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Wecklein 1888, p. 265
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erstes Epeisodion. Apollon tritt wieder hervor und jagt nachher die Erinyen aus seinem Tempel: der Chor tritt also auf die Bühne heraus und Apollon folgt ihnen. Damit wird die zu 63 erwähnte Maschinerie zurückgedreht.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-117-2
Und dann nahmst du es auf dich, dem frischen Morde eine Zuflucht zu bieten. Vgl.
Plat. Phil. p. 19A
ἐμὲ τοῦ λόγου διάδοχον παντελῶς ὑποστάντα. νέου
: es ist nicht so schlimm, wenn nach längerer Zeit infolge von Sühnungen und Reinigungen die Blutschuld abgeschwächt ist. Vgl. 238 f.
mvp-comment-118-1
Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-118-2
τὰς προπομπούς: wenn du den Orestes hieher bestellt hast, so müssen auch seine Geleiterinnen hieher kommen.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-119-2
πρόσφορον (dienlich, zuträglich)
(ἐστὶ τὰς προπομποὺς oder
ὑμᾶς μολεῖν. Stanley vermutet
πρόσφοροι.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-120-2
τοῦτο hat Bezug auf
τὰς προπομπούς, also
τὸ προπέμπειν d. i.
διώκειν τοὺς μητροκτόνους.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-121-2
τιμή und
γέρας wie 422 (Ehrenamt). Doch klingt
γέρας καλόν
spättisch.
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1
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Wecklein 1888, p. 267
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τί γὰρ γυναῖκας ποιεῖτε; Denn aus
ἐλαύνομεν ergänzt sich der allgemeine Begriff des Anthuens.
ἥτις nach
γυναῖκας wie
Hom.
Τ 260
ἐρινύες,
αἵ
τ᾽
ὑπὸ γαῖαν ἀνθρώπους τίνυνται,
ὅ τίς κ᾿ ἐπίορκον
ομόσσῃ,
Soph. El. 1506
τοῖς πᾶσιν,
ὅστις πέρα πράσσειν γε τῶν νόμων θέλει,
Ai. 760
,
Eur. Hek. 359
δεσποτῶν ὠμῶν φρένας τύχοιμ᾽ ἂν ὅστις ἀργύρου μ' ὠνήσε ται,
Med. 220
, Androm. 180,
El. 934
, Hel. 942, frg. 347, 778. Über den Konjunktiv ohne
άv vgl. 234, 337, 664, zu
Ag. 762
und Krüger I § 54,
mvp-comment-123-1
Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-123-2
αὐθέντης wie
αὐτόχειρ, wer sein eigenes Blut vergiefst, indem er Blutsverwandte umbringt. Vgl.
Ag. 1572
,
Eur. Herc. 839
. Es verstärkt also die Bedeutung von
ὅμαιμος. Dafs nur derjenige, der Blutsverwandte tötet, der Rache der Erinyen verfällt, bringen die Erinyen auch 608 vor, um sich wegen der unterlassenen Verfolgung der Klytämestra zu rechtfertigen.
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2
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3
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Wecklein 1888, p. 268
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ἄτιμά ἐστι.
παρ᾽ οὐδὲν ἤρκεσεν, kraftlos sind
nach deinen Reden, daher das Präteritum). Mit
παρ᾽ οὐδὲν ἀρκεῖν vgl.
849,
Ag. 239
und Ausdrücke wie
παρ' ὀλίγον εἶναι,
παρ᾽ οὐδὲν κήδεσθαι,
παρὰ μικρὸν ἡγεῖσθαι.
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Wecklein 1888, p. 268
mvp-comment-125-2
"Ηρας πιστώματα, der Bund, den die Ehegottheiten geschlossen haben.
Ἥρα τελεία wie frg. 329
Ἥρα τελεία,
Ζηνὸς εὐναία δάμαρ. Sie heifst so als die Göttin der Ehe, welche dem Bündnisse die Weihe giebt. Denn
τέλος (Weihe)
ὁ γάμος ἐκαλεῖτο
Poll. III 38
. Schol. zu
Aristoph. Thesm. 973
Ἥρα τελεία καὶ Ζεὺς τέλειος ἐτιμῶντο ἐν τοῖς γάμοις, ὡς πρυτάνεις ὄντες τῶν γάμων. τέλος δὲ ὁ γάμος
. Daher
τέλος θαλεροῖο γάμοιο
Hom. v 74
,
γαμήλιον τέλος unten 838.
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Wecklein 1888, p. 268
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Die eheliche Verbindung, über welche Dike wacht, steht höher als der Eid, weil das Bündnis zu einer Bestimmung des Schicksals wird (
μόρσιμος). Vgl. 962. Die Monogamie führte man auf Kekrops zurück nach Athen. XIII p. 555 D
ἐν δὲ ᾿Αθήναις πρῶτος Κέκροψ μίαν ἑνὶ ἔζευξεν.
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4
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5
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Wecklein 1888, p. 268
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Wenn du den Mördern von Gatten gegenüber lässig bist, so dafs du keine Rache an ihnen nimmst und sie nicht ingrimmig mit strafendem Blicke verfolgst u. s. w. Über
τὸ μή zu
Ag. 1589
.
πτεύειν:
Ζη
Cho. 1
.
ἐπο-
mvp-comment-128-1
Wecklein 1888, p. 268
mvp-comment-128-2
Das eine (die That des Orestes) nimmst du dir sehr zu Herzen, das andere (die That der Klyt.) behandelst du augenscheinlich ruhiger (von dem anderen läfst du dich nicht aufregen); du bist also parteiisch.
