Das dritte Buch des ’sareensers.
der gemeinsame Erlöser aller, der eingeborne Logos Gottes, zu passender Zeit seine göttliche Offenbarung in Werken auf der Stelle und auf eiumal, als er in der Welt erschien, nahmen die alten Greuel ämonischer Wirksamkeit wie durch mechanische Zerstörung ein Ende, die Gutes offenbarenden Frohbotschaften wurden allen
Völkern gepredigt und der über alles waltende Gott ward den Menschen verkündigt. Der ganze Irrtum wurde vernichtet, und aufgelöst wurden auf der Stelle alle Dämonen. Fernerhin gab es nicht mehr Menschenopfer die Welt verderbenden Menschenmorde, fernerhin gab es nicht mehr
Stadt äter, Vielherrscher, Tyrannen und Volksregierungen. Fernerhin gab es nicht mehr die deswegen in jeder Stadt und an jedem Orte bestehenden Verwüstungen ward allen gepredigt und Ein Königreich und zerstört wurde völlig die von Ewigkeit her friedlose und unversöhnliche
Feindschaft der Völker. Als aber die Kenntnis Eines allen Menschen überliefert war und Eine Sitte der Gerechtigkeit und Frömmigkeit der Gotteskenntnis durch die Belehrung existierte demgemäß auch Ein König zu Einer und das ganze Königreich der Römer und tiefer
und zu Einer Zeit sproßten wie auf den Wink Eines 1 2 Blüten des Guten unter den Menschen auf: die fromme Lehre und Reich der Römer. Denn vor diesem knechtete die Völker schwer, und da alles in Myriaden 87 war, so herrschten die einen gesondert über Syrien, während andere üher Asien regierten, andere aber über Makedonien. Ägypten teilten
andere und hatten es inne, andere wiederum ebenso das Land Arabien. Ferner beherrschte das Geschlecht der Juden Palästina und Dörfern, allen Städten und an jedem Ort kümmerten sie sich um Kriege und Kämpfe, als ob sie infolge eines Wahnsinns gegen Mordgierige und in Wahrheit Dámonische wären. Über das Frühere
ist genügend geredet.
mit einander sproßten und bestanden. Denn unsers Erlösers zerstörte die Macht und verkündete Ein Reich Gottes allen Menschen, Griechen und denen an den Enden der Erde. Das Römerreich weil vorher diejenigen vernichtet waren, die die Ursache der vielen
Herrscher waren, alles, was da war, und bemühte sich eifrigst, das Geschlecht zu Einer Übereinstimmung und Einheit zusammenzufügen, und verband fortan die Vielheit der Völker. Es sollte aber an die Enden der Erde reichen, indem die Lehre unseres Erlösers mit göttlicher Kraft Kraft ihm alles vorher bereitete und in Einheit hinstellte.
Dies ist also ein großes Wunder für diejenigen, die ihren einrichten und die das Schöne nicht Denn es wurde zugleich die Verirrung der bösen Dämonen widerlegt und zugleich auch die seit Ewigkeit bestehende Feindschaft und Krieg slust der Völker aufgehoben. Ferner wurde zugleich Ein Gott und Ein
Wissen desselben durch die Belehrung unsers Erlösers allen zugleich auch Ein Königreich der Römer 3 und zumal das ganze Geschlecht der Menschen zum Frieden verändert, und alle bekannten einander als Brüder und lernten die keimen. Auf der Stelle aber, als ob sie von Einem Vater abstammten und Söhne Eines Gottes und Einer Mutter,
seien, empfingen sie einander friedlich mit dem Gruße, sodaß die ganze Schöpfung seitdem nichts Geringeres war als Ein Haus gesinde und ein 88 wohlgeordnetes Geschlecht und dem, der Lust hatte, μὁγλιψη reisen und zu gehen, wohin nur immer jemand wollte, mit vieler Leichtigkeit, sodaß jene ohne Unfall aus dem Westen nach dem Osten
und wiederum diese von hier nach dort wie in ihr entsprechend den alten Weissagungsworten und den prophetischen Verkündigungen, — sowohl Myriaden andere, die wir Muße haben aufzuzählen, indessen aber auch und über den göttlichen Logos so ausrufen: „Er
von Meer zu Meer und von den Strömen bis zu den Enden und wiederum: „Es wird aufsprossen in seinen Tagen die Gerechtigkeit und die Fülle des Friedens“, Schwerter zerschmettern zu Pflugscharen und ihre Lanzen zu Sicheln, und nicht wird ein Volk wider das andere mehr das Schwert ergreifen
noch werden sie fernerhin den Krieg lernen“.
daß er keineswegs eine sterbliche Natur war, sondern daß Gottes in Wahrheit und die Kraft des erlösenden Gottes Welt offenbarte, so empfange sie nicht in Worten, sondern in Werken. Offne die Augen deines Verstandes, sperre auf die Tore deines Geistes. sammle dich sehr 4 5 und als ob du einen andern fragtest, frage und so erforsche die Natur der Dinge.
vieles vermögend, sodaß er auf der ganzen Erde verkündet wurde und Ohr und Zunge aller Völker auf der Oberfläche mit seinem Namen füllte? Aber dies tat keiner außer der seinen Jüngern ein Wort sagte und es durch die Tat „Gehet hin und lehret alle Völker“, sagte er zu ihnen. Indem
er vorher sagte und vorher offenbarte, seine Botschaft Botschaft müsse in der ganzen Schöpfung verkündet werden zum Zeugnis für alle Völker, brachte er mit dem Worte zugleich auch die Tat. Denn auf der Stelle 89 und nicht in weiter Zeitferne wurde die ganze Schöpfung mit seinen Worten erfüllt.
wider die Wahrheit den Sinn zu richten sich erdreistet, da ja besser als alle Worte das mit den Augen sichtbare Zeugnis ist? Aber, indem du vom ersten Beweis weitergehst, komme auch zum andern und überlege bei dir selbst:
dem Worte ohne jede Schrift auferlegte und diese durch seine Jünger von den Enden der Erde bis zum Anfang der Welt Gefestigte und seine Schulen auf der ganzen Erde eröffnete, sodaß in die Menschen, Barbaren zumal und Griechen, genügend und leicht Tag die von ihm überlieferten frommen Lehren verkündet wurden?
Aber du würdest keinen anderen finden, wenn du suchtest. allein das Werk der Kraft des Erlösers unser aller. Aber dies überzeugt den, der nicht überzeugt werden will. Also möge uns sagen, die wir lernen wollen:
6 7 und wilde Sitten barbarischer ölker durch seine freundlichen aufgehoben, sodaß diejenigen unter den Skythen, die von Jüngern gemacht waren, keine Menschenfresser mehr die unter den Persern ihre Mütter heirateten, noch andere
den Hunden vorwarfen, noch andere die Altgewordenen der Erdrosselung übergaben, noch andere diesen verwandte wilde und tierische Dinge bei anderen geschahen. Aber dies sind nur geringe Beweise der göttlichen Offenbarung des Erlösers unser aller. Sieh indem du bei dir überlegst:
mit dem in so viel Zeiten alle Herrscher zumal und Könige, Heere und Bürger Mengen und Völker, füge aber hinzu: die bei vielen als Götter Geltenden, gekämpft haben und zu jeder Zeit kämpfen, hat eine übermenschliche Tüchtigkeit Lehre von Tag zu Tag blühte und neu wurde in der ganzen Welt?
Wer anders von Ewigkeit her, seit das Leben der Menschen 90 existiert, der ein Volk auf seinen Namen aufrichten wollte, was völlig unerhört ist, hat dies nicht in einem Winkel irgendwo auf verborgen, sondern überall unter der Sonne wohnen lassen und kraft göttlicher Vollmacht seinem Willen die Erfüllung
die Kenntnis des Einen Gottes, der jenseits des Himmels ist, des Königs der ganzen Welt, und die Furcht vor ihm allen der Oberfläche der ganzen Erde, barbarischen und überliefert?
