832-1028.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-520
viertes Epeisodion: 1. Die Danaiden werden mit Ent- setzen des nahenden Herolds der Ägyptiaden gewahr und flüchten zum Altare. Der Herold erscheint und herrscht die Danaiden an (832-855). 2. Kommos (856-921), eine aufgeregte Szene, in welcher der Herold die Danaiden mit Drohungen und Gewalt bewegen will ihm zu den Schiffen zu folgen. 3. Der König weist den gewalt- tätigen Herold ab, welcher vor seinem Abtreten Krieg ankündigt. Den Danaiden überläßt der König die Wahl ihres Aufenthalts (922-976). 4. Die Danaiden wollen diese Wahl ihrem Vater anheimgeben und befehlen ihren Dienerinnen neben ihnen sich aufzustellen (977-990). 5. Danaos kommt mit einer Leibwache zu- rück um seine Töchter nach Argos zu bringen (991-1028). Die Partie 832-909 ist in einer sehr verderbten Gestalt überliefert, so daß sich an mehreren Stellen kaum nur der Sinn des ursprünglichen Textes erkennen läßt. Außer Pers. 678-680 findet sich glücklicher- weise im ganzen Äschylos keine Stelle, die auch nur annähernd einen so entstellten Text hätte. Vgl.,,Über die Textüberlieferung des Aschylos" in den Sitzungsb. der Münch. Ak. d. W. 1888 II S. 347 f.
856-921.
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Kommos, in welchem die Partien des Herolds bei dem ersten Strophenpaar auch melisch sind, bei dem zweiten aus drei, bei dem dritten und vierten aus zwei Trimetern bestehen. Die drei ersten Strophenpaare scheinen die drei
στοίχοι, die
ἐφύμνια 900-903, 910-913 und das vierte Strophenpaar der Gesamtchor vor- zutragen.
901-902.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-550
μᾶ
Γα: Schol.
ὦ
μῆτερ
Γῆ. Also steht
μᾶ für
μᾶτερ wie nach- her
πᾶ für
πάτερ. —
βοὴν
φοβερός wie
βοὴν
ἀγαθός.
903.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-551
πᾶ für
βᾶ Valckenaer nach dem Schol.
ὦ
πάτερ
Ζεῦ,
Γῆς
παῖ.
ἡ
αὐτὴ
γὰρ
Ῥέα
καὶ
Γῆ. Vgl. Soph. Phil. 391
ὀρεστέρα
παμβῶτι
Γᾶ,
μᾶτερ
αὐτοῦ
Διός, wo auch Rhea (Kybele) mit Ge identifiziert wird.
904.
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905.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-553
ἐγήρασαν, Schol.
εἰς
γῆρας
με
ἤγαγον. Nur der erste Aor. hat faktitive Bedeutung (
γηράσκων ist Prom. 1013 ebensowenig transitiv wie Eum. 286).
ἐγήρασαν
τροφῇ ist s. v. a.
ἐγηροτρόφησαν (
ἐγηρο-
βόσκησαν): sie haben weder in der Jugend noch im Alter für mich gesorgt“. Damit soll die niedrige Denkweise des Barbaren gekennzeichnet werden. 9061.
μαιμα: Schol.
ἐνθουσιᾷ, Hesych.
μαιμα·
ἐνθουσιᾷ
καὶ
ὀξέως
ὁρμᾷ.
ἢ
ὀρέγεται,
προθυμεῖται: „08 es trachtet heran."
δίπους
ὄφις von dem Herold wie
δίπους
λέαινα Ag. 1257 von Klytämestra (eine Löwin eigener Art, nur der Grausamkeit, nicht der äußeren Gestalt nach). Vgl. zu
κῦμα
χερσαῖον
στρατοῦ Sieb. 64.
908-909.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-554
Und wie eine Natter, die sich in den Fuß eingebissen hat, hält er mich fest." Vgl. Soph. Ant. 531
σὺ
δ᾽
ἣ
κατ'
οἴκους
ὡς
ἔχιδν᾽
ὑφειμένη
λήθουσα
μ'
ἐξέπινες. Die Handschrift gibt:
ἔχιδνα
δ'
ὥς
με
τί
ποτ᾽
ἕν
δακοσάχ, verbessert von Butler u. a.
914.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-555
εἰ
μή
τις
εἶσιν für
εἰ
μὴ
ἴτε ist die Sprache der Drohung.
