mvp-comment-1-1
Wecklein 1888, p. 251
mvp-comment-1-2
Prolog, wenn man das Erwachen der Erinyen 140-178 als Parodos und das zweite Erscheinen derselben 244-275 als Epiparodos gelten läfst. Andernfalls müfste man den Prolog bis zum eigentlichen Auftreten des Chors als der wirklichen Parodos, also 1-243 rechnen. Die Pythia, welche als Greisin (38) sich auf einen Stab stützt, kommt (durch eine Seitenthüre der Hinterwand) aus einem Nebenraume des Tempels zum Haupteingange desselben und verrichtet vor dem Eintritt ein Gebet (30 f.). Sie hat die
χρηστηρία ἐσθής wie Kasandra in Agamemnon (zu
Ag. 774
). Gut bemerkt der
Schol.
:
φαίνεται ἐπὶ σκηνῆς τὸ μαντεῖον· η δὲ προφῆτις πρόεισιν ἐπικλήσεις, ὡς ἔθος, τῶν θεῶν ποιησομένη, ἀπροόπτως τε ἰδοῦσα τὰς Ἐρινύας κύκλῳ τοῦ Ὀρέστου καθευδούσας πάντα μηνύει τοῖς θεαταῖς, οὐχ ὡς διηγουμένη τὰ ὑπὸ τὴν σκηνήν, τοῦτο γὰρ νεωτερικὸν Εὐριπίδειον, ὑπὸ δὲ τῆς ἐκπλήξεως τὰ θορυβήσαντα αὐτὴν καταμηνύουσα φιλοτέχνως
(d. h. die Exposition ist nicht unvermittelt wie bei Euripides, sondern wohl motiviert).
τὰ δὲ πρῶτα εὐχαὶ καὶ ἐπικλήσεις θεῶν,
ἵνα ἀπὸ τῶν εὐφημοτέρων ἄρξηται ἡ προφῆτις (in der That breitet das Gebet der Priesterin über den Anfang eine weihevolle Stimmung aus).
οἰκονομικῶς δὲ οὐκ ἐν ἀρχῇ διώκεται Ὀρέστης,
ἀλλὰ τοῦτο ἐν μέσῳ τοῦ δράματος κατατάττει,
ταμιευόμενος τὰ ἀκμαιότατα ἐν μέσῳ.
mvp-comment-83-1
Wecklein 1888, p. 262
mvp-comment-83-2
δευτέροις διώγμασιν: das erste Mal verfolgten sie ihn von Argos nach Delphi. Der Schatten der Klyt. verschwindet wieder in die Tiefe
durch das
ἀναπίεσμα).
mvp-comment-84-1
Wecklein 1888, p. 262
mvp-comment-84-2
Parodos (vgl. zu 1). Die Chorführerin erwacht und weckt die nächste Erinye, welche wieder eine andere anstöfst u. s. f. Dann stellen sie sich zu Halbchören zusammen.
mvp-comment-85-1
Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-85-2
ἀπολακτίσασα ἰδώμεθα dem
σχῆμα
καθ᾿
ὅλον καὶ μέρος entsprechend. Vgl.
Aristoph. Vö. 203
ἀνεγείρας τὴν ἐμὴν ἀηδόνα καλοῦμεν αὐτούς
.
Krüger I § 56, 9, 1
.
τοῦδε φροιμίου, „ob etwas von dem folgenden (
τοῦδε wie
ὕμνον τόνδε δέσμιον 306) Vorspiel wirkungslos ist" (
ματᾷ, Schol.
μάταιον γίνεται). Der folgende Gesang soll als
προοίμιον nur einstweilen eine Ahnung geben, was sie in ihrer Wut leisten können.
mvp-comment-85-3
1
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Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-86-2
In den zwei ersten Strophenpaaren wechseln, wie sich aus dem Text ergiebt, die Halbchöre (A, B). Im dritten Strophenpaare treten sie zum Gesamtchore zusammen.
- In der Aufregung unterbrechen sich im Anfang die
Halbehöre: A.
ἐπάθομεν,
φίλαι,
ἐπάθομεν πάθος . .
θήρ. B.