Werk in die Tat umgesetzt und fast durch seine Wirksamkeit sein Werk als gottgeliebt geoffenbart, was besonders jedes unverschämte 8 9 Maul stopft, da er, der eleu höchsten Gott verkündete auferlegte, ihn allein in Wahrheit anzuerkennen, deswegen, weil er das bei Gott Geliebte wollte, der Unterstützung des von und seiner Hilfe gewürdigt wurde.
Verkündigung überliefert und in die Ohren aller
und durch Taten bestätigt wurden.
Gewürm und den unansehnlichten unvernünftigen Tieren den verehrungswürdigen Namen zu geben, sondern nur den Einen höher als alle stehenden Gott anzuerkennen und trotz aller Todesarten für die Frömmigkeit zu kämpfen?
Geschlecht der Menschen weidete beherrschte und durch die Bewegung 91 d. h. den Antrieb der Götzenbilder viele Verirrungen unter zeigte, unsichtbar und mit mächtiger Hand und durch der überral verkündigten wie böse Tiere Menschen fortgetrieben, sodaß fernerhin die Dämonen an deu Sprudeln
und Quellen nicht mehr weissagten, noch die irdischen und die die Welt verführenden Geister das Geschlecht der Menschen Irreleiteten? Es schwieg also der kastalische Quell und der andere, der kolophonische Quell, es schwiegen die anderen Orakelquellen: der pythische, klarische und nemeische. Und der Gott in Delphi und Milet, der in
Kolophon und in Lebadia, der früher berühmt war, Lehre des Erlösers. Wo sind Amphilochos und Mopsos? keinen irgendwo. Wo sind Amphiareos und Asklepios? Wo der in Ammon und in der Wüste der Libyer? Alle Götter sind unter die 10 11 Erde gekrochen, fortgescheucht durch den Namen unseres Erlösers, entsprechend den Herrschern d. h. Dämonen, die die Gottheit nicht ertrugen, als er unter den Menschen wandelte, und gewaltig aufschrieen, indem sie riefen: “Was haben wir mit dir gemein,
Jesus, du Sohn Gottes?" und sagten: „Bist du vor der Zeit gekommen, uns zu quälen? Wir wissen, wer du bist, du Als aber ägyptischen Dämonen hörten, daß in der ganzen Welt verkündet wurde, bekannten sie, sein, verließen ihre gewohnten Plätze,
und Götzenbildern leer waren, und nahmen die Flucht Fortwanderung auf sich, durch göttliche Kraft in die Alle Weissagungen wurden überall aufgehoben und nur der Christus Gottes und nur der Eine Gott, der durch ihn verkündigt ward, wurde bei jedermann gepriesen.
unser Erlöser hat, durch seine Anrufung und durch Gebete, die durch ihn zu dem über allem stehenden Gott geschickt werden, die Überbleibsel der bösen Dämonen Leibe zu vertreiben Vollmacht gegeben denen, die rein und ungeschminkt dem besseren Leben der von ihm überlieferten Weisheit
nachgehen?
und geistige und vernünftige Opfer, die dem Einen Gotte allein, dem Allkönig, von gebracht werden.
unsichtbarer Kraft öscht und bewirkt, daß sie fernerhin mehr geschehen, sodaß es auch die Geschichte der Griechen bezeugt, 12 13 da nicht vor. sondern nach der göttlichen Lehre der Zeit Hadrians alle Menschenopfer auf der ganzen Erde aufgehoben wurden?
Wahrheit zu bezeugen und seine göttliche Kraft und Leben zu bekennen? Denn es sind die Werke Lebendiger und keineswegs Toter, und man sagt, daß das, was sichtbar ist, die sei, was fern von jeder Gestalt und unsichtbar ist.
Geschlecht der Dämmonen das Leben der verführte es und vermochte viel. Als es aber aus den wurde, wurde es aufs Land geworfen, verächtlicher ohne Atem, ohne Bewegung, ohne Stimme, und nicht mehr gab es ihr Wort noch ihr Gedächtnis.
einmal die kunstgerechten Worte noch die lehrhaften Theorien prüfen wir mit den Sinnen des Leibes, noch hat jemals jemand den Verstand des Menschen, geschweige denn Gott und die Kraft Gottes mit Augen gesehen, sondern nur aus den Werken können wir Deswegen ziemt es sich, auch bei dem Erlöser unser aller die verborgene
93 Kraft aus seinen Werken zu erkennen und zu beurteilen, mag es nun nötig sein zu gestehen, das. was bis jetzt von ihm sei Sache eines Lebendigen, oder mag man sagen, es sei Sache eines Nichtseienden. Oder ist die Frage töricht und ungereimt? der nichts ist, ist nach allgemeinem Urteil offenbar nichtseiend und nichts
vermögend, weder zu wirken noch zu handeln. Denn das ist der Toten, die der Lebendigen aber ist das Gegenteil.
diese Werke seien? Lerne!
gesehen wird, indem sie warfen und schossen mit unzähligen Worthieben, der Unsichtbare aber schützte sich unsichtbar vor aber wann sie nicht mehr auf Einen Wink Gottes, sie, die vor kurzem üppig und glückselig gl"uckselig waren, die von gepriesen wurden, die im Kreislauf vieler Jahre ihr Reich glänzend
regierten, solange ihnen das lieb und friedlich war, was in späterer Zeit bekämpft wurde. Als sie sich aber änderten und mit Gott sich erfrechten und ihre Götter dem unsrigen sie ihnen Beschützer und Vorkämpfer seien, da in Einem Augenblick und auf den Wink und durch die Kraft
des Bekämpften die Strafe für ihre Frechheit, flohen und ihm den Rücken wandten, seine Gottheit und zuließen und gestatteten das Gegenteil von dem, was sich erfrechten. Der aber errichtete sofort das Siegeszeichen auf der ganzen Erde und schmückte die ganze Schöpfung
mit Tempeln, die rein und wie für die Gebete bestimmt er in jedem Dorf, in jeder Stadt, an allen Orten und in der Wüste der Barbaren heilige und geweihte Stätten für Allkönig, den Herrn des Alls heiligte, woher auch das, wurde, des Namens des Herrn gewürdigt wurde, und nicht
seiten der Menschen eignete ihnen zufällig dieser Beiname, 16 17 auch von seiten des Herrn des Alls. Deswegen wurden sie des Namens „Haus des Herrn" gewürdigt.
jede Hoffnung abgeschnitten war, einer zweiten, viel besseren Erneuerung gewürdigt als früher? Das größte sie erneuerte keineswegs nach dem Tode der mit Gott kämpfenden Kaiser, sondern während die noch am Leben waren, die sodaß sie durch ihren eigenen Mund und durch ihre
Schrift den Widerruf ihrer Frechheit verkündeten. Dies taten während sie in Ergötzung Geist, wie jemand meinen möchte, sondern durch Gottes Hiebe angetrieben.
sind eines Lebens der Weisheit, und weibliche Priesterinnen und Scharen von Jungfrauen, die in vollkommener Heiligkeit die ganze Zeit ihres Lebens existieren, durch die Lehre der göttlichen und in der ganzen Welt zusammengebracht.
Wein und mit Lagern auf der Erde willig auszuhalten und die Ausdauer eines festen und kräftigen Lebens mit Besonnenheit wer überredete dazu die Weiber und Myriaden von Kindern und Mengen von Männern, sodaß er durch das Schrift bewirkte, daß sie den vernünftigen
Speisen gegen die leiblichen Speisen eintauschten?
daß es nötig, sei, um dieser Dinge willen keusches Leben zu kümmern. Denn sonst, wenn sie sei es unmöglich, sich dem Joch wird von dem, der von uns allein Gott genannt wird, bis jetzt bewirkt.
Aber dies wollen wir lassen uud vielmehr auf andere 95 Weise dem, dessen Verstand versteinert ist, auch von solchen Fragen aus nahen, indem wir ihn so fragen: Wohlan, du, laß los ein vernünftiges Wort, bringe eine Frucht hervor, nicht aus törichtem Herzen, sondern aus geistiger und vernünftiger Seele und sprich, indem
dir selbst nachsinnst!