αἰνέσας
τάδε, sich darein fügend, damit sich begnügend (ohne Wider- streben). Vgl.
Εum. 472
πράξας
γὰρ
ἐν
σοὶ
πανταχῇ
τάδ᾽
αἰνέσω.
915.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-556
ἔργον, Schol.
τὴν
ἐργασίαν
τοῦ
χιτῶνος d.i. die Feinheit der Arbeit. Vgl. zu 128.
916.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-557
Der Herold zerrt einzelne Danaiden an den Kleidern.
ἀγοὶ
πρόμοι: vgl.
Εum. 402
᾿Αχαιῶν
ἄκ-
τορές
τε
καὶ
πρόμοι.
918.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-558
οὐκ
ἐρεῖτ᾽
ἀναρχίαν höhnisch, weil die Danaiden nach den Herr- schern des Landes gerufen haben: ihr werdet euch nicht über das Abhandensein von Herrschern zu beklagen haben." Die von Heath vorgenommene Vertauschung von 917f. und 920f. scheint dem Zu- sammenhange weniger zu ent- sprechen.
920-921.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-559
,,Ich muß euch ja wohl bei den Haaren fortreißen und hin- schleifen (zum Schiffe)." Für
ἀποσπάσας vermutet Pierson an- sprechend
ἐπισπάσας. Über den Zu Mangel der Cäsur zu 406.
ὀξὺ
ἀκούετε vgl. Hom. P 256
ὣς
ἔφατ',
ὀξὺ
δ᾽
ἄκουσεν
Οιλῆος
ταχὺς
Αἴας.
922.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-560
Die Hilferufe der Mädchen geben die Motivierung ab für das Auftreten des Königs.
οὗτος (heus tu) wie Soph.
Ο.
Τ. 532
οὗτος
σύ,
πῶς
δεῖρ᾽
ἦλθες;
Ο.
Κ. 1627, Trach. 404,
Αi. 71, 1047. —
ἐκ
ποίου
φρονήματος in dem Sinne was bildest du dir ein". In
ποίου ist die erste Silbe verkürzt wie Aristoph. Wesp. 1369, häufig in
τοιοῦτος,
τοιόσδε, in
οἷος Hom.
υ 89.
923-924.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-561
Vgl. Soph. 913
ὅστις
δίκαι
ἀσκοῦσαν
εἰσελθὼν
πόλιν
κἄνευ
νόμου
κραίνουσαν
οὐδέν,
εἶτ᾽
ἀφεὶς
τὰ
τῆσδε
τῆς
γῆς
κύρι᾽
ὧδ᾽
ἐπεσπεσὼν
ἄγεις
θ᾽
ἃ
χρήζεις
καὶ
παρίστασαι
βία
καί
μοι
πόλιν
κένανδρον
ἢ
βουλῆς
δίχα
ἔδοξας
εἶναι
καμ᾽
ἴσον
τῷ
μηδενί.
925.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-562
κάρβανος,
βάρβαρος: zu 124.
ἐγχλίεις,
ἐνυβρίζεις, Hesych.
ἐγ
χλίει·
ἐντρυφᾷ, du nimmst dir Hel lenen gegenüber zu viel Freiheit heraus. Die Entrüstung entspricht dem Gedanken, welchen z. B. Iphi- genie ausspricht Eur. Iph.
Α. 1400
βαρβάρων
δ'
Ελληνας
ἄρχειν
εἰκός,
ἀλλ᾽
οὐ
βαρβάρους,
μῆτερ,
Ελλήνων·
τὸ
μὲν
γὰρ
δοῦλον,
οἳ
δ᾽
ἐλεύθεροι.
927.
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929.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-564
τἄμ'
ὀλωλόθ
ἄγω (für
τἀπολωλόθ
ἐγώ Porson) wie Eur. Ion 523
κοὐ
ῥυσιάζω,
τἀμὰ
δ᾽
εὑρίσκω
φίλα (1.
εὑρίσκων
ἄγω), d. h. sein Eigentum darf man nehmen, wo man es findet. Vgl. Eur. Hera- klid. 267
ἄξω
γε
μέντοι
τοὺς
ἐμοὺς
ἐγὼ
λαβών (gleichfalls Worte eines Herolds), Soph.
Ο.
Κ. 832
τοὺς
ἐμοὺς
ἄγω.
