mvp-comment-161-1
Wecklein 1888, p. 272
mvp-comment-161-2
zweites Epeisodion. Orestes ruft Athena zu Hilfe. Die Chorführerin weist jeden Beistand zurück.
mvp-comment-171-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-171-2
Die Gottheit hört gern von den Stätten, wo sie besonders verehrt wird. Daher ist bei Anrufungen der Götter die Aufzählung solcher Örtlichkeiten beliebt. Vgl.
Soph. Ant. 1118
f. Mit
εἴτε
—
εἴτε, wie hier,
Aristoph. Wo. 269
ἔλθετε εἴτ᾽ ἐπ᾽ Ὀλύμπου κορυφαῖς ἱεραῖς χιονοβλήτοισι κάθησθε κτέ. χώρας τόποις
steht wie ein einziger
Begrif, daher
Λιβυστικοῖς. Vgl.
ποῖον . .
γαίας πέδον
Sept. 291
, χθονὸς . . τηλουρόν. . πέδον
Prom. 1
τὸ Πυθικὸν Θεοῦ μαντείον
Soph. Oed. T. 242
ὄγκον ὀνόματος μητρῷον
Trach. 817
, Ηπειρώτις ψυχὴ γυναικῶν
Eur. Andr. 159
u.
Ähnliches oft, z. B. unten 327.
mvp-comment-172-1
Wecklein 1888, p. 273
mvp-comment-172-2
γενεθλίου: Schol. (
σημείωσαι)
ὅτι διὰ τοῦτο οἴεται αὐτὴν Τριτογένειαν. Nach
Herod. IV 180
(vgl.
Paus. I 14, 6
) glaubten die am Tritonischen See wohnenden Auseer (indem sie eine ihrer Gottheiten mit Athena identifizierten)
τὴν ᾿Αθηναίην Ποσειδέωνος εἶναι θυγατέρα καὶ τῆς Τριτωνίδος λίμνης.
Dals Aschylos der gewöhnlichen Sage sich anschliefst, zeigt 667 f. Er scheint also den Ort der Geburt an den See oder vielmehr Strom (
πόρου) Triton zu verlegen. In Wirklichkeit ist es ur- sprünglich die gleiche Vorstellung, wenn Athena als Blitzgöttin dem Haupte des Wolkensammlers Zeus, dem Wolkenberge, und wenn sie der Tritonischen See, den himmlischen Wassern, entstammt. Denn dafs die Tritonische See ursprünglich am Himmel war, ergiebt sich schon daraus,
dafs sie nicht nur in Libyen, sondern auch anderwärts angenommen wurde (
Paus. VIII 26, 6
u. IX 33, 7,
Strab.
IX p. 407
). Vgl. Schwartz, Der Ursprung der Mythologie. S. 87.
mvp-comment-173-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-173-2
τίθησιν . . πόδα erklärt man
,,aufrecht schreitet oder sitzt" (vgl.
Hom.
p 158
ἥμενος ἢ ἕρπων), weil der sitzenden Göttin die Füfse mit dem Gewande bedeckt sind. Aber eine solche Erklärung von
κατηρεφῆ ist mindestens weit hergeholt. In der Deutung von Dutheil „visible ou invisible" und Hermann: sive palam incedens sive latens (
Hom. E 186
νεφέλῃ εἰλυμένος ὤμους
) opem fert amicis, worin
κατηρεφής der durch eine Wolke verhüllte
Fufs sein soll,
lässt sich
ỏodóv schwer verstehen. Es scheint vielmehr
ὀρθὸν πόδα den hohen, gleichsam steilen Fufs (vgl.
ὀρθόπους
Soph. Ant. 985
) der hochgeschürzten Göttin zu bezeichnen, wie sich
κατηρεφῆ auf das lange Gewand bezieht.
mvp-comment-174-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-174-2
φίλοις ἀρήγουσα: Der Dichter scheint weniger an die Auseer als an die Athener zu denken, welche dem libyschen König Inaros zu Hilfe gezogen waren (
Thuk. I 104 ff.