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6
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Wecklein 1888, p. 268
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καὶ
. .
τίθου, und mache dir nur Mühe zu Mühe; etwas anderes wirst du mit der Verfolgung nicht erreichen.
πόνῳ πόνον wie
Soph. Ai. 866
πόνος πόνῳ πόνον φέρει
. Vgl.
Pers. 1042
δόσιν κακὰν κακῶν κακοῖς
und die besonders bei Euripides häufigen Ausdrücke wie
ἄχεα ἄχεσι,
πήματα πήμασι,
δάκρυα δάκρυσι,
φόνῳ φονος.
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Wecklein 1888, p. 268
mvp-comment-130-2
οὐδ᾽ ἂν
δεχοίμην : zu
Ag. 287
(,, nicht einmal geschenkt möchte ich dein Ehrenamt annehmen“). —
ὥστε: zu
Ag. 1394
.
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Wecklein 1888, p. 269
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Du bedarfst freilich meiner Ehren nicht; denn immerhin bist du grofs am Thron des Zeus. -
πάρ: durch die epische Apokope wird die Auflösung der Länge vermieden.
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Wecklein 1888, p. 269
mvp-comment-132-2
δίκας tritt als inneres Objekt zu
μέτειμι τόνδε (
Ag. 1666
).
Eur.
Bakeh. 345
τῆς σῆς δ᾽ ἀνοίας τόνδε τὸν διδάσκαλον δίκην μέτειμι und zu
Cho. 144
. Das Präsens
ἐκκυνηγετῶ, weil bei diesen Worten der Chor (durch den linken Zugang der Bühne) hinausstürmt. Dagegen hat
μέτειμι die gewöhnliche Bedeutung des Fut. (
Krüger II § 53, 1, 6
nimmt hier wie
Sept. 360
εἶμι
als Präsens).
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7
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Wecklein 1888, p. 269
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Der Daktylus des dritten
Fulses ist gebildet wie 449, 589,
Ag. 1584
u. a. Vgl. zu
Cho. 567
.
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8
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Wecklein 1888, p. 269
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Der Relativsatz
ὃς
προδῷ (zu 211)
σφ'
ἑκών vertritt einen Dativ zu
δεινὴ πέλει. Der Schol. erinnert an
Hom. X 358
φράζει νῦν μή τοί τι θεῶν μήνιμα γένωμαι
. Apollon tritt zurück in den Tempel. Dann, nachdem die Bühne vollständig leer ist, ändert sich wie
Soph. Ai. 814
die Scenendekoration; die neue Hauptdekoration stellt den Tempel der Athena Polias in Athen vor mit dem Bildnisse der Göttin. Orestes erscheint und kniet an dem Bildnisse nieder. Zwischen dem ersten und zweiten Teile mufs man sich geraume Zeit vergangen denken. Vgl. 284 f.
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Wecklein 1888, p. 269
mvp-comment-135-2
ist
gewissermafsen ein zweiter Prolog vor der Epiparodos (vgl.
zu_1).
mvp-comment-136-1
Wecklein 1888, p. 269
mvp-comment-136-2
αλάστορα, den infolge einer Blutschuld Umherirrenden.
Vgl. Einl. S. 19
N.
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Wecklein 1888, p. 269
mvp-comment-137-2
προστρόπαιος wie 448 einer der als befleckt um Sühne fleht.
ἀφοίβαντον,
ἀκάθαρτον Schol. und Hesych.
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10
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Wecklein 1888, p. 269
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ἀμβλύς und
προστετριμμένος von der Befleckung, welche durch Berührung abgerieben und matt gemacht ist, auf die befleckte Person übertragen. Von einer Reinigung, die dem Orestes bei den Trözeniern zu teil geworden sein soll, berichtet
Paus. II 31, 8
τοῦ δὲ ἱεροῦ τοῦ ᾿Απόλλωνός ἐστιν οἶκοδόμημα ἔμπροσθεν, Ὀρέστου και λουμένη σκηνή. πρὶν γὰρ ἐπὶ τῷ αἵματι καθαρθῆναι τῆς μητρός, Τροιζηνίων οὐδεὶς πρότερον ἤθελεν αὐτὸν οἴκῳ δέξασθαι· καθίσαντες δὲ ἐνταῦθα ἐκάθαιρον καὶ εἱστίων, ἐς ὁ ἀφήγνισαν
. . .
καθῆραι δέ φασιν
Ορέστην
καθαρσίοις καὶ ἄλλοις καὶ ὕδατι τῷ ἀπὸ τῆς
ἱππου
κρήνης. Aschylos spricht 282 und 581 blofs von einer Reinigung durch Apollon (vgl.
Cho. 1057
). Der unschädliche Verkehr mit anderen Menschen war eine Probe der Reinheit (283) und trug dazu bei, das
Schuldbewusstsein abzuschwächen.
πρὸς |
ἄλλοισιν wie Soph. Oed. Τ. 555
ἐπὶ
[
τὸν
σεμνόμαντιν,
Phil. 626
ἐπὶ |
ναῦν, Oed. K. 495
ἐν |
τῷ μὴ δύνασθαι.
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Wecklein 1888, p. 270
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ἐκπερῶν: ich bin zu anderen Häusern und in Verkehr mit den Menschen gekommen, als ich über Land und Meer wanderte.