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Wecklein 1888, p. 292
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viertes Epeisodion: Vor dem neu eingesetzten Gerichtshof, dem Athena als
ἡγεμών und
εἰσαγωγεύς vorsteht (583), bringen die Erinyen ihre Anklage vor, Apollon legt Zeugnis ab und tritt den Erinyen als Vertreter der Sache des Orestes, die zugleich seine eigene ist, entgegen. Darauf fällen die Areopagiten das Urteil. Athena tritt rechts auf. Ein Herold und ein Trompetenbläser schreiten voraus, Bürger von Athen folgen ihr.
κήρυσσε scil.
σίγα (
Eur. Phoen. 1224
σίγα κηρύξαι στρατῷ
). Der
Schol.
:
ὅρα πῶς τὰ νέων ἔθη ἀναχρονίζει. ἃ γὰρ νῦν γίνε ται, ταῦτα τὴν ᾿Αθηνῶν εἰσήγαγε λέγουσαν. ἐχρῶντο γὰρ τῇ σάλ πιγγι ἀνείργειν τὸ πλῆθος θέλοντες
.
στρατόν: natürlich ist das Volk nur gedacht.
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Wecklein 1888, p. 298
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ἀπὸ γνώμης
(pach innerer Überzeugung) wie
τἀπὸ καρδίας
Eur. Iph. A. 475
. Gegensatz
ἀπὸ γλώσσης
Theogn. 63
ἀλλὰ δόκει μὲν πᾶσιν ἀπὸ γλώσσης φίλος εἶναι. Vgl.
Aeschin. 1, 92
οὐ γὰρ ἐκ τοῦ λόγου μόνον οὐδὲ ἐκ τῶν μαρτυριῶν,
ἀλλ᾽ ἐξ ὧν αὐτοὶ ἐξητάκασι καὶ συνίσασι,
τὴν ψῆφον φέρουσι (die Areopagiten).
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Wecklein 1888, p. 298
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Nach diesem Verse treten die Richter zur Urne (zu
Ag. 806
). Da 12 Distichen, 6 der Chorführerin, 6 des Apollon folgen (679-725), so werden es 12 Areopagiten gewesen sein entsprechend der Zahl von 12 Göttern, welche nach anderer Sage über Ares oder über Orestes (
Eur. Or. 1650
,
Demosth. 23, 66
) auf dem Areshügel gerichtet haben sollen, und bei jeder Rede des Chors wird einer in den
κάδος θανάτου, bei jedem Distichon des Apollon einer in den
κάδος ἐλέου seinen Stimmstein gelegt haben.
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Wecklein 1888, p. 299
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ἡμῖν μέν (uns allerdings) mit Bezug auf
ὡς ἄλις λελεγμένων.
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Wecklein 1888, p. 299
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μένω (harre)
ἀκοῦσαι wie
γενέσθαι μένω 735.
Hom. Δ 247
ἡ μένετε
Τρώας
σχεδὸν ἐλθέμεν, wie
μένειν öfter gebraucht ist.
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Wecklein 1888, p. 299
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πῶς
τιθεῖσα
ἄμομφος ω πρὸς ὑμῶν: welcher Art
soli mein
θεσμός sein, wenn ich mir nicht euren Tadel zuziehen will? Vgl. zu
Cho. 14
u. 995. Der Gedanke, welcher die 684 folgende Verkündigung des
couós einleitet, steht ganz unvermittelt und die Frage der Göttin wird von niemanden beantwortet. Weiteres zu 684.
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Wecklein 1888, p. 299
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ἠκούσαθ᾽ ὧν ἠκούσατε: Zu
Cho. 776
.
ἐν καρδίᾳ gehört zu
αἰδεῖσθε.