ἦ πολλὰ δὴ παθοῦσα καὶ μάτην ἐγώ,
ὕπνῳ κρατηθεῖσ᾽ ἄγραν ὤλεσα u. s. w.
mvp-comment-87-1
Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-87-2
δυσαχές (schwer zu beklagen) nur hier.
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2
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Wecklein 1888, p. 263
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πέπτωκεν, er ist herausgeraten.
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3
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Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-89-3
παῖ Διός: über die syllaba anceps am Ende des Dochmius bei einem Vokativ s. Seidler de vers. dochm. p. 85, Christ Metr. § 466. Vgl.
Soph. Ai. 375
σκότος, ἐμὸν φάος, | ἔρεβος κτἑ.
mvp-comment-90-1
Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-90-2
Apollon gehört dem jungen Göttergeschlechte des Zeus an, die Erinyen dem alten des Kronos.
Prom. 156
νέοι γὰρ οἰακονόμοι κρατ τοῦσ᾽ Ὀλύμπου, νεοχμοῖς δὲ δὴ νόμοις Ζεὺς ἀθέτως κρατύνει· τὰ πρὶν δὲ πελώρια νῦν ἀιστοῦ. καθιππάσω
wie 734, 782. Schol.
κατεπολέμησας,
τα 734
κατατρέχεις. Es
bedeutet,, mit Hohn und Übermut überrennen,
niedertreten“, vgl.
λà§ πατεῖν 110.
mvp-comment-91-1
Wecklein 1888, p. 263
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τοκεύσιν allgemein (von der Mutter).
mvp-comment-92-1
Wecklein 1888, p. 263
mvp-comment-92-2
Cho. 337
τί τῶνδ᾽ εὖ, τί δ᾽ ἄτερ κακῶν
;
Ag. 221
τί τῶνδ᾽ ἄνευ κακῶν
; Eur.
Suppl. 527
τί τούτων οὐ καλῶς ἔχον
;
mvp-comment-93-1
Wecklein 1888, p. 264
mvp-comment-93-2
ὄνειδος
-
ὀνειράτων
gesuch ter Gleichklang.
ἐξ ὀνειράτων
μου λόν, in Träumen mir zugerufen (von den Vorwürfen der Klytämestra). Vgl. Soph. Oed. T. 523
ἀλλ᾽ ἦλθε μὲν δὴ τοῦτο τοὔνειδος.
mvp-comment-94-1
Wecklein 1888, p. 264
mvp-comment-94-2
Der Vorwurf gab mir einen Stich ins Herz wie ihn der Wagenlenker mit dem Treibstachel versetzt, den er, um wuchtiger zu stofsen, in der Mitte fafst. Zu beachten sind die gleichartigen oder ähnlich lautenden Formen in Strophe und Antistrophe:
μεσολαβεῖ φονολιβῆ,
ὑπὸ φρένας ὑπὸ λοβόν περὶ πόδα περὶ κάρα,
πάρεστι πάρεστι,
βαρὺ τὸ περίβαρυ
- βλα συρὸν
ἀρόμενον,
ἔχειν ἔχειν.
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Wecklein 1888, p. 264
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Zu Mute ist mir als durchschauerten mich entsetzlich, ja über die Mafsen entsetzlich die Hiebe des geifselnden Henkerknechts. Zu dem Anklang
δαΐου δαμίου vgl.
παρακοπὰ παραφορά 330.
τὸ περίβαρυ wie häufig der Artikel bei
δεινός das vorzugsweise Schreckliche, das Schrecklichste bezeichnet.
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Wecklein 1888, p. 264
mvp-comment-96-3
Sie bemächtigen sich ganz und gar des Sitzes der Dike, welcher um Fufs, um Haupt von Blutklumpen trieft. Vgl.
Soph. Oed. K. 1380
τοιγὰρ τὸ σὸν θάκημα καὶ τοὺς σους θρόνους κρατοῦσιν (Αραί
) und mit
Δίκας θρόνον 542
βωμὸν
αἴ δεσαι
Δίκας,
Ag. 395
μέγαν Δίκας βωμόν
,
Soph. Ant. 854
ὑψηλὸν ἐς Δίκας βάθρον
,
Solon frg. IV 14
σεμνὰ θέμεθλα Δίκης.
mvp-comment-97-1
Wecklein 1888, p. 264
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Man kann es ansehen, wie der Erdnabel (40) grauenhafte Blutschuld auf sich genommen hat.