Kommens, die Art seines Lebens, seine Kraft, seine Worte und Taten vorher in den göttlichen Schriften beschrieben haben?
könighlichen Ort völlig von Grund aus zerstörte und ihren Tempel zusammen mit seinen Heiligtümen zu Boden stürzte?
aufgelöst würde“? Über seine Kirche aber sagte er: „Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Riegel des Scheol sollen sie nicht überwältigen“.
Lehrern der ganzen Menschenwelt machte, wie scheint dir das? Daß er ihnen dann versprach, mit dem Worte sagte und durch die Tat sie zu Menschenfischern machte und so große gab, daß sie sogar Schriften verfaßten diese so bestätigte, daß sie in der ganzen Welt in alle Sprachen der
96 Griechen und Barbaren übersetzt und bei allen Völkern und daß man glaubte, die in ihnen geschriebenen Worte seien göttlich?
und die schwersten Qualen ertragen sollten?
sondern auch denjenigen, die von ihnen die Lehre empfingen und wiederum auch denjenigen, die noch später Jünger wurden und den- 21 22 jenigen, die bis jetzt zu unserer Zeit Christen sind, die Kraft in ihrer Seele so befestigte, daß sie. obwohl sie nichts Todeswürdiges Strafen und alle Arten der Foltern gern um der Gerechtigkeit des oberhalb von allem stehenden Gottes willen ertrugen, wie sollte das nicht
jedes Wunder übersteigen?
mit verborgener Kraft und mit unsichtbarer Rechte seinen Widersacher?
und Einheit unter allen Völkern nebenher und indem durch die Propheten Gottes der Friede der Völker in Welt vorher verkündigt ward und das von ihm in alle Völker Wort.
Beweise der göttlichen Kraft des Logos Gottes, des Erlösers aller, die 97 bis jetzt gesehen werden, zu sammeln und zu zeigen, das niemals und von Ewigkeit her keiner, weder bei Griechen noch bei Barbaren, eine derartige vorzügliche und göttliche Kraft bei jedermann als Erlöser des Alls und eingeborner Logos
von allem stehenden Gottes verkündigt wird. Was aber rede Menschen, da ja nicht einmal von denen, die bei allen Völkern Götter genannt werden, eine Natur wie diese auf Erden erschienen ist! Oder wer will, möge es zeigen. Es möge 23 24 es gibt, und uns sagen, von welchem Gott oder Heros von aller Ewigkeit her jenials gehört wurde, daß er die Lehren, die ein ewiges Lehen und ein himmlisches Reich verursachen, den Menschen überliefert habe wie unser Erlöser, der bewirkte, daß Myriaden Mengen in der ganzen Welt durch seine weisen Lehren geübt erzogen wurden, und
sie überredete, tiberredete, einem himmlischen Leben nachzujagen, dies zetiliche Leben aber zu verachten und die himmlischen Wohnplätze zu erhoffen die für die gottliebenden Seelen aufbewahrt sind.
Strahlen seiner Lehre die Erde erhellt und erleuchtet, sodaß auf der ganzen Erde dem Einen Gott Einen und denselben Gottesdienst vollendeten?
er das Gesetz gegeben hatte, sie überzeugt? Als dann aber alle mit ihm kämpften, hat er, obwohl er nur Einer war, das entgegenstehende Heer vernichtet und ist besser erschienen als alle Götter und Heroen von Ewigkeit her, sodaß Menschenwelt der eingeborne Logos Gottes von allen Menschen genannt
wurde.
98 und hat sie zubereitet, nicht die Leiber zu mästen, sondern durch die göttliche Lehre zu beleben?
25 streiten, er aber hat ungesehen und verborgen sie vernichtet und die Seinen mit den göttlichen Häusern zu großem ist es nötig, durch Worte die göttlichen die besser sind als jedes Wort, sammeln zu wollen, da ja auch, wenn
wir schwiegen, die Dinge schreien würden zu denen, die Seele besitzen,
Menschengeschlecht den Zugang zur wahren Frömmigkeit vermöge seiner des Logos Natur empfing, sodaß fortan in der ganzen welt Plätze für das Anhören der Worte und für richt in der göttlichen Lehre bestanden und barbarische und Menschen ihren Sinn zur Friedfertigkeit änderten, sodaß die vernünftige
Beschaffenheit ihrer Seele eben seine des Logos Tüchtigkeit durch die sie ihren Vater im Himmel, den Erlöser aller, den Logos Gottes, den Allkönig erkannten und eben ihm durch ihn dem, der die Ursache alles Guten ist, die schuldigen Hymnen und Segnungen und die gebührenden Bekenntnisse darbrachten,
fortan fromme Hymnen und Bekenntnisse, die zu denen der Engelscharen im Himmel stimmen, auch von den Bewohnern des στοιχεῖον der Erde jeden Tag und jede Nacht geschickt wurden.
Myriaden andere Dinge wie sie, um derentwillen er, als er in die Welt der Menschen kam, keineswegs das tat, was seiner Gewohnheit entsprach, er der unkörperlich ist und verborgen durch die geht, der eben in Werken, denen im Himmel und denen auf Erden, 26 27 99 seine gewaltigen Taten zeigt, sondern in neuer und in einer seiner Gewohnheit fremden Weise. Denn durch ein sterbliches Instrument d. h. den Leib hielt er, wie der König durch einen seine Reden zu und seinen Umgang mit den Menschen, indem er sich bemühte, das Sterbliche durch das ihm Ähnliche lebendig zu
machen zu erlösen.
Gefäß gebrauchte und zu dem Verkehr unter die Und wie sollte sonst die göttliche, verborgene, unsichtbare οὐσία, eben der unleibliche und unkörperliche Verstand, Gottes, den leiblichen Menschen, die in die Tiefe des Bösen eingetaucht waren und im Werden und auf Erden Gott suchten, und anders
den Schöpfer der Schöpfung des Alls schauen können oder wollen, — wie sollte sie sonst sich in menschlicher Zusammensetzung und Gestalt, die uns bekannt wird wie durch einen Dolmetscher? Denn wie sollten die leiblichen Augen anders das Unkörperliche Gottes sehen? Wie sollte aber die sterbliehe
Natur den Verborgenen, Unsichtbaren entdecken, ihn, den sie aus Myriaden Werken nicht erkannt hat? Deswegen also bedurfte er eines sterblichen Instrumentes und eines passenden Hilfs mittels für unter den Menschen, weil ihnen dies lieb war. Denn man sagt, daß alle das lieben, was ihnen gleicht. Denn wie der Großkönig Dolmetscher sehr nötig hat, der die Worte des Königs verschieden sind an Gehör d. h. in der Sprache, und so hat auch der göttliche Logos, der die Seelen im Leibe zu heilen bereit war und sich auf Erden zeigen wollte, ein Medium, gleichsam einen Dolmetscher und ein körperliches Vehikel nötig. Es
28 29 war dies ein menschliches Instrument, durch das er die Beschaffenheit der geheimen Tiefen der Gottheit den Menschen offenbarte. Und nicht nur dies, sondern auch denen, die sich über die Sinneswabrnehmung dessen, was man sieht, freuen und in Bildern und Schnitzarbeiten
γλυφαί seelenloser Götzen Götter suchen und die phantasieren, Gott sei in ὕλη und in Körpern und die um ihrer Schwäche Wahnsinns willen sterbliche Menschen von Natur Götter ihnen zeigte sich gerade so auch der menschenfreundliche Logos Gottes. Deswegen machte er sich als allerheiligsten Tempel ein körpernliches 100
Instrument, eine sinnlich wahrnehmbare Wohnung für Kraft, ein reines und ganz vorzügliches alle seelenlosen Götzen. Denn das aus seelenloser ὕλη bestehende das nach Art des Erzes und Eisens, des Goldes und Elfenbeins, der Steine und Hölzer in ὕλη zum Irrtum der Toren durch
Männer gefertigt ist, war als passend. Das göttliche Bild aber, das mit der geschmückt war, hatte am Leben und an der geistigen οὐσία Bild voll jeglicher Tugend, ein göttliches Bild als Wohnung Logos und als heiliger Tempel des heiligen Gottes, das durch die
Kraft des heiligen Geistes bereitet war. Der in ihm wohnende Logos war mit den Sterblichen durch das ihnen Verwandte d. h. durch den Leib wie durch einen Dolmetscher zusammen und wurde dadurch erkannt, keineswegs aber verfiel er ihnen gleich den Leiden, noch war er nach Art der menschlichen Seele an den Leib gebunden, noch änderte
er sich in seiner Gottheit, indem er an sich geringer erschien. Denn wie die Strahlen des Sonnenlichtes nichts leiden, wenn sie das All erfüllen und tote und unreine Körper berühren, Kraft des Logosgottes in ihrer οὐσία noch viel weniger und wird 30 31 nicht geschädigt, noch wird sie jemals geringer als sie selbst ist, sie unkörperlich einen Kürper berührt.
