40-269.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-26
Parodos, bestehend (wie die Parodos der Perser und der Hiketides) aus drei Teilen, dem Recitativ des Chorführers in Anapästen
40-103, dem Gesang des Chorführers mit
ἐπιφθέγματα (124) des Gesamtchores 104-169, dem Chorgesang 170-269.
Der erste Teil beginnt mit der Schuld und Sühne der Trojaner, legt die äufseren Verhältnisse dar und giebt mit dem Verlangen zu erfahren, was die überall auf den Altären der Stadt angezündeten Opferfeuer zu bedeuten haben (83-87) die Motivierung für das Auftreten des Chors. Der zweite Teil berichtet eine Weissagung des Kalchas, welche ängstliche Besorgnis in betreff des Heerführers weckt. Der dritte begründet diese Besorgnis mit sittlichen Grundsätzen und erklärt das Leiden, das den siegreichen Agamemnon erwartet, als Sühne für eine Schuld, für die unerhörte Opferung der eigenen Tochter.
184.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-106
Ζῆνα ἐπινίκια κλάζειν (Zeus Siegesjubel entgegenjauchzen) wie
λέγειν τί τινα.
185.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-107
ὁλοσχερῶς φρόνιμος ἔσται Schol. Das adverbiale
τὸ πᾶν (prorsus, omnino) liebt Äschylos (437, 982, 1167,
Cho. 330
,
Eum. 163
u. a.).
186.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-108
Der grammatische
Anschluſs an die vorhergehende Strophe ist ähnlich wie 67.
187.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-109
πάθει μάθος: vgl. Hom. P32
ῥεχθὲν δέ τε νήπιος ἔγνω,
Hes. W.
υ.
Τ. 218
παθὼν
δὲ
τε νήπιος ἔγνω, Herod. 1 207
τὰ δέ μοι παθήματα ἐόντα ἀχάριτα μαθήματα ἐγεγόνεε, Plat. Symp. p. 222
Β μὴ κατὰ τὴν παροιμίαν,
ὥσπερ νήπιον,
παθόντα
γνωναι. So
189.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-110
Es wird ausgeführt, wie Zeus dem
Spruche, Lehre durch Leid" Geltung verschafft.
,, Im Schlafe bedrückt wie ein Alp das Herz die aus der Erinnerung an böse That hervorgehende Angst." wird im Anfang der Choephoren (33 ff.) erwähnt, wie Klyt. von schlimmen Träumen gequält aufgeschrieen habe. Vgl. ebd. 521 ff. (Hermann erklärt
μνησιπήμων
πόvos als die Angst, durch welche die Erinnerung an böse Thaten oder der Gedanke an Strafe geweckt wird).
190-191.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-111
ἄκοντας enthält den
Hauptgedanken: „sie mögen wollen oder nicht, sie müssen Vernunft lernen." Vgl.
Eum. 524
ξυμφέρει σωφρονεῖν ὑπὸ στένει.
ἦλθε ist gnom. Aor.
192-193.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-112
Der Fragesatz steht statt eines verneinenden Satzes:
,,und nirgends zeigt sich Gnade der Götter, die mit Gewalt das Steuerruder lenken."
σέλμα:
ὑψίζυγος (nach Hom.
H 69)
γὰρ ὁ Ζεύς Schol. Mit
σέλμα ἡμένων vgl.
Eum. 3
τὸ
μαντεῖον
ἕζετο,
Pers. 143
τόδ᾽ ἐνεζόμενοι στέγος,
Prom. 405
θακοῦντι παγκρατεῖς ἕδρας. Krüger II § 46, 6, 2.
194.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-113
καὶ schliefst die ganze folgende Ausführung, den speziellen Fall an den allgemeinen Satz an (auch bei Agamemnon wird sich das bestätigen).
-
τότε weist zurück auf das Adlerzeichen und die daran geknüpfte Weissagung des Kalchas. Darauf bezieht sich auch
μάντιν
–
συμπνέων. Der Gedanke ist:
„und während damals der Heerfürst keinen Seher tadelte und sich in die (geweissagten) Schicksalsschläge ergab, wurde er, als Windstille eintrat u. gar der Seher die Forderung der Artemis, die Tochter zu opfern, verkündete, von Unwillen übermannt und sprach." Weil aber statt einer participialen Wendung, wie etwa
μέγ᾽ ὀχθήσας, der Konsekutivsatz
ὥστε
κατασχεῖν (212) eintritt, wird im Gegensatz zu
᾿Ατρείδας das Subjekt mit
ἄναξ ὁ πρέσβυς und der durch diesen Gegensatz geforderten Partikel
δὲ 215 wiederholt.
196.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-114
οὔτινα wie 1084
οὔτινας.
ψέγων: jetzt wäre die Entrüstung am Platze gewesen, mit welcher er den Seher anliefs, als es sich um die Rückgabe der Chryseis handelte:
μάντι κακῶν,
οὐ
πώ ποτέ μοι τὸ κρήγυον εἶπας Hom.
A 106.
197.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg005-wecklein1888-com-ger1-115
ἐμπαίοις,
ἐμπαισάσαις Schol., wie Wellen über das Schiff hereinschlagen. Vgl. Eur. Hek. 116
συνέπαισε κλύδων und unten 359
πρόσπαια.