Art jener gebroen und vernichtet
werden, deswegen weil auch Eines die Nahrung unser aller von der Erde ist, und die leidensfähige Natur des Leibes ein und dieselbe ist, und der Sinn in nichts besser ist, und ferner Arbeit und Rube ebenso eine und die gleiche für uns alle ist, und die Vernichtung des Leibes und die Auflösung in seine στοιχεῖα
in derselben Weise erfolgt, — so
gehst du dennoch nicht soweit zu sagen, deß
eines von
diesen
Tieren nach Art des vernünftigen Lebewesens den unkörnerlichen Theorien nahe gekommen sei und vernünftige Lehre davon getragen und Wissenschaft in sein Gedächtnis aufgenommen und Worte über das Bessere und Schlechtere ersonnen habe, noch auch
daß die Philosophie jemals
ihm in den Sinn kam. Aber all dies will ich übergehen, weil nicht einmal alle Menschen es besitzen, indem ich
nur dies deine vernunft frage: ob jemals eine Stadt gebaut is von den unvernünftigen
Tieren, ode rob sie das Denken besitzen für ein Zimmermannswek oder für ein Gebäude oder für ein Erzeugnis der Webkunst oder für den Ackerbau,
oder ob jemals von ihnen ein Schiff genagelt ist, ode rob die wunderbare Kunst der Steuerung ihnen auch nur in den Sinn gekommen ist, obwohl die
Dinge des Leibes bei ihnen eine viel größere Vorzüglichkeit haben als bei uns, deswegen weil „schwach ist das Geschlecht der Mednschen“, wie die Poeten singen, und das kleinste von allen Lebewesen.
Man kann nicht sagen, wie viel kleiner der Mensch ist an Leibesgröße als der Elefant. An Kraft und Überlegenheit kann er nicht einmal
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mit den Kamelen zusammengerechnet warden. An Stärke und Schnelligkeit der Füße überläßt er Myriaden Tieren den Sieg. Wer
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aber könnte genannt warden, der besser röche als die Spürhunde, die nach dem Geruch ihrer Nase zu gehen verstehen, und wer, der besser sähe als alle Gazellen, die eben um ihres Sehens willen in der griechi- schen Sprache den Namen „Seher“ erhielten? Ist es ferner nötig zu sagen, wie viel schwächer in seiner Natur der Leib des Menschen ist
als der der Bären, Löwen, Panther und Myriaden anderer
Tiere, und
wie leicht er bezwungen wird von den Tieren, die ihn überfallen, und
wie gering an Hinterlist? Indessen aber, eben dieser kleine
Mensch unterwirft alle die genannten
Tiere, sobald er will, keineswegs durch die Kraft des Leibes und des Körpers. Denn dieser ist zu klein und
ungenügend, um auch nur den Bauch Eines Bären zu füllen. Sondern es gibt in ihm irgend eine Natur, die besser ist als der Leib: die Kraft des Verstandes und der verständigen Seele, und
eben durch die Vor- züglichkeit der Weisheit ersinnt er alle diese staunenswerten
Dinge. Durch diese
Dinge bist du als der geliebte Sohn von Gott geehrt.
Warum verkleinerst du deine Größe, indem du meinst, dein ganzes Du sei Fleisch und Leib, und indem du das göttliche und vernünftige Wissen in dir
den unvernünftigen
Wesen und solchen, die ganz zugrunde gehen, vergleichst? Überzeugt dich weder die Natur der unvernunftigen Lebe- wesen noch der gemeinsame Name der Unvernunft noch die offenbare
und nützliche Bedienung, in der sie sich niemals davon freigemacht haben,
Lasten zu tragen und
das Land zu bestellen, weil Gott dir die Voll- macht und die Königsherrschaft über alle diese gab?