930.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-565
προξένοις: zu 245. Vgl. Eur. Heraklid. 364
θεῶν
ἱκτῆρας
ἀλάτας
καὶ
ἐμᾶς
χθονὸς
ἀντομένους
ξένος
ὢν
βιαίως
ἕλκεις
οὐ
βασιλεῦσι
δείξας,
οὐκ
ἄλλο
δίκαιον
εἰπών.
931.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-566
,,Ich habe zu Hermes, dem Geber glücklichen Fundes (
ἑρμαῖον), gefleht und da ich das Gesuchte glücklich gefunden habe, hat er mir bessere Dienste geleistet als jeder
πρόξενος.
δίκης
ἄτερ: Da ich mein vgl. Soph. Ant. 743
οὐ
γὰρ
δίκαιά
σ᾿
ἐξαμαρτάνονθ᾽
ὁρῶ. Vielleicht schreibt man besser
τῶνδέ
μοι (mit Hermann).
928.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-567
Die gewöhnliche Stellung ist
πρῶτον
μὲν
εἶναι
ξένος (
ξεῖνος.
ἐπίστασαι: vgl. Hor. carm. III 27, 73 uxor invicti Iovis esse nescis.. Zum Gedanken vgl. Soph. O. K. 924
οὐκ
οὖν
ἔγωγ᾽
ἂν
σῆς
ἐπεμβαί-
νων
χθονός
ἄνευ
γε
τοῦ
κραί-
νοντος
ὅστις
ἦν
πόλεως
οὔθ᾽
εἷλκον
οὔτ᾽
ἂν
ἦγον,
ἀλλ᾽
ἠπιστάμην
ξένον
παρ᾽
ἀστοῖς
ὡς
διαιτᾶσθαι
χρεών, Eur. Med. 222
χρὴ
δὲ
ξένον
μὲν
κάρτα
προσχωρεῖν
πόλει.
แ Eigentum suchte, kam es nur darauf an es zu finden. Mit
μαστήριος (
ματήριος?) vgl.
ἰχναία als Beiwort der Themis Hom. Hymn. I 94, der Nemesis Lykophr. 129. Diese Aus- sage hindert nicht, daß der Herold von griechischen Gottheiten nichts wissen will.
932.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-568
Vgl. Soph. Phil. 992
θεοὺς
προτείνων
τοὺς
θεοὺς
ψευδεῖς
τιθεῖς.
933.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-569
934.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-570
ὡς
σέθεν
κλύω d.i. nach deinen Reden zu schließen. Vgl. Prom. 1009
κλύω
σ᾽
ἐγὼ
μεμηνότ᾽
οὐ
σμικρὰν
νόσον.
935.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-571
εἰ . .
ἐξαιρήσεται: es ist ihm bei seiner Drohung gleich bange, daß er sie nicht ausführen kann.
936-937.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-572
οὐ
μάλα (zu 479)
ἐς
μακράν d. i.,,und zwar recht bald" (,, es wird gar nicht lange auf sich war- ten lassen"). Vgl. Eur. Heraklid. 270
κλαίων
ἄρ᾽
ἅψῃ
τῶνδε
κοὐκ
ἐς
ἀμβολάς, worauf der Herold er- widert:
μὴ
πρὸς
θεῶν
κήρυκα
τολ-
μήσῃς
θενεῖν. Ähnlich hier: Du setzest dich über die Rücksichten, welche man Fremden schuldet, hin- weg."
938.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-573
,,Leute, welche Gottesraub verüben, betrachte ich nicht als Fremde, sondern als Gottesräuber."
940.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-574
Der Ausdruck des einfachen Gedankens das macht mir keine Sorge",,, darum kümmere ich mich nicht kennzeichnet den
κόμπος der Äschyleischen Sprache, dem auch Worte, welche wie
ἀβουκόλητον den Vers bis zur Cäsur ausfüllen (
Ζ.
Β.
προσπασσαλεύσω,
εὐωριάζω,
κατισχνανεῖσθαι,
ὑψηλοκρήμνοις,
ἑκατογκάρανον), besonders zusagen.
Ζυ
ἀβουκόλητον vgl. Ag. 674
ἐβου-
κουλοῦμεν
φροντίσιν
νέον
πάθος, Hesych.
βουκολήσομεν
μεριμνήσομεν.
941.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-575
Der Nachsatz zu dem Finalsatz
ὡς
ἂν
ἐννέπω ist
πῶς
φῶ; in folgendem Sinne: auf daß ich auf Grund genauer Kenntnis meinem Herrn deutlichere Meldung mache, so sage mir, wie ich be- richten soll".