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Wecklein 1888, p. 299
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Athena erklärt 574 ihren
Θεσμός sofort verkünden zu wollen und nach 617 f. ist die Stiftung des areopagitischen Rats bereits vollzogen. Der
eouós mufs also nach 576 gegeben worden sein, wie naturgemäfs die Einsetzung des Rates der Verhandlung vor demselben vorausgeht. Wollte man
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1
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Wecklein 1888, p. 299
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nach 576 einfügen, so würde erstens V. 681, der dort so wenig wie hier brauchbar ist, seinen Zusammenhang mit 684 ff. verlieren; ferner würde, wenn die Verse 711-713 vorhergingen, die Aufforderung des Apollon 583
εἴσαγε δίκην
überfüssig, der Befehl der Athena in 711 f. verfrüht sein. Dazu kommt,
dafs
πάγον
. .
τόνδε 688 und
νεόπτολιν τήνδε 690 f. den
Areopag als Schauplatz der Handlung voraussetzt in Widerspruch mit 80, 242, 443 u. a. St. Aufserdem bemerkt Dindorf, der 686-702 als unecht erklärt und 707-709 vor 703 einfügt, dafs wahrscheinlich Aschylos für die Ableitung des Namens "
Ἄρειος πάγος lieber einer bedeutenderen Überlieferung, wie sich solche bei anderen Schriftstellern (Pausanias I 28, 5, Aristides or. XIII vol. I p. 170 D.) finden, gefolgt sein würde als der Erzählung von den Amazonen. Ferner rügt Dindorf in 699-702, besonders in 701 die ungeschickte Wiedergabe von 520-531. In der That ist in jenen Trimetern eine Vergröberung der weihevoller Kunst entsprechenden Worte des Chorgesangs nicht zu verkennen. Vgl. auch zu 711 und Einl. S. 22.
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2
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Wecklein 1888, p. 299
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ἀσυνδέκαστον (unbestechlich) wie
κερδῶν ἄθικτον 707. Vgl.
συνδεκάζειν τὴν ἐκκλησίαν Aeschin.
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3
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Wecklein 1888, p. 299
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Die handschriftliche Überlieferung ist
πάγον δ᾽
Ἄρειον. Da aber dem Hügel erst 693 der Name gegeben wird und diesem Satze das Verbum fehlt, so ist "
Ἀρειον als Glossem auszuscheiden und ein Verbum wie
έδεῖται oder, wenn
δ' wegbleibt, ein Participium wie
καθ ίζον (
βουλευτήριον πάγον καθίζον τόνδε) einzusetzen. Die Worte
Ἀμαζόνων ἕδραν σκηνάς τε scheinen das nach
Plut. Thes. c. 27
dort anzunehmende
Ἀμαζόνειον zu um- schreiben. Vgl.
Diod. IV 28
κατ εστρατοπέδευσαν (
αἱ
Ἀμαζόνες)
ὅπου νῦν ἐστὶ τὸ καλούμενον
ἀπ'
ἐκείνων
Ἀμαζόνειον. -
σκηνὰς ὅτε: zu 22.
Θησέως κατὰ φθόνον, in Mifsgunst gegen Theseus, etwa weil er die Amazone Antiope als Kriegsgefangene davon geführt hatte. Vgl.
Plut. Thes. c. 26 f.
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4
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Wecklein 1888, p. 300
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πόλει (der Akropolis)
νεόπτολιν . .
ἀντεπύργωσαν: von dieser Trutzburg auf dem Areopag weifs Kleidemos bei
Plut. Thes. c. 27
in seiner ausführlichen Beschreibung des Kampfes der Amazonen innerhalb der Stadt Athen nichts. Dagegen erzählt
Herod. VIII 52
, dafs die Perser von dem Areopag aus die Akropolis angriffen. Dies scheint später auf die Amazonen übertragen worden zu sein. Die Akropolis ist in ihrem höchsten Punkte 471', der Areopag 355', die beide verbindende Einsattelung
327' hoch.
τότε: wie an die Stelle des relativen Pronomens ein demonstratives (
Krüger I § 60, 6, 2
), so tritt hier
τότε für
ὅτε ein.
