mvp-comment-312-1
Wecklein 1888, p. 292
mvp-comment-312-2
viertes Epeisodion: Vor dem neu eingesetzten Gerichtshof, dem Athena als
ἡγεμών und
εἰσαγωγεύς vorsteht (583), bringen die Erinyen ihre Anklage vor, Apollon legt Zeugnis ab und tritt den Erinyen als Vertreter der Sache des Orestes, die zugleich seine eigene ist, entgegen. Darauf fällen die Areopagiten das Urteil. Athena tritt rechts auf. Ein Herold und ein Trompetenbläser schreiten voraus, Bürger von Athen folgen ihr.
κήρυσσε scil.
σίγα (
Eur. Phoen. 1224
σίγα κηρύξαι στρατῷ
). Der
Schol.
:
ὅρα πῶς τὰ νέων ἔθη ἀναχρονίζει. ἃ γὰρ νῦν γίνε ται, ταῦτα τὴν ᾿Αθηνῶν εἰσήγαγε λέγουσαν. ἐχρῶντο γὰρ τῇ σάλ πιγγι ἀνείργειν τὸ πλῆθος θέλοντες
.
στρατόν: natürlich ist das Volk nur gedacht.
mvp-comment-421-1
Wecklein 1888, p. 305
mvp-comment-421-2
Die Verse 770-777 sind von Dindorf als unecht erklärt worden (versus non Aeschylei, sed ab homine scripti qui quae breviter graviterque versibus praecedentibus dixerat Aeschylus loquacitate sua ineptissime dilatavit). Sie scheinen auch wie die a. St. des Euripides mehr die Stimmung des peloponnesischen Krieges als der Aschyleischen Zeit zu atmen.
mvp-comment-422-1
1
mvp-comment-422-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-422-3
παρβαίνοντα, vgl. 229
παρ Διὸς θρόνοις.
θράξομεν,
ταράξομεν,
Prom. 655
πρᾶξαι.
mvp-comment-423-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-423-2
ἀθύμους von der Person übertragen.
–
παρόρνιθας, Schol.
ἀπαισίους. Der Vers scheint als vaticinium post eventum auf etwas Thatsächliches anzuspielen. Vgl.
Enr.
Suppl. 1208
φόβον γὰρ αὐτοῖς, ἤν ποτ᾽ ἔλθωσιν πόλιν, δειχθεῖσα
(nämlich
μάχαιρα)
θήσει καὶ κακὸν νόστον πάλιν.
mvp-comment-424-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-424-2
ὀρθουμένων scil.
τῶν
πραγ μάτων oder vielmehr
τῶν ὁρκωμάτων: wenn der Schwur
tren gehalten wird. Vgl. zu 970.
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2
mvp-comment-425-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-425-3
ἐσμέν, s. g. praes. propheticum. Rauchenstein vermutet
ἀστοὶς ἂν ἡμεῖς εἶμεν.
mvp-comment-426-1
3
mvp-comment-426-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-426-3
πάλαισμα ἄφυκτον τοῖς ἐναντίοις ist der Sprache der Ringschule entnommen: eine Kunstweise im Ringen, der die Gegner nicht ausweichen können.
ἔχων, an meinem Beistand.
mvp-comment-427-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-427-2
δορός (gen. relat.)
νικηφόρον
s. v. a.
δορὸς νίκην φέρον. Orestes und Apollon ab.
mvp-comment-427-3
4
mvp-comment-428-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-428-2
Kommos, Aussöhnung der gekränkten und tief ergrimmten Erinyen durch die begütigenden Worte der Athena. Der Chor singt zwei Strophen, die er als Antistrophen wiederholt. Jeder Strophe und Antistrophe folgen 13 Verse der Athena, wornach die Partie mit 12 Versen Stichomythie und 12 Versen einer
ῥῆσις der Athena abgeschlossen wird. Vgl. zu
Ag. 1435
.
mvp-comment-429-1
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-429-2
Ζη εἵλεσθε fehlt das Objekt, etwa
τὸν μητροφόντην,
τὸν γένους μιάστορα. Vgl. 325 f.
mvp-comment-430-1
5
mvp-comment-430-2
Wecklein 1888, p. 306
mvp-comment-430-3
Ich werde auf dieses Land Verderben träufeln lassen, indem ich Trauer für Trauer erweckendes Gift, Gift aus meinem Herzen loslasse. Mit
σταλάξω φθοράν vgl.