944.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-576
Ζυ
ἥκειν (zurück kommen) ist qã zu ergänzen.
αὐτανέψιος wie 995. Zwar heißt es bei Poll. III 28:
οἱ
αὐτανέψιοι
οὐδὲν
πλέον
τῶν
ἀνεψιῶν,
ἀλλ᾽
ἄντικρυς
ταὐτόν, aber doch liegt in dieser Zu- sammensetzung eine Steigerung des Begriffs, durch welche hier das den Ägyptiaden zugefügte Un- recht hervorgehoben werden soll. Vgl.
αὐτάδελφος,
αὐτοκασίγνητος.
945.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-577
Die vorhergehenden Worte
πῶς
φῶ; . .
στόλον; sind in sehr nachdrücklichem Tone gesprochen, welcher die Wichtigkeit der Sache hervorheben soll. Diese Wichtig- keit wird durch
οὔτοι
δικάζει
κτἑ. ausgeführt. Weil vermutet, daß ein Vers ausgefallen sei des In- halts, der König möge sich die Sache zwei- und dreimal überlegen.
Der Streit wird nicht in einer gerichtlichen Verhandlung ge- schlichtet und mit einer Geldbuße abgemacht, sondern Ares entschei- det ihn mit Blut und Eisen." Vgl.
Αg. 804
δίκας
γὰρ
οὐκ
ἀπὸ
γλώσσης
θεοὶ
κλύοντες
κτἑ.
ὑπὸ
μαρτύρων wie Demosth. 51, 22
μόνον
οὐχ
ὑπὸ
κήρυκος
πωλοῦσι
τὰ
κοινά. mit Geld, das die eine Partei er- hält.
ἔλυσεν: Der Aor. bezeichnet die rasche und leichte Erledigung (,,man zahlt das Geld und der Streit ist zu Ende").
πολλὰ
γί
γνεται
πάρος
κτἑ., vgl. Hom. v 427
πρὶν
καί
τινα
γαῖα
καθέξει.
λαβῇ,
ἀπολακτισμοί: der Ausdruck bezieht sich auf das Todeszucken. Vgl. Verg. Aen. X 730 sternitur infelix Acron et calcibus atram tundit humum exspirans. Für
βίου bietet Plut. Mor. 517 F und 937 F
βίων.
949.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-578
Die dreiste Rede des Herolds erfährt eine stolze Erwiderung.
τί . .
τοὔνομα; bezieht sich auf die Frage
πρὸς
τίνος
κτἑ. 943.
950.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-579
εἴσῃ
σύ
τ'
αὐτὸς
χοι Bothe für
εἰσθιγαυτος
χοιν. —
οἱ
ξυνέμποροι
σέθεν verüchtlich von seinen Herren. ver-
952.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-580
εὐσεβής: Stadtmüller mutet
εὐμενής. Doch kann
εὐσεβής sich auf die Forderung beziehen, daß die Heiligkeit des Götteraltars nicht verletzt werde, wie es der Herold vorher getan hat. Nach diesem Verse vermutet Hartung eine Lücke, weil der Gegensatz zu
ἑκούσας
μέν fehlt; und wenn dieser auch durch
μήποτ'
ἐκδοῦναι
βία (954) gebracht wird, so scheint doch das folgende
τοιάδε auf eine ent- schiedene Abweisung gewalttätigen Vorgehens hinzuweisen. Diese Ab- weisung konnte auch mit einer Er- widerung auf die V. 945-948 ver- bunden sein.
953-954.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-581
δημόπρακτος . .
κέκρανται: ,, ein von der Gemeinde gefaßter einhelliger Beschluß ist zustande gekommen", vgl. Ag. 464
δημοκράν-
του
ἀρᾶς. Die Änderungen von Stadtmüller
ἐκ
ῥοπῆς
μιᾶς und Todt
ἐκ
γνώμης
μιᾶς sind sinnig, aber unnötig.
βίᾳ d.i. wenn von der anderen Seite Gewalt gebraucht wird. 955€.
τῶνδε
διαμπαξ
ἐφήλωται
γόμφος, haec trabali clavo fixa sunt, vgl. zu 449f.