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Wecklein 1888, p. 300
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Ἄρει δ᾽ ἔθυον,
ἔνθεν
κτἑ., nach
Etym. M. p. 139, 8
und
Eustath. zu Dionys. P. 653
, weil die Amazonen Töchter des Ares waren.
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Wecklein 1888, p. 300
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πέτρα: der Areopag ist ein Felsenhügel, welcher in seinem östlichen Teile nach allen Seiten schroff abfällt.
-
ἐν δὲ . .
συγγενής: die auf ihm ruhende Ehrfurcht der Bürger und die ihr verschwisterte Furcht:
ἵνα γὰρ δέος,
ἔνθα καὶ αἰδώς, heifst es in einem von
Plat. Euthyphr. 12
Α
aus den
Κύπρια (des Stasinos) angeführten Verse. Vgl.
Hom. Ο 657
ἴσχε γὰρ αἰδὼς καὶ δέος.
τὸ μὴ ἀδικεῖν: zu
Ag. 1589
.
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Wecklein 1888, p. 300
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Die Worte
βορβόρω ὕδωρ μιαίνων οὔποθ᾽ εὑρήσεις λαμπρὸν ποτόν sind nach Zenob. II 76 u. a. sprichwörtlich geworden
ἐπὶ τῶν τὰ κάλλιστα μιγνύντων τοῖς
αἰσχί στοις. Das Gleichnis spricht gegen die Anderung der alten Gesetze ein hartes Urteil aus, welches, wenn ursprünglich, das Gesetz des Ephialtes vom Jahr 460 treffen würde, durch das die Wirksamkeit des Areopag geschmälert wurde (
Aristot. Pol. II 9, 3
,
Plut. Per. c. 9
,
Kim. c. 15
).
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Wecklein 1888, p. 300
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τὸ δεσπ. ist Objekt sowohl zu
περιστέλλουσι (sorglich hegen) wie zu
σέβειν.
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Wecklein 1888, p. 300
mvp-comment-383-2
βουλεύω,
συμβουλεύω.
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Wecklein 1888, p. 300
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Soph. Ai. 1073
οὐ γάρ ποτ' οὔτ᾽ ἂν ἐν πόλει νόμοι καλῶς φέροιντ᾽ ἄν, ἔνθα μὴ καθεστήκῃ δέος κτε.,
Thuk.
I 37
τὰ δημόσια διὰ δέος μάλιστα οὐ παρανομοῦμεν.
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Wecklein 1888, p. 301
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ἔρυμά τε χώρας für
ἔρυμα χώρας τε.
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Wecklein 1888, p. 301
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Vgl. Soph. Oed. K. 694
οἷον ἐγὼ γᾶς
Ἀσίας
οὐκ ἐπακούω οὐδ᾽ ἐν
τῇ
μεγάλᾳ Δωρίδι νάσῳ Πέλοπος πώποτε βλαστόν.
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Wecklein 1888, p. 301
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ευδόντων ὅπερ ἐγρηγορός scheint auf eine polizeiliche Befugnis des Areopags hinzuweisen, kraft welcher er für nächtliche Sicherheit zu sorgen hatte.
richtig ist die Erklärung des Schol.
ὑπὲρ τῶν ἀποθανόντων τιμωρόν.)
(Uner-
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Wecklein 1888, p. 301
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ὀρθοῦσθαι hier in der auffallenden
Bedeutung ,sich heben". Der Befehl abzustimmen ist bereits 677 f. gegeben. Wenn dort nicht sofort die Abstimmung beginnen, vielmehr vor derselben wieder von den Parteien gesprochen würde, so stünde das in Widerspruch mit dem weiteren Reden entgegentretenden Entscheide der den Vorsitz führenden Göttin (
ἅλις λελεγμένων).
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Wecklein 1888, p. 301
mvp-comment-389-2
εἴρηται λόγος: zu
Ag. 587
.