Cho. 1056
. Doch ist die Lesart unsicher. S. Anhang.
mvp-comment-431-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-431-2
ἄφυλλος ἄτεκνος, d. h. wo der
syv sich über die Bäume ausbreitet, da wächst kein Blatt und gedeiht keine Frucht. Vgl. zu
Ag. 248
.
mvp-comment-432-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-432-2
βροτοφθόρους κηλίδας ist gesagt mit Bezug auf den
λειχήν als menschliche Krankheit, vgl.
Cho. 280
σαρκῶν ἐπαμβατήρας ἀγρίαις γνάθοις λειχῆνας ἐξέσθον τας ἀρχαίαν φύσιν
.
mvp-comment-433-1
6
mvp-comment-433-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-433-3
Ich klage
- was soll ich thun? Soll ich den Bewohnern der Stadt unerträglich werden? d.
b. ich klage, ich will nicht blofs klagen, sondern handeln.
δυσοίστα: zu
Ag. 1527
.
mvp-comment-434-1
7
mvp-comment-434-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-434-3
μεγάλα δυστυχεῖς wie
@
μέγ᾽ εὔδαιμον κόρη
Prom. 674
, σε μνᾶς μέγα ματρός
Suppl. 147
. Der Plural wie
Eur. Hek. 579
τῇ περίσσ᾽ εὐκαρδίῳ
. Vgl.
Krüger
11 § 46, 6, 7 u. 8
.
ἀτιμοπενθεῖς, mit Trauer erfüllt im Gefühle entehrt zu sein.
mvp-comment-435-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-435-2
Du hast keine Niederlage erlitten, sondern die gleiche Stimmenzahl von Seite der Richter erhalten, so
dafs die Entehrung wegfällt. Aber Orestes
mufste durch meine Stimme frei werden, weil u. s. w.
ἀτιμίᾳ bezieht sich wie
ἄτιμοι 827 zurück auf
άτιμοπενθείς.
mvp-comment-436-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-436-2
Die emphatische Wiederholung von
αὐτός wie frg. 481, 7
ὃ δ᾽ αὐτὸς ὑμνῶν,
αὐτὸς ἐν θοίνη παρών,
αὐτὸς τάδ᾽ εἰπὼν αὐτός ἐστιν ὁ κτανὼν τὸν παῖδα τὸν ἐμόν,
Xenoph. Anab. III 2, 4
αὐτὸς
ὀμό σας
ἡμῖν,
αὐτὸς δεξιὰς δούς,
αὐτὸς ἐξαπατήσας συνέλαβε
τους στρατη γούς.
μαρτυρῶν ὡς (
ὥστε)
ἔχειν (als Zeuge dafür eintrat, dafs dem Orestes als Thäter dessen nichts zuleide geschehen dürfe) wie 202
ἔχρησας ὥστε τὸν ξένον μητροκτονεῖν, Soph. Oed. K. 1350
δικαιῶν ὥστε, vgl. zu
Ag. 1394 f.
mvp-comment-437-1
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-437-2
Die eingeklammerten Worte, in welchen Wieseler
μήτε für
te schreibt, scheinen nachträglich
hinzugefügt zu sein, indem zuerst
τῇδε γῇ
τα
μὴ θυμοῦσθε angemerkt wurde. Sonst müfste auch
μὴ
θυμούσθε dem
μὴ
βαρύν
κότον σκήψησθε vorangehen. Für
σκήψησθε würde man
σκήψητε erwarten, wie Elmsley geschrieben hat.
mvp-comment-438-1
8
mvp-comment-438-2
Wecklein 1888, p. 307
mvp-comment-438-3
Zerstörender Tropfen fressende Schärfe, der Saat verderblich.