zeigen will. Ein griechischer Mythus aber lehrt, daß seinem Gesange allerlei Tiere bezauberte und den Grimm der Wilden besänftigte, indem die Saiten an dem Instrument mit dem wurden, und dies wird in der Schar der Griechen besungen und geglaubt, daß eine seelenlose Leier die Tiere bändigte und dab sogar Bäume
und Eichen umänderte das, was der Musik ähnlich der allweise und ganz vorzügliche Logos Gottes den Seelen die in mannigfaches Lnheil verstrickt waren, allerlei Heilungen, ergriff das musikalische Instrument, das Werk seiner Weisheit, den Menschen mit Händen und stimmte durch ihn Gesünge und Besehwürungen für
die vernünftigen, aber nicht für 101 heilte jede wilde Sitte der Griechen und der Barbaren und die rohen und tierischen Leidenschaften der Seelen mit den Heilmitteln göttlicher Lehre und zeigte den kranken Seelen, die Gott im Werden und in den Körpern suchen, wie ein vorzüglicher Arzt durch ein ihnen verwandtes
und Hilfs mittel Gott im Menschen. Und ferner kümmerte er sich um die Leiber nicht weniger als um die Seelen und bereitete für die leiblichen Augen der Menschen das, was er durch zu sehen: staunenswerte Wunder und göttliche Zeichen dem leiblichen Ohre aber ferner verkündete er die Lehren durch Zunge
und Fleisch, alles dies aber vollendete er durch den Leib, den er trug, wie durch einen Dolmetscher für diejenigen, die nicht anders so seine Gottheit wahrnehmen können. Dies aber wurde verrichtet nach dem Willen seines Vaters, indem er selbst wiederum, ohne ὕλη und ohne Körper blieb, wie er auch
vordem bei seinem Vater war, ohne daß er in seinem und ohne daß etwas von seiner Xatur vernichtet ward und 32 33 die Fesseln des Leibes gehindert und ohne nur dort zu seiu, wo sein menschliches Instrument war, und ohne von anderen Orten des Alls ferngehalten zu sein. Sondern freilich auch damals, als er unter den Menschen lebte, erfüllte er das All, war mit dem Vater und war in ihm und
damals für alles zugleich, für das was im Himmel und nach unserer Art von der Allgegenwart ausgeschlossen noch in seinem gewohnten göttlichen Handeln gehemmt, sondern er zwar von sich aus dem Menschen, d. h. dem Leibe, andererseits aber empfing er nichts von dem Menschen, und unterstützte
göttlicher Kraft das Sterbliche, nahm aber nichts auf aus des Sterblichen. Nicht wurde der Unkörperliche befleckt, Körper geboren ward, noch litt er, der ohne Leiden ist, Wesen, als das Sterbliche wieder von ihm getrennt wurde, deswegen weil nicht einmal, wenn es so sichträfe, sobald eine Leier zerborchen
wird oder ihre Saiten zerrissen werden, derjenige etwas leidet, der sie schlägt, noch würden würdern wir mit Recht sagen, Mannes bestraft wird, daß die Weisheit des Weisen oder die Leibe geschlagen oder verbrannt wird. So ist es noch viel weniger richtig zu sagen, daß die Kraft des göttlichen g"ottlichen 102
Schaden an den Leiden des Körpers nahm, weil nicht einmal das des Lichtes gestattete, daß die Strahlen vom Himmel auf die Erde gesandt werden und Schmutz und Lehm und Befleckung jeder Art berühen, etwas befleckt werden. freilich hindern zu sagen, daß auch sie vom Glanz des
daß aber das Licht nicht trübe, noch die Sonne die Vermischung mit den Körpern, obwohl dies der Natur nicht fremd wäre. Der Logos Gottes aber, ohne ὕλη und der das Leben selbst und das verständige Licht selbst ist, — alles, er mit unkörperlicher göttlicher Kraft anrührt,
Lichte sein. So ist auch der Leib, den er anrührt, geheiligt und sogleich erleuchtet und jede Krankheit, jeder Schmerz und jedes Leiden wandert aus, das aber, was Mangel hat, empfängt Fülle. Deswegen verbrachte er das ganze Leben derartig, indem 34 35 sein Bild Leib in uns ähnlichen Leiden zeigte, bald aber den Logosgott offenbarte in gewaltigen Taten und staunenswerten Werken gleichwie Gott, und indem er durch Weissagungen voraussagte, was kommen wird, und den für viele unsichtbaren Logos Gotes eben zeigte in wunderbaren Taten, Zeichen und Wundern und in absonderlichen
Kräften und ferner in göttlichen Lehren, Seelen der Menschen nach oben zur himmlischen Stadt zu führen, daß sie zu den Bürgern droben eilen wie zu Brüdern ihren Vater im Himmel erkennen, und die die Vorzüglichkeit ihrer Art: die verständige und vernünftige οὐσία lehren, damit sie nicht irren,
und indem er sie so ermahnte, auf der Stelle in aller Keuschheit und Heiligkeit so zu leben, daß sie ihre Auswanderung von hier leicht und ungehindert vollziehen könnten und das ewige Leben bei Gott, dem Königh des Alls, Licht und das Königreich des Himmels mit den Scharen der heiligen
Engel zu empfangen.