). Vgl. die ähnliche Anspielung auf Zeitverhältnisse in
Eur. El. 1347
νώ δ᾽ ἐπὶ πόντον Σικελὸν σπουδῇ σώσοντε νεῶν
πρῴρας
ἐνάλους.
Φλεγραίαν πλάκα, Schauplatz des Gigantenkampfes, bei welchem Athena,
Φλεγραίων
ὀλέ τειρα
Γιγάντων (Prokl. hymn. 32), unter anderen den Enkelados tötete (
Eur. Ion 209
).
mvp-comment-175-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-175-2
κλύει θεός, es hört ein Gott auch in der Ferne. Vgl.
Eur. Iph. T. 1447
κλύεις γὰρ αὐδὴν καίπερ οὐ παρὼν θεᾶς. Vielleicht hat ursprünglich
πρόσωθεν
οὖσ όμως geheilsen. es
mvp-comment-175-3
1
mvp-comment-176-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-176-2
γένοιτο nach
ἔλθοι, s. g. Assimilation der Modi. Vgl.
Soph. Ai. 1217
γενοίμαν. . ὑπὸ πλάκα Σουνίου, τὰς ἱερὰς ὅπως προσείποιμεν ᾿Αθάνας
,
Krüger I § 54, 8, 3
.
mvp-comment-177-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-177-2
παρημελημένον d. i. so dafs keiner nach dir fragt (
ἄιστον ἄπυστον).
Sept. 689
θεοῖς μὲν ἤδη πως παρημελήμεθα
.
mvp-comment-178-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-178-2
,,Ohne erfahren zu haben wo im Herzen die Freude
wohnt“, weil du keine Freude genieſsen wirst. Vgl. 426
ὅπου τὸ χαίρειν μηδαμοῦ νομίζεται. Etwas anders
Soph. Oed. K. 1217
τὰ τέρποντα δ᾽ οὐκ ἂν ἴδοις ὅπου
.
mvp-comment-179-1
Wecklein 1888, p. 274
mvp-comment-179-2
Du eine blutleere Weide, nur Schatten von solchen die Blut haben, erwiderst mir nicht einmal?
mvp-comment-180-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-180-2
καὶ ζῶν
. .
οὐδὲ
. .
σφαγείς, sogar lebend und nicht erst geschlachtet.
οὐδὲ für
καὶ οὐ wie öfter bei Dichtern (
Krüger II § 69, 60
).
μὲ δαίσεις wie
Eur. Or. 15
ἔδαισε δ᾽ οὖν νιν τέκν᾽ ἀποκτείνας Ατρεύς.
mvp-comment-180-3
2
mvp-comment-181-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-181-2
δέσμιον σέθεν wie
δέσμιος φρενῶν 333: zu
Cho. 235
. Der
besinnungraubende" Gesang der Erinyen
,, schlingt die Bande um den Frevler". Der Ausdruck erinnert an magische Künste (vgl.
Plat. Ges. XI p. 933
A
μαγγανείαις καὶ ἐπῳδαῖς καὶ καταδέσεσι).
mvp-comment-182-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-182-2
Unter der Begleitung der Anapäste, welche der Koryphaios vorträgt, ordnet sich der Chor in Reih und Glied, um sein Bannlied (322 ff.) zu singen und mit entsprechendem Tanz zu begleiten, indem die Figuren (
σχήματα) des Reigens, besonders bei den Ephymnien, die Idee des Bannenden und Bestrickenden zum Ausdruck bringen.
mvp-comment-183-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-183-2
δεδόκηκεν wie
Prom. 402
δοκήσει
,
Sept. 1027
δοκησάτω
,
Eur. Med. 763
δεδόκησαι
u. a.
mvp-comment-184-1
Wecklein 1888, p. 275
mvp-comment-184-2
Schol.
δεδόκηκεν ἡμῖν λέξαι
τίνα τρόπον τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους λάχη ἐφοδεύομεν. Vielmehr steht
λάχη (,,das mir zugefallene Amt) wie 335, 348, 389, wie es 931
τὰ κατ᾿ ἀνθρώπους ἔλαχον διέπειν heifst. -
ἐπινωμᾷ:
ἐπισκοπεῖ und
στάσις:
σύστημα Schol.