Uber
βρωτῆρας
αιχμάς κu
Ag. 669
. Mit
αιχμάς vgl.
θηγάνας 861.
mvp-comment-439-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-439-2
πανδίκως, mit voller Wahrheit, in allen Treuen. Vgl. 291,
Cho. 677
.
-
ὑπίσχομαι, die epische Form.
mvp-comment-440-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-440-2
Da
κευθμών nur
ἕδρα näher bestimmt, gehört der Gen.
χθονός mehr zu
ἕδρας und wie bei den Verben des Sitzens der Akk. des Orts stehen kann, so hat
do
α den objekt. Gen.
χθονός bei sich.
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9
mvp-comment-441-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-441-2
λιπαρο θρόνοισιν ..
ἐσχάραις von den Opferherden, welche von dem Öl glänzen, das Andächtige darauf
gielsen. Vgl.
Lukian Alexandr. p. 238
τὰ δὲ περὶ τοὺς θεοὺς πάνυ νοσῶν καὶ ἀλλόκοτα περὶ
αὐ τῶν
πεπιστευκὼς καὶ εἰ μόνον
ἀλη λιμμένον
που λίθον ἢ
ἐστεφανωμέ νον
θεάσαιτο,
προσπίπτων εὐθὺς καὶ προσκυνῶν, Theophr.
χαρ.
π.
δεισιδ. (c.17)
καὶ τῶν λιπαρῶν λίθων τῶν ἐν ταῖς τριόδοις παριὼν ἐκ τῆς ληκύθου ἔλαιον καταχεῖν καὶ ἐπὶ γόνατα πεσὼν καὶ προσκυνήσας ἀπαλλάττεσθαι,
Paus. X 24, 6
λίθος ἐστὶν οὐ μέγας τούτου καὶ ἔλαιον ὁσημέ ραι καταχέουσι καὶ κατὰ ἑορτὴν ἑκάστην ἔρια ἐπιτιθέασι τὰ ἀργά
. Vgl. auch
Hom.
γ 408
und das Fragment eines Lyrikers
λιπαροθρόνους τ᾿ ἀδελφεὰς Δίκαν . .
καὶ Εἰράναν bei Stob. Ekl. phys. I p. 174.
Λιπαρός liebten die Athener als Beiwort von
᾿Αθῆναι. Die Altäre der Eumeniden erwähnen bei der Erzählung der Kylonischen Verschwörung
Thuk. I 126
,
Plut. Sol. 12
,
Paus. VII 25, 2
.
mvp-comment-442-1
Wecklein 1888, p. 308
mvp-comment-442-2
Erhebet in nicht allzu leidenschaftlicher Weise als Göttinnen um Menschen solchen Groll,
dafs der unverschlossene Mund Geifer
βροτῶν fallen läfst. Vgl. 183 f.
στήσητε χόλον wie Soph. Oed. Τ. 699
ὅτου ποτὲ μῆνιν τοσήνδε
πράγμα τος
στήσας ἔχεις,
Hom. N333
ἵστατο νεῖκος, τ
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ἔριν στήσαντες. Mit
ὑπερθύμως στήσητε χόλον vgl. auch
Ag.226
ὀργᾶν
περιοργώς. Das Wort
δύσκημος ist nur bekannt aus einer unverständlichen Glosse des Hesych.
δύσκημον·
ἄφρανα δυσοιώνιστον, worin
ἄφρανα in
ἀφρὸν verbessert auf unsere Stelle hinweist, und kommt von
κημός (Mundbinde), vgl. Schol. zu
Aristoph. Ri. 1147
Αἰσχύλος ἐν Λυκούργῳ ἀλληγορικῶς τοὺς δεσμούς κημοὺς εἴρηκε διὰ τούτων „καὶ τούσδε κημοὺς στόματος,
entspricht also den Wörtern
ἀχάλινος,
δυσχαλίνωτος. Nach Athen. XII p. 548 C trug man beim Kneten des Teiges einen
κημός.
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