bei dem Vater war und durch einen Menschen Gott den Menschen zeigte in gewaltigen Taten und staunenswerten Werken mit göttlicher Kraft, und durch wahre Weisheit säte er die Lehre und lehrte Verwandtes in nicht geringerem Maße als was er handelte, in nicht geringerem Maße als was er lehrte. Die Lehre des Lebens
aber überlieferte und die Worte des Lichtes warf er keineswegs auf ein Blatt Papier noch auf vergängliche Tierfelle, sondern in die Jünger verzeichnete er wie auf geistige Tafeln die Lehre von Gottes. In seiner ganzen Lehre über die Sache des Himmels wurden verborgene, niemals gehörte Worte überliefert und die Erinnerung an
das Leben bei Gott und an den himmlischen Vater der auf Erden gottliebenden Seelen, den er auch im Gebet sie anstachelte, anzurufen und zu sagen: „Unser Vater im Himmel", und die Einsicht in ihre Art droben im Himmel ward überliefert durch das, was er lehrte, damit sie es verständen. Wenn du aber liebst, auch an der Theorie dieser Diuge
teilzuhaben, so ist reichlich Gelegenheit, dich dem Hören der 36 37 seiner Jünger zuzuwenden und die Schrift nach allen Seiten kennen zu lernen über seine Taten und über seine Worte, sodaß du du in Wahrheit Gott siehst und den göttlichen Logos, wie er durch einen Dolmetscher mit den Menschen, uns ähnlich an Leiden zusammen war, und wie der
Unsterbliche mit den Sterblichen redete, und wie Unkörperliche ein Bild aus menschlicher Natur anzog, und wie der Gott in ihm sein Bild antrieb, und wie der Erlöser aller göttliche Reden losieß und göttliche Lehre vortrug und alle Krankheiten und Schmerzen heilte, und wie der, in dem kein Falsch war, zu guten Werken bereit war, und wie er das,
was kein Auge je gesehen und in keines Menschen Ohr gekommen ist, in gewaltigen Taten vollendete. So brachte er seinen Jüngern den Anfang der Vorzüglicheit bei Gott nahe und machte sie weise mit unaussprechlicher Kraft und bereitete sie zu wahren Herolden seiner Gottheit. So heilte er ferner diejenigen, deren Seelen durch allerleiSüdnen Südnen
verderbt waren, indem er bald für die Leiden die entsprechende Hilfe 104 Arznei gewährte, bald aber die mystische Theorie der göttlichen Lehre denen überlieferte, die sie aufnehmen können. Was aber habe ich nötig zu sagen, wie er die Feinde der Wahrheit mit gebührender Widerlegung schön und freundlich aufnahm, indem er auch sie zumal heilte und
durch die Freimut seiner Worte unterwies, und wie er sich jedermann demütig darbot als ein hilfreicher, langmütiger und gefühlvoller Arzt aller nur der Seelen, sondern auch der Leiber? Deswegen hatte das hebräische Prophetenwort die Bezeichnung mit dem Namen Jesus vorher für unsern Erlöser geprägt, indem es das Wort Jesus als Arzt aller
auffaßte. Die Bezeichnung aber mit dem Begriff der Heilung für Jesus bewährte er durch Taten, indem er die Seelen der Menschen in der himmlischen Lehre unterwies und alle Leiden, Schmerzen und Krankheiten der Leiber mit der Kraft des heilenden Wortes heilte. Bald reinigte er die, die aussätzig waren, an ihrem Leibe, bald trieb er durch
einen Befehl die Dämonen in den Menschen aus, bald wieder gewährte er reichliche Heilung denen, die durch Krankheit gequält wurden, bald sagte er dem, dessen Leib schlaff und dessen Glieder insgesamt gelähmt waren, nur mit einem Worte: „Stehe auf, nimm dein Bett und wandle“, der aber tat, was er ihm auftrug. Den Blinden wiederum zu anderer
Zeit verschaffte er den Anblick des Lichtes. So entschloß sich ferner 38 39 einmal ein Weib, dessen Blutfluß sich ergoß und das vom Schmerz gequält war, — als sie sah, daß und ihr nicht gestatteten, zu knieen und um Befreiung von ihrem Schmerz zu bitten, — wenn auch nur den Zipfel seines Gewandes zu berühren, schlich heran, ergriff den Zipfel seines Gewandes und ergriff zugleich auch
die Heilung von ihrem Übel und ward im selben Augenblick gesund, indem sie den größten Beweis der Kraft des Logosgottes davontrug. Mann aber, ein Sklave des Königs, fiel, als es seinem ging, vor ihm nieder und empfing es sogleich gesund, ein anderer wiederum seine Tochter — es war ein Synagogenvorsteher der Juden —
aber dieser empfing sie gesund, nachdem sie bereits gestorben war. Was habe ich nötig zu sagen, wie ein anderer Toter nach durch die Kraft des Erlösers aller auferstand, als er nur 105 mit dem ihn der alles lebendigmachende Logos rief? Oder wie er auf dem Meere gleichwie auf der trockenen Erde seinen Weg nahm und oben
auf dem Rücken der W asser sein Instrument ließ? Oder wie er, als seine Jünger segelten und kam, das Meer, das Unwetter und den Wind bedrohte und nur mit einem Worte befahl, die aber sofort schwiegen, erschreckt wie von der Stimme ihres Herrn? Daß er aber fünf Schar von Myriaden Weibern und Kindern mit ihnen war, von Broten an der Zahl fünf vollständig sättigte, daß empfingen als ausreichend war, um zwölf Körbe zu füllen,—wer sollte darüber nicht staunen und wen sollte das nicht mit zur Erforschung seiner verborgenen Kraft?
andern gewaltigen Wundern also empfängt, wer will, den und offenkundigen Beweis für noch mehr aber daraus, wenn er aucb bedenkt, daß vorauswußte und vorausverkündigte, daß die göttliche Kraft in gewaltigem Wechsel zur Vorzüglichkeit kommen
werde, und daß er sich als den Täter dieses durch Werke seine Verheißung bewahrheitete. Dinge demgemäß wird jemand im Überflusse finden, wenn er aus den Prophezeiungen und Erfüllungen die seiner Gottheit prüft, die auch wir zu passender Zeit erwägen werden.
40 41
sein Tod also, der verkündet wurde, hatte am Wunder teil, da den übrigen Menschen gleich geschah. Denn er wurde weder durch eine Krankheit vernichtet, noch durch Erdrosselung, noch durch Feuer, noch wurde er am Kreuz, dem Siegeszeichen, den übrigen Missetätern gleich mit dem Eisen geschnitten, noch litt er das geringste Etwas
von einem der Menschen, die zu töten gewohnt sind, und einen gewaltsamen Tod, sondern freiwillig übergab er es allein, sein Instrument, den Verleumdern. Das aber wurde sogleich von der Erde erhöth.
aus dem Leibe. Deswegen überlieferte er seinen Jüngern Tode eben dies Wort, lehrte und sagte: „Niemand nimmt meine Seele von mir,
und „ich lasse mein Leben für meine Schafe“. Todes aber stellt er in kurzem hin, indem er sagt: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es nur es aber stirbt, bringt es viele Früchte.“
und vollzog seine Auswanderung aus dem Leibe. Dann aber wurde sein Leib von seinen Jüngern herabgenommen Grabe übergeben; wiederum aber am dritten Tage nahm er es, er der vorher freiwillig aus ihm ausgewandert war, und wiederum zeigte er sich im Leibe und im Körper als eben jenen, wie er auch 42 43 seinen Jüngern, mit denen er etwas redete und kurze war. Dann stieg er auf dorthin, wo her er war, und vollzog vor ihren Augen seinen Lauf und seinen Aufstieg zum Himmel , vor seinen Jüngern, denen er auch Lehren für ihr Tun überlieferte Lehrern der Gottesfurcht Gottesfurcht für alle Völker unachte.
kommen und eben diese durch offenkundige Zeugnisse bestätigen. Indem er also ein sterbliches Instrument wegen der vorher genannten Gründe gleichsam als gottgeziemendes Bild gebrauchte und seiner Hilfe wie ein Großkönig vermittelst des Dolmetschers in der Menschen einzog, tat er alles würdig der göttlichen Kraft.
er den meisten einer Halluzination gleich geworden.
Tode der Vollendung gewürdigt,
er den Prophezeiungen, die über ihn vorhergesagt waren, die entsprechende Erfüllung geboten,
ein gottgeziemendes Ennde zustoßen mußte, wurde es in dieser Weise dem Tode eingereiht. Denn zwei Dinge blieben übrig beim Ende: entweder das Ganze dem Verderben und dem Untergange preiszugeben und den schimpflichsten Lebensausgang des ganzen Kampfes zu veranstalten, oder sich besser als den Tod zu zeigen und mit göttlicher
Kraft das Sterbliche unsterblich hinzustellen. Das erste aber war nicht der Verheißung entsprechend. Denn nicht ist es Sache kalt zu machen, noch des Lichtes, finster zu machen. So ist es auch 108 nicht Sache des Lebens zu töten, noch des Logos zu handeln. Welchen Grund also hatte der, der anderen das Leben
verhieß, die Vernichtung seines eigenen Instrumentes sein Bild dem Untergange preiszugeben und den Dolmetscher seiner Gottheit dem Verderben des Todes darzubieten, er, der denen, die zu ihm ihre Zuflucht nahmen, das ewige Leben vorher anriet? Also war das Zweite notwendig, ich meine aber dies, daß er sich
als den Tod. Wie also sollte er dies machen? Heimlich und durch Diebstahl oder jedermann offenkundig und klar? Wenn aber das Werk heimlich und verborgen von ihm getan wäre, bekannt geworden und hätte niemandem genützt. Wenn es aber verkündet 46 47 kündet und von jedermann gehört wurde, bot es allen Menschen die Hilfe, die aus dem Wunder kommt. Mit Recht also floh er, da er sein Instrument besser als den Tod zeigen mußte und dies Verborgenen, sondern nur vor den Augen der Menschen tun durfte, den Tod nicht. Denn er wäre sonst für geige und für schlechter als
der Tod gehalten. Durch den Kampf mit dem Tode aber wie mit einem Ringkämpfer stellte er das Sterbliche als unsterblich er den letzten Kampf für die Erlösung aller aufgenommen hatte.
Vernichtung der polytheistischen Verirrung. Als er begann unter den Menschen anerkannt zu werden und er bald vorzüglich unter der Menschen wandeln sollte, erschien es ihm notwendig, vor allem die Feinde und Hasser der Menschen, eben sie, die früher fälschlich für Götter gehalten wurden, als die Fürsten des Bösen und als wilde Tiere
zu vertreiben. Auf der Stelle aber führte der göttliche Logos sein Instrument in das Land der Feinde und Hasser, das die Schrift mystisch „Wüste“ und frei von allem Guten nennt. Dort handelte er vierzig Tage und ebensoviele Nächte und tat das, was Sterblichen gewußt und kein Auge des Menschen gesehen hat. Die prophetischen
Zeugnisse aber lehren es, mit denen die Erfüllung der göttlichen Schriften übereinstimmt, in denen geschrieben wurde vom heiligen Geist in die Wüste zu werden, und er war dort vierzig Tage und vierzig Nächte und war mit den Tieren zusammen." Was waren diese Tiere anders)
109 als die Häupter der Dämonen, die der Weise: „Schlange“, „Natter“, „Löwe" und „Drache“ wegen der Ähnlichkeit ihrer Bosheit mit Bezug auf ihn so nannte und sprach: „Auf die Schlange und die Natter wirst du treten und den Löwen Drachen zermalmen.“ Das andere aber, was in der Wüste geschah, zeigte
das Wort an, indem es so mit Bezug auf das Instrument, das er trug, sagt: „Mit einer Waffe wird dich umgeben seine Wahrheit. Nicht wirst du dich fürchten vor der Furcht der Nacht und vor dem Ge- 48 49 schoß, das am Tage fliegt, vor dem Dinge, das in wandelt, und vor dem Geiste des Dämons am Mittag. An werden Tausende fallen und Myriaden zu deiner Rechten und dir werden sie nicht nahen.“
gesagt über den Kampf in der Wüste, mit den unsichtbaren Geistern stattfand. Alle diese Nächte Tage hindurch also, kämpfte der Logos Gottes ganzen Geschlecht unter der Luft und vertrieb es in kurzem und verfolgte die ganze Schar der Feinde nicht wie Gott mit unkörperlicher,
nackter Kraft, sondern durch den Leib, den er trug. Deswegen, weil früher das ganze Geschlecht der Menschen ihnen war, deswegen besonders machte er alle Familien der Dämonen diesem Menschen Untertan, weil es nämlich notwendig war, eben besiegt and den Feinden nicht mit Recht Untertan war, nicht
nur zum Befreier, sondern auch zum Sieger über seine Feinde zu machen und zu zeigen, daß besser als Götter gehalten wurden, wegen der Gemeinschaft mit sein Geliebter sei, den er nach seinem Bilde und Gleichnis gemacht hatte, wie in den Worten der Schrift mystisch geschrieben ist.
Als also der Kampf gegen diese ein Ende fand, da stieg fortan siegbekleidet der Erlöser von uns allen aus der Wüste Leben unter den Menschen und befreite ihre Seelen, indem er sie aus den Fesseln der Dämonen löste und Verborgene offenbarte, vor allem das, was er gegen die unsichtbaren
Feinde tat. Er sagt aber so und stellt folgende Worte hin: „Fasset Mut! Ich habe die Welt besiegt“, und auch die Art seines lehrte er durch das, was er seinen Jüngern im Gleichnis mand kann eintreten in das Haus des Starken und seine Gefäße rauben, 110 wenn er nicht zuvor den Starken fesselt, dann aber wird er auch sein
Haus plündern.“ Er hat also den Starken gefesselt und das der Dämonen vertrieben und sogleich die Seelen sich zu eigen gemacht, indem er sie aus der Bitterkeit und der Knechtschaft und der Verirrung des Polytheismus befreit hat.. Aber dieser erste Kampf gegen die Dämonen wurde am Anfang
unter den Menschen vollendet.
zusammen mit den Geistern, die mit ihnen in der Luft über der Erde, ungesehen von den Augen der Sterblichen, umherschweifen, wandten beim ersten Kampfe den Rücken zweiten ἆθλος aus, indem sie auf seinen letzten Lebensausgang barrten und hofften, daß der Tod des Sterblichen nach Art aller Menschen sein
werde. Denn niemals erwarteten sie, daß eine sterbliche sei als der Tod, sondern daß der Tod der derer sei, die zu Einer Zeit die Geburt der Sterblichen erfahren haben. Während sie aber glaubten, daß von Schlimmste sei, dem niemand entfliehe noch entrinne, rang er nach dem
ersten Siegeszeichen wider die Dämonen sogleich auch mit Wie aber jemand, wenn er ein Gefäß unverbrennbar und besser als das Feuer zeigen will, dies Wunder nicht anders darstellt als indem er das, was er in seiner Hand hat, dem Feuer übergibt und es dann heil und unversehrt aus dem Feuer herausnimmt, demgemäß
lenkte auch der alles lebendig machende Logos Gottes — da er das sterbliche Instrument, dessen er sich zur Erlösung unter bediente, besser als den Tod auftveisen und teilhaftig seines Lebens und seiner Unsterblichkeit zeigen wollte — mit Recht und vorzüglich, wie es nützlich ist, die Sache so: Er verließ den Leib kurze Zeit und gab
das Sterbliche dem Tode preis zum Beweise seiner eigenen sterblichen Natur, dann aber kurz darauf erhöhte er das Sterbliche aus dem Tode 51 52 zum Beweise der göttlichen Kraft, durch die er das von ihm verkündigte 111 ewige Leben besser als jeden Tod zeigte.
Menschen früher diejenigen, die vom Tode besiegt waren — sterbliche Männer in Wahrheit, die das gemeinsame Ende empfangen hatten — zu Göttern machten und Heroen und Götter diejenigen nannten, die vom Tode beherrscht waren, so zeigte sich auch in diesem Punkte mit Recht wegen dieser Ursache der freundliche Logos Gottes und zeigte
den Menschen eine Natur, die besser ist als der Tod, und führte das Sterbliche nach seiner Auflösung zu einem zweiten Leben und ließ jedermann das Siegeszeichen der Unsterblichkeit wider den Tod sehen und lehrte allein den bekennen, der im Tode wahrhaftiger Gott ist, der den Siegeskranz wider den Tod auf sein Haupt gebunden hat.
und eine große Opfergabe, der hochheilige Leih unsers Erlösers, wurde ähnlich einem Schafe für das ganze Geschlecht der Menschen geschlachtet und als Ersatz für die Seelen aller Völker, die im Frevel dämonischer Verirrung ihrer Väter befangen waren, geweiht. Daher war fortan die ganze unreine und unheilige Kraft der Dämonen vernichtet, und aufgelöst
und zerstört war auf der Stelle mit besserer Kraft der ganze eitle und irdische Irrtum. Das erlösende Opfer also aus den Menschen, das leibliche Instrument des göttlichen Logos, wurde für die Herde aller Menschen geschlachtet. Dies aber war das Opfer, das durch die Verleumdung 53 54 der Menschen dem Tode überliefert wurde, über das die Worte der heiligen Schrift ausrufen, indem sie bald so sagen: „Siehe das Schaf Gottes, siehe, was da trägt die Sünde der Welt“, indem sie 112 aber bald so vorausverkündigen: „Wie ein Schaf wurde er geführt und wie ein Lamm verstummte er vor dem Scherer“. Die
Ursache lehrt sie, indem sie sagt: „Wahrhaftig, unsere Sünden ertragen und unsere Schmerzen hat er erduldet. Wir aber achteten ihn für zerzaust, geschlagen von Gott und gedemütigt. um unserer Sünde willen willen. Die Zucht unseres Friedens ist auf ihm und durch seine
Wunden werden wir geheilt. Wir alle irrten wie die Schafe und. wandten uns ein jeder seines Weges, und der Herr hat ihn treffen lassen die Sünden unser aller." Das leibliche Instrument also wurde wegen dieser Ursachen geopfert, der Hohepriester aber, der von Gott, dem König des Alls und dem Herrn des Alls, zum Priester
geweiht ist. der ein anderer ist neben dem Opfer, der Logos Gottes, die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes, führte kurz Sterbliche herauf aus dem Tode und stellte es als den Erstling der Erlösung von uns allen und als teilhaftig des unsterblichen Lebens bei Gott hin, und richtete es als ein siegbekleidetes Zeichen wider den Tod
und die Schlachtreihe der Dámonen vollendeten Menschenopfer für alle Menschen auf, woher ihm Name des Messias beigelegt ist, der bei den Herbräern des Hohenpriesters hat. Beide Namen also empfing er: den des Erlösungsopfers zeigt der Name Jesus an und den des Hohenpriesters, des
Wortes Gottes, der für alle zum Priester geweiht ist, tut die Sitte der Hebräer betreffs des kund.
jene, die ihn bald in der ganzen Welt verkündigen und allen Völkern dargebotene Gotteserkenntnis lassen sollten. Es war notwendig, daß gerade sie eine gewaltige Überzeugung 113 des Lebens nach dem Tode empfingen, damit sie ohne Furcht und Zagen vor dem Tode den ἀγών wider die polytheistische Verirrung
willig unternähmen. Denn wenn Tod zu verachten, wären sie auch niemals bereit entgegenzugehen. Deswegen bewaffnete er sie notwendig gegen die Herrschaft des Todes, indem er nicht mit Reden und Worten ihnen die Lehre übergab, noch überzeugend und aus Wahrscheinlichkeitsgründen
mit Worten, den Menschen gleich, einen Befehl über die Unsterblichkeit der Seele anordnete, sondern indem er ihnen eben durch die Tat die Siegeszeichen wider den Tod zeigte.
eine Auflösung der ganzen menschlichen Natur, der des Leibes, gehalten und niemand hat jemals vermocht, dies Furchtbare von den Menschen zu entfernen und zu vertilgen. Alle vielmehr waren sie Wehklager, Kleine und Große, zumal und Massen und Scharen und aller Völker, aus Furcht
vor dem Tode, und es gab keinen Trost für die Menschen gegenüber diesem Übel, kein Wort, keine Sitte, kein Leben, keinen Gedanken der Weisen, keine Schriften der Vorfahren, keine Weissagungen der Propheten und keine Offenbarungen der Engel. Besser als alle und höher als alle war der Tod, und es hatte den Sieg inne gegen alle der hohe,
ruhmredige, übermütige Tod, durch den das ganze sterbliche Geschlect geknechtet war und in allerlei Freveln sich wälzte, in Besudelungen mit Blut, in unrechten Taten und im Irrtum jeder Art der bösen, gott- 57 losen Bosheit; denn aller dieser Dinge Ursache war der Tod. Denn da sie nach dem Tode nicht mehr existierten, so taten sie in ihren Lebensführungen das, was vieler Tode würdig war, und einer Rechenschaft nicht unterwarfen, so lebten sie wegen der Auflösung infolge des Todes ein Leben, das kein Leben war, nahmen weder Gott
in ihr Denken auf, das gerechte Gericht Gottes, noch belebten sie die Erinnerung an die ändige οὐσία ihrer sondern hatten den Tod als den Einen harten Herrscher im Gebrauch und redeten sich selbst ein, ß das aus ihm stammende 114 der Leiber eine ösung des ganzen Menschen sei, und nannten
den Tod den reichen Gott, daher der Name Pluton. Und nicht nur der Tod war ihnen ein Gott, sondern auch die kostbaren Dinge vor ihm, die ihnen passen zu einem Leben der Lust. Ein Gott also war ihnen die Lust der Leiber, ein Gott die Nahrung, ein Gott der Same, der in die Erde fällt, ein Gott der Trieb dieses Samens, ein Gott die
Blüte der Fruchtbäume, ein ein Gott die Liebe der Leiber, ein Gott ihre Lust. Daher die Mysterien der Demeter und der Persephone und der Raub der Kore zur Unterwelt und wiederum ihre Rückgabe! Daher die Feste des Herakles, vom Rausch wie von einem stärkeren Gott besiegt, daher die
ehebrecherischen Mysterien des Eros und der Aphrodite! Daher Zeus, der hinter den Weibern herrast und den Ganymedes liebt, und das Mythengefasel von den Göttern, die die Lust lieben Leidenschaften! Aller dieser Dinge Ursache aber war der Tod. Denn sie glaubten, daß der Tod das Ende und die Vollendung des Alls, die Auflösung
und die Vernichtung der Seelen zumal und der Leiber sei, und daß es kein anderes Leben gebe als das des Leibes und führten daher ein Leben schlechter als Tiere.
58 59 und auf den freundlichen Wink seines Vaters eilte er, um ihnen zu helfen, und ersann wie ein sehr freundlicher König die des Todes durch eine menschliche Natur. Obwohl er selbst das Leben und der Logos Gottes und die Kraft Gottes war, so beschloß er dennoch,
nicht ohne den Menschen, dem geholfen wurde, das zu widerlegen, was den Menschen furchtbar war. Deshalb benutzte er eine menschliche Waffe und einen sterblichen Leib, er der unkörperlich war, und besiegte den Tod durch das Sterbliche. Daher wurde eben sein erstes Mysterium des Leibes gemacht, daher das Siegeszeichen des Kreuzes, daher hieß die
Erinnerung an das ewige unsterbliche Leben „sein ächtnis“. Er gebrauchte also eine sterbliche Waffe und zeigte jedermann ein großes Wunder, indem er ein Siegeszeichen der Unsterblichkeit wider den Tod aufstellte. Denn er überließ das Sterbliche dem Fraß des Tieres dem Tode), das aber wurde sogleich ans Holz des Kreuzes geheftet.
damit die sterbliche Natur von jedermann erkannt würde und niemandem weder von den Menschen noch von den Dämonen noch von 115 den besseren Kräften verborgen sei, was geschah. genau das Sterbliche sehen, wie es gleichsam in einem großen Theater die eigene Natur bekannte, damit hinterher der Tod komme wie ein
wildes Tier und sich als das erweise, was er war, damit dann aber nach dem Tode die Kraft des Lebens komme und wiederum jedermann den Sieg wider den Tod hinstelle, indem sie das Sterbliche unsterblich zeigt. Es verließ also auf kurze Zeit den Leib die Kraft Gottes, die ihn beherrschte. Der Leib aber wurde ans Holz gehängt
und war nach kurzer Zeit tot. Aber keineswegs war der Logos, der Lebendigmacher aller, das Tote, sondern das Sterbliche bekannte seine eigene Natur. Und darauf wurde das Tote, das jetzt vom Tode beherrscht ward, von den Menschen herahgenommen und der gebräuchlichen Fürsorge gewürdigt. Einem Grabe aber
den Gesetzen der Menschen. Das Grab aber war eine Höhle, die jüngst erst ausgehauen war, eine Höhle, die kürzlich 60 61 war und noch keinen andern Leib erfahren d h. aufgenommen hatte. Denn sie mußte für ihn allein Sorge den allein wunderbaren Toten. Staunenswert zu sehen war aber auch, wie der Fels auf ebenem Lande allein aufrecht stand und nur Eine Höhle in er nicht, wenn viele Höhlen in ihm wáren, das Wunder dessen verberge,
der den Tod besiegt hatte. Es lag also tot da, das Instrument des lebendigen Gottes, und ein gewaltiger Stein verschloß die Höhle und der Tod prahlte sehr darüber, als hätte er auch von Ewigkeit her unter seine Hand getan, aber noch war keine dreitägige Zeit vorüber, als auch schon das Leben sich wieder zeigte nach
genügender Widerlegung des Todes. Denn wenn er vorher, schneller auferstanden wäre, so wäre er nachdem er wahrhaftig ans Kreuz erhöht und war Τι· in kurzer Zeit den Tod wahrhaftig erduldet hatte, dann erst zeigte der Logos Gottes, der Lebendigmacher aller, die allen Menschen
aufbewahrte Hoffnung durch die Wiedergeburt des Sterblichen.