τορῶς hier im eigentlichen Sinne:,, durchbohrend, durchdringend". Meineke ver- mutet
ὡς
μένειν
ἀραρότα, Herwerden
ὥστ᾽
ἔχειν
ἀραρότως, wie es scheint unnötig.
957.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-582
Schol.
οὐκ
ἐγγράφως
ταῦτα
εἶπον,
ἀλλὰ
ζώσῃ
φωνῇ. Oblique notat Asiae reges epistulis mandata includentes neque ante hominum ora procedentes, ut saepius in hac fabula barbarorum instituta Grae- corum moribus opponuntur (Weil). Die Kenntnis solcher Gebräuche verdankte der Dichter wahrschein- lich der Periegese des Hekatäos.
958.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-583
ἐν
πτυχαῖς
βίβλων, in zu- sammengefalteten Blättern vom Bast der (ägyptischen) Papyrus- staude. Vielleicht ist auch hier die 769 überlieferte Form
βύβλος herzustellen. Zu
πτυχαῖς vgl. Hom.
Ζ 169
γράψας
ἐν
πίνακι
πτυκτῷ, Soph. Fragm. 144
γραμμάτων
πτυχάς,
τα
κατεσφραγισμένα Eur. Iph.
Α. 35
δέλτον
τε
γράφεις . .
καὶ
ταὐτὰ
πάλιν
γράμματα
συγχεῖς
καὶ
σφραγίζεις
λύεις
τ᾽
ὀπίσω. Über den Mangel der Cäsur zu 406.
961-962.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-584
ἔοιγμεν (vielleicht
ἔιγμεν zu schreiben, vgl.
πεποίθαμεν,
πέπιθμεν) . .
ἀρεῖσθαι (für
ἴσθι
μὲν
τάδ' . .
ἐρισθε korr. in
έρεισθε Cobet): vgl. Ag. 1160
ἀμφὶ
Κωκυτὸν . .
ἔοικα
θεσπιωδήσειν
τάχα. —
πόλεμον
νέον wie 344.
νίκη
και
κράτη: vgl. Soph.
Εl. 85
νίκην
τε ..
καὶ
κράτος, Demosth. 19, 130
κράτος
πολέμου
καὶ
νίκη, Plat. Ges. 962
Α
νίκην
καὶ
κράτος
πολεμίων. So verlangt Nauck auch hier
κράτος und die Endung von víxŋ kann den Über- gang von
κράτος in
κράτη bewirkt haben; doch ist der Plural bei Äschylos und Sophokles ziemlich häufg. —
τοῖς
ἄρσεσιν wie 398. In modifiziertem Sinne (Figur der traductio) gebraucht das Wort im folgenden Verse der König. — Der Herold tritt so ab, daß er die beiden folgenden Verse des Königs noch hört.
964.
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ἐκ
κριθῶν
μέθυ: Schol.
πρὸ
γὰρ
τῆς
εὑρέσεως
τοῦ
οἴνου
τοῦτο
ἐξεῦρον
Αἰγύπτιοι.
λέγεται
δὲ
μέθυ
κρίθινον, Herod. II
τί
οἴνῳ
δὲ
ἐκ
κριθέων
πεποιημένῳ
διαχρέονται·
οὐ
γάρ
σφι
εἰσὶ
ἐν
τῇ
χώρῃ
ἄμπελοι (d. h. in Unterägypten; andere Zeugnisse und verschiedene Denk- mäler beweisen, daß den Ägyptern der Weinbau wohl bekannt war, wenn auch der Wein hinter dem Biere, dem Leibgetränk des ägyp- tischen Volkes, zurücktrat, vgl. Uhlemann, Ägypt. Altertumskunde II S. 137 f., Erman, Ägypten S. 276 ff.), Diod. I 34
κατασκευάζουσι
δὲ
καὶ
ἐκ
τῶν
κριθῶν
Αἰγύπτιοι
πόμα
λειπό-
μενον
οὐ
πολὺ
τῆς
περὶ
τὸν
οἶνον
εὐωδίας,
ὃ
καλοῦσι
ζύθος, Athen.
Χ 447
Ο
τὸν
δὲ
κρίθινον
οἶνον
καὶ
βρῦτόν
τινες
καλοῦσιν . .
μνημονεύει
τοῦ
πώματος
Αἰσχύλος
ἐν
Λυκούργῳ (Fragm. 124), Strab. 799. Der Ge- danke,,Männer, welche ungefälschten Wein trinken, werden eine andere Kraft zeigen als die Trinker von Gerstensaft" ist ähnlich dem Ge- danken von 769 und kennzeichnet den weinliebenden Dichter. Vgl. dagegen Diod. IV 2 u. Xen. Anab. IV 5, 26. Nach Athen. a.