ἔχειν steht konsekutiv zu
ἀρόμενον.
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Wecklein 1888, p. 264
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,Durch Befleckung des Herdes hat er sich (med.
ἐχράνατο) das Seherheiligtum besudelt." Nachdem die Erinyen allgemein von
νεώτεροι θεοί gesprochen, wenden sie sich jetzt direkt gegen Apollon. Mit
αὐτόσσυτος αὐτόκλητος vgl.
αὐτόστονος αὐτοπήμων
Sept. 900
.
mvp-comment-99-1
Wecklein 1888, p. 265
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παρὰ νόμον θεῶν: gegen diesen Göttercomment verfehlte sich auch Prometheus:
Prom. 29
θεὸς θεῶν γὰρ οὐχ ὑποπτήσσων χόλον βροτοῖσι τιμὰς ὤπασας πέρα δίκης
, 977
τὸν ἐξαμαρτόντ᾽ εἰς θεοὺς ἐφημέροις πορόντα τιμάς. Vgl. auch
Eur. Hipp. 1328
θεοῖσι δ᾽ ὧδ᾽ ἔχει νόμος· οὐδεὶς ἀπαντᾶν βούλεται, προθυμίᾳ τῇ τοῦ θέλον τος, ἀλλ᾽ ἀφιστάμεστ᾽ ἀεί
. Die epische Form
βρότεος kommt sonst nirgends bei den attischen Dichtern vor. wenn
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Wecklein 1888, p. 265
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Μοίρας φθίσας: Apollon das Amt der Erinyen vernichtet, so vernichtet er damit die Satzungen der Mören, durch welche den Erinyen ihr Amt zugeteilt ist. Vgl. 336, 395.
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Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-101-2
καμοί γε λυπρός
(ἐστι κτέ, und dabei kränkt er mich, ohne doch diesem zu helfen.
tov wie
τῷ 137.
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Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-102-2
ὑπό ἐλευθεροῦται (Wechsel des Subjekts): vgl. 339,
Suppl. 234
οὐδὲ μὴ 'ν "Αιδου θα νὼν φύγῃ ματαίων αἰτίας πράξας τάδε· κἀκεῖ δικάζει ταμπλακήμαθ', ὡς λόγος, Ζεὺς ἄλλος ἐν καμοῦσιν ὑστάτας δίκας
. Wegen des Präsens
ἐλευθεροῦται
κu
Ag. 131
.
mvp-comment-103-1
Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-103-2
ποτιτρόπαιος,
ἐναγής Schol., schuldbeladen.
μιάστορα,
ἀλά στορα wie
Soph. El. 603
. Es wird ihm aus seiner Schuld (
σίνος wie
Ag. 399
) ein anderer Rächer
anfs Haupt erwachsen.
mvp-comment-104-1
Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-104-2
erstes Epeisodion. Apollon tritt wieder hervor und jagt nachher die Erinyen aus seinem Tempel: der Chor tritt also auf die Bühne heraus und Apollon folgt ihnen. Damit wird die zu 63 erwähnte Maschinerie zurückgedreht.
mvp-comment-105-1
Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-105-2
Schol.
τραγικώτερον ὄφιν εἶπεν τὸ βέλος διὰ τὸν
ιόν (Gift, Pfeil),
πτηνὸν δὲ διὰ τὸ
ἐπτερώσθαι.
Hom.
Π 773
ιοί τε
πτερόεν τες
ἀπὸ νευρῆφι θορόντες.
σηλάτου, weil Apollon
χρυσότοξος (
Pind.
O1. XIV 10
, vgl. Soph. Oed. T.
χρυσ
mvp-comment-106-1
Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-106-2
θρόμβους φόνου οὓς
ἀφείλ κυσας, wie 264 die Erinyen dem Orestes das Blut aussaugen wollen.
mvp-comment-107-1
Wecklein 1888, p. 265
mvp-comment-107-2
,,Wo kopfabschneidende, augenausgrabende blutige Gerichte gehalten werden."
καρανιστήρες δίκαι wie
τύχη σωτήρ
Ag. 669
. Vgl. auch
λευστῆρα μόρον
Sept. 181
καρανιστὴς μόρος
Eur. Rhes. 817
.
wird."
mvp-comment-107-3
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mvp-comment-108-1
Wecklein 1888, p. 266
mvp-comment-108-2
χλοῦνις ist nur aus
dieser Stelle bekannt. Es scheint mit
χλόη,
χλόος zusammenzuhängen und wie
χλούνης mit
ἀφριστής erklärt wurde:
χλουδεῖν γὰρ τὸ ἀφρίζειν τινὲς Δωριέων ἔλεγον (Schol. zu
Hom. I 539
), so dürfte
χλοῦνις den Schaum des männlichen Samens bezeichnen, der Sinn also sein:
,Wo durch Entmannung der Saft der Kinderzeugung geschädigt Unsicher ist auch die Bedeutung des Wortes
ακρωνία. Das
Schol.
:
κακῶν ἄθροισις ἢ λιθοβολίας. Ηρωδιανὸς δὲ τὸ σύστημα καὶ ἄθροισμα
soll wohl lauten:
κακῶν ἄθροισις ἡ λιθοβολία. Darnach erhielte man den Sinn:
„,Wo als Krönung der Qualen die Steinigung stattfindet." Auch anderswo (
Bekk. Anecd. p. 372, 2
,
Etym. M. p. 53, 41
, Hesych.) findet sich die Erklärung
άθροισμα und
σύστημα neben
ἀκρότης,
ἀκμή,
παράστασις,
πλῆθος. Aber sie scheint blofs aus unserer Stelle gewonnen sein und das folgende
te muſs und" bedeuten,
ἀκρωνία also eine Marter bezeichnen. Deshalb ist die von H. Stephanus angenommene Bedeutung
ἀκρωτηριασμός (Verstümmelung an Händen und
Fülsen) wahrscheinlich, wie ein Schol., welcher
χλοῦνις ἀκρωνία verbindet, dieses mit
ἡ ἀκμαία ἀποκοπή erklärt. Davies vermutet
ἄκρων
του μαί.
μύζουσιν οἰκτισμὸν πολύν d. i. das Stöhnen der Gepfählten ist herzzerreifsend. Eine
ähnzu liche Zusammenstellung der ärgsten Qualen kommt
Plat. Gorg. p. 473
C vor:
ἐὰν στρεβλῶται καὶ ἐκτέμνηται καὶ τοὺς ὀφθαλμοὺς ἐκκάηται καὶ τὸ ἔσχατον ἀνασταυρωθῇ καὶ καταπιττωθῇ. Vgl.
Eur. Iph. Τ. 1429
ὡς ἢ κατὰ στύφλου πέτρας ῥίψωμεν ἢ
'ν
σκόλοψι πήξωμεν δέμας. Als eine nur Barbaren zukommende Strafart wird das Pfählen
Herod. IX 79
τὰ πρέπει μᾶλλον βαρβάροισι ποιέειν ἤπερ
Ελλησι,
bezeichnet: sagt Pausanias zu dem Tegeaten, welcher die Leiche des Mardonios zur Sühne für Leonidas
aufzuspielsen vorschlägt.
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mvp-comment-109-1
Wecklein 1888, p. 266
mvp-comment-109-2
ὑπὸ ῥάχιν ist in der Handschrift vielleicht mit Recht
ὑπόρραχιν geschrieben. Wenigstens entspricht dieses der Aussprache.
mvp-comment-110-1
Wecklein 1888, p. 266
mvp-comment-110-2
οἵας ἑορτῆς (ironisch)
στέργηθρα ἔχουσαι
θεοὶς
ἀπόπτυστοί ἐστε.
ὑφηγεῖται, führt (weist) darauf hin.
Prom. 98
ὅμοια μορφῇ γλῶσσά σου γηρύεται
, Catull. LXIV
mvp-comment-111-1
Wecklein 1888, p. 266
mvp-comment-111-2
Eumenides, quibus anguino redimita capillo frons exspirantis praeportat pectoris iras.
mvp-comment-112-1
Wecklein 1888, p. 266
mvp-comment-112-2
ἐν χρηστηρίοις τρίβεσθαι μύσος s. v. a.
χρηστηρίοις ἐντρίβεσθαι (Schol.
προστρίβεσθαι)
μύ σος, eigentlich
von sich Greuel auf das Heiligtum abreiben" d. h. durch Berührung das Heiligtum mit Greuel besudeln.
πλουσίοισι: die Pracht des Tempels steht in Widerspruch mit der ekelhaften Gestalt der Erinyen. Vgl. Soph. Oed. T. 151
τᾶς πολυχρύσου Πυθῶνος,
Hom. I 404
.
mvp-comment-113-1
Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-113-2
Schol.
μόναι,
ὡς ἀνήμερα θηρία. Vielmehr wird
ἄνευ
βοτῆgos durch den folgenden Vers erklärt:
sein." ,Kein Gott mag euer Hirte So spricht Apollon als
vóUber
δὲ zu
Ag. 437
.
μιος.
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11
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Wecklein 1888, p. 267
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πῶς δή, zu
Ag. 548
.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-115-2
ἔχρησας ὥστε: zu
Ag. 1394 f.
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Wecklein 1888, p. 267
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κλέψαι (mit List bewerkstelligen) wie
Soph. El. 37
der dem Orestes erteilte Auftrag des
Phöbos lautet:
δόλοισι κλέψαι χειρὸς ἐνδίκους σφαγάς.
τί μήν: zu
Ag. 14
.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-117-2
Und dann nahmst du es auf dich, dem frischen Morde eine Zuflucht zu bieten. Vgl.
Plat. Phil. p. 19A
ἐμὲ τοῦ λόγου διάδοχον παντελῶς ὑποστάντα. νέου
: es ist nicht so schlimm, wenn nach längerer Zeit infolge von Sühnungen und Reinigungen die Blutschuld abgeschwächt ist. Vgl. 238 f.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-118-2
τὰς προπομπούς: wenn du den Orestes hieher bestellt hast, so müssen auch seine Geleiterinnen hieher kommen.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-119-2
πρόσφορον (dienlich, zuträglich)
(ἐστὶ τὰς προπομποὺς oder
ὑμᾶς μολεῖν. Stanley vermutet
πρόσφοροι.
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Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-120-2
τοῦτο hat Bezug auf
τὰς προπομπούς, also
τὸ προπέμπειν d. i.
διώκειν τοὺς μητροκτόνους.
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Wecklein 1888, p. 267
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τιμή und
γέρας wie 422 (Ehrenamt). Doch klingt
γέρας καλόν
spättisch.
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Wecklein 1888, p. 267
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τί γὰρ γυναῖκας ποιεῖτε; Denn aus
ἐλαύνομεν ergänzt sich der allgemeine Begriff des Anthuens.
ἥτις nach
γυναῖκας wie
Hom.
Τ 260
ἐρινύες,
αἵ
τ᾽
ὑπὸ γαῖαν ἀνθρώπους τίνυνται,
ὅ τίς κ᾿ ἐπίορκον
ομόσσῃ,
Soph. El. 1506
τοῖς πᾶσιν,
ὅστις πέρα πράσσειν γε τῶν νόμων θέλει,
Ai. 760
,
Eur. Hek. 359
δεσποτῶν ὠμῶν φρένας τύχοιμ᾽ ἂν ὅστις ἀργύρου μ' ὠνήσε ται,
Med. 220
, Androm. 180,
El. 934
, Hel. 942, frg. 347, 778. Über den Konjunktiv ohne
άv vgl. 234, 337, 664, zu
Ag. 762
und Krüger I § 54,
mvp-comment-123-1
Wecklein 1888, p. 267
mvp-comment-123-2
αὐθέντης wie
αὐτόχειρ, wer sein eigenes Blut vergiefst, indem er Blutsverwandte umbringt. Vgl.
Ag. 1572
,
Eur. Herc. 839
. Es verstärkt also die Bedeutung von
ὅμαιμος. Dafs nur derjenige, der Blutsverwandte tötet, der Rache der Erinyen verfällt, bringen die Erinyen auch 608 vor, um sich wegen der unterlassenen Verfolgung der Klytämestra zu rechtfertigen.
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