bestätigten und die ganze Welt durch die Kraft sie Zeugnis ablegten, mit der von ihnen verkündigten Frömmigkeit erfüllten. Sie also, die Augenzeugen waren dessen, was damals geschah, überlieferten durch ihre Zeugnisse die Wiedergeburt, die sie mit eigenen Augen wahrnahmen. Denn nicht wurde von ihnen das, was geschah, bis aufs
Wort und auf die Stimme gehört, sondern es wurde sogar in und genau betastet von denen, die es bezeugt haben. Deswegen lernten auch sie, die durch den Anblick und in Wahrheit das Offenkundige wahrgenommen und die Siegeszeichen wider den Tod gesehen haben, mit Recht den Tod verachten und lehrten eben dies ihre Jünger, nachdem
62 sie die Bestätigung des unsterblichen Lebens von hatten. So atmete aber auch das ganze sterbliche Geschlecht späterhin auf von dem Zittern vor dem Tode, deswegen weil er, der früher gefürchtet war, vor jedermann widerlegt war und weil das Leben nach
dem Tode wahrhaftige Bestätigung empfangen hatte nicht nach der Kunst der Sophisten d. b. Schönredner und auch nicht Auffinden überzeugender Worte, sondern durch Taten, die es ans Licht brachten.
sondern lachten viel und kräftig im Spiel mit dem Schreckmittel des Todes, sodaß sie sogar dem Tode nachjagten aus der Liebe Leben.
Frömmigkeit und Abkehr vom Bösen und Gottlosen. dies, sondern auch über das Leben nach dem Tode wurden fortan bei jedermann wahre Gedanken erregt und richtiges und wahres Denken über das gerechte Gericht bei Gott, dem König des änderte sich seitdem das ganze Geschlecht der Menschen durch unaussprechliche
Worte zur Vorzüglichkeit, spuckte zertrat die unwürdigen Gesetze der Dámonen und den Vätern Vátern her überlieferte Verirrung.
sichtbare Welt nicht mehr anstaunten und verehrten, noch, indem sie nach oben blickten und Sonne, Mond und Sterne sahen, bis zu ihnen ihre Bewunderung erhoben und sie darauf beschräkten, wurden belehrt, den jenseits von diesen Waltenden, den Verborgenen und Unsichtbaren, den Schöpfer alles dessen, was existiert,
des Alls, zu bekennen und ihn allein zu fürchten.
ist als sie.
göttlichen Logos, den Künstler des Alls, die Weisheit des Allgottes als seinen Erlöser.
Angesicht ab von ihrer Art der Verehrung, die ohne Gotteserkenntnis und ohne Gotteslehre war.
wie früher, die Speisen des Leibes und die Trunkenheit, noch die Lust und seine Leidenschaften Götter zu nennen, da ihm durch die Worte seines Erlösers gelehrt ist, seine Glieder auf Erden zu töten.
nannte er den Tod Gott, sondern er bekannte nur den Einen, der oberhalb von allem ist, den lebendig machenden Logos Gottes als seinen öser und als den Besieger des Todes.
mit Gott wider die Wahrheit zu kämpfen wagen, sondern er steht fest im Geist gegen Feuer und Eisen, ist standhaft gegen wilde Tiere, gegen die Tiefen des Meeres und gegen die übrigen Schrecken des Todes. Es spielen mit dem Tode, der früher furchtbar war und von dem zu hören man sich scheute, solche, die Kinder und Weiber ihrer Natur nach 119
sind. Barbaren aber und Griechen zumal, die inbetreff des unsterblichen Lebens volle Überzeugung durch die Auferstehung unsers Erlösers gewonnen haben, jagen einem Leben vorzüglicher Weisheit und Gottesfurcht nach, indem sie das Siegeszeichen wider den Tod und das ewige, künftige Leben ihrem Erlöser zuschreiben.
handelt fortan eben dasselbe Geschlecht der vernünftigen Menschen — dem ja deswegen zu teil geworden ist, auf Erden zu wohnen — handelt eben dasselbe seiner Natur gemäß, da es gelehrt ist, Erinnerung an den allguten Gott zu leben und den Prophetieen der Pro- pheten zu entsprechen, die früher vor Myriaden Jahren
„Es sollen sich erinnern und umkehren zum Herrn, ihrem Gott, alle Enden der Erde und vor ihm niederfallen alle Familien der Völker; denn dem Herrn gehört das Reich und der Völker.“
Engelscharen im Himmel übereinstimmen. Fortan senden zumal mit denen, die um den allerhöchsten Gott kreisen: den Geistern verständigen, unköperlichen kräften, auch sie, denen zu teil geworden ist, unten auf dem στοιχεῖον der Erde zu wohnen, die vernünftigen Seelen der Gerechten, durch den Leib, mit dem sie bekleidet sind, wie
durch ein musikalisches Instrument die gebührenden Gesänge und schuldigen Segenslieder dem Einen Erlöser und der Ursache alles Guten. Was früher niemals stattfand — jetzt läßt das ganze Geschlecht der Menschen in der ganzen Menschenwelt die Gott, dem König es Alls, schuldige Frucht an jedem Tage zu denselben Stunden und in den
gleichen Zeiten wie auf Eine Verabredung sprießen.
Menschen keusch, und von gottesfürchtiger Zucht sind erfüllt in Wahrheit alle Plätze der Barbaren und Griechen. Jetzt senden fremdsprachige und vielsprachige Zungen in Einer Lebensart und nach Einer Verabredung übereinstimmende Segenssprüche an den Schöpfer des Alls und hängen Einem Worte und demselben Gesetz, Einem gottgeziemenden Mysterium
und derselben Lebensführung an. Jetzt ist Eine Harmonie der Seelen und Übereinstimmung der Lehre in der ganzen Welt geschaffen, und auf der Stelle loben zugleich mit denen, die im Osten wohnen, diejenigen, denen es zu teil geworden ist, im Sonnenuntergang zu wohnen, in Einem Augenblicke mit denselben Lehren den Einen jenseits von allem waltenden
Gott, den Herrn der ganzen Welt, und es bekennen keinen andern denn nur den Christus Gottes als die Ursache ihrer Hülfe und nennen ihn Erlöser zugleich mit denen, die im Süden wohnen, diejenigen, die den Norden innehaben. Sie ehren Gott so mit denselben Worten, daß man meinen könnte, der Barbare sei bald nicht einmal mehr am Worte von
dem Griechen zu unterscheiden, und daß der Grieche kein anderer sei 73 74 der Barbare. Denn bei Gott gibt es weder Barbare noch Grieche. Denn jeder, der Gott ürchtet, ist ein Weiser. Jetzt sind die Ägypter, Syrer, Skythen, Italer, Mauren, Perser, Inder, sie allzumal weise geworden durch die Lehre Christi, sind in denselben Dingen weise und allzumal übt, den Tod zu
verachten und dies Leben gering zu ätzen, bieten vielmehr Eine gute Hoffnung durch die ßung des Logos, unsers ösers, dar. Aber sie haben auch gelernt, ß sie das unsterbliche Leben der Seele in der Wohnung des ölbes und das Reich Gottes empfangen üden, das er als ein Pfand denen ß, die von hier dieser Erde Lebewohl gesagt
haben. Eben durch Werke ätigte ihr öser die Verheißung: durch den Kampf mit dem Tode, wodurch er seinen üngern die Nichtigkeit des bei jedermann ürchteten Todes zeigte und das von ihm ihnen versprochene Leben ihren Augen durch offenkundigen Anblick hinstellte, damit sie es ähen, und sein Bild zum Erstling unserer Hoffnung
sowohl auf ein Leben in änglichem Leibe als auf die Unsterblichkeit 121 Sterblichkeit der Seele und auf die engelgleiche ät durch die Auferweckung machte.
ündigte, aus den Schriften seiner ünger ählen und als Schluß jenen vorlegen, die den Anfang meines Sermons nicht anerkennen.
De Theophania (Fragmenta). Eusebius. Hugo Gressmann (Translator). Germany. 2014.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.