Ο.
Εκα-
ταῖος
ἐν
δευτέρῳ
περιηγήσεως
εἰπὼν
περὶ
Αἰγυπτίων
ὡς
ἀρτοφάγοι
εἰσὶν
ἐπιφέρει
τὰς
κριθὰς
ἐς
τὸ
πῶμα
καταλέουσιν (vgl. ebd. 417 ) scheint Äschylos diese Kenntnis aus der Periegese des Hekatäos entnommen zu haben.
965.
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ὀπάοσιν: diese Dienerinnen stehen abseits in der Orchestra.
966.
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θάρσος: die Handschrift bietet
θράσος. Aber
θάρσος
θράσους
διαφέρει.
θάρσος
γὰρ
τὸ
εὔλογον (Mut, Zuversicht),
Θράσος
δὲ
τὸ
μετὰ
ιταμότητος (Verwegenheit, Dreistigkeit) Schol. zu Apoll. Rh. II 77. Nur um des Versmaßes willen werden
θάρσος und
θράσος vertauscht wie
ἆρα und
ἄρα,
πίπτειν und
πίτνειν,
πάτριος und
πατρῷος.
εὐερκῆ: vgl. Hom. I 472
εὐερκέος
αὐλῆς, Hesych.
εὐερκέος·
εὐτειχους,
εὐπεριβόλου.
967.
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Mit der Türme hohem Bollwerke eingeschlossen." Vgl. Eur. Fragm. 978, 3
ἐκ
βαθείας . .
αἰθέρος.
968.
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δήμια: Hom. v 264
οὔ
τοι
δήμιος
ἐστιν
οἶκος
ὅδ᾽,
ἀλλ'
Οδυσήος, Poll.
ΙΧ 50
μέρη
δὲ
πόλεως
καὶ
πανδοκεῖον
καὶ
ξενὼν
καὶ
ὡς
ἐν
Ινάχῳ
Σοφοκλῆς
πανδόκος
ξενόστασις“.
πολλὰ
969.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-590
An die Stelle von
δὲ
καὶ
τὰ
ἐμά tritt der Gedanke ,, auch ich habe viele Räume in meinem Hause“. Mit
σμικρᾷ
χερί vgl. Cho. 256
πόθεν
ἕξεις
ὁμοίας
χειρὸς
εὔθοινον
γέρας, Soph.
Εl. 457
ὅπως
τὸ
λοιπὸν
αὐτὸν
ἀφνεωτέραις
χερσὶ
στέφωμεν. In dieser Aussage des Königs liegt eine Vorbereitung für die spätere Handlung der Trilogie: der Umfang des Palastes gestattet darin für 50 Paare
θάλαμοι zu bereiten wie im Palaste des Priamos. Vgl. Einl. S. 17.
970.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-591
ἔνθ᾽
ὑμὶν für
εὐθυμεῖν Kirch- hoff. Nur Eum. 349 findet sich
ἁμίν in einem Chorgesange; sonst kommt diese bei Sophokles ziem- lich häufige Verkürzung bei Äschy- los wie bei Euripides nicht vor. Weil will deshalb hier
ἔνθ᾽
ἔστιν
ὑμῖν schreiben. —
εὔτυκος hat hier die Bedeutung des Homerischen
εὔτυκτος (vgl. Hesych.
εὐτυκές·
εὐεργές), nicht die gleiche wie 985 und 1005.
971.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-592
ἄλλων: Schol.
ὡς
πολλῶν
ξένων
ἐκεῖ
οἰκούντων.
χάρις, nämlich
οἰκεῖν
μονορρύθμους
δόμους.
μονορρύθμους
δόμους, Räume des Palastes, in denen die Danaiden für sich allein mit ihrem Vater wohnen;
μονόρρυθμος findet sich nur hier, vgl. Hesych.
ιδιόρρυθμον·
ἰδιότακτον.
974.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-593
πάρεστι, suppetit, licet. Herwerden vermutet dafür
δόξαντα in der Annahme, daß
πάρεστι aus 972 stamme.
λωτίσασθε,
ἕλεσθε, vgl. Fragm. 490
Αρης
γὰρ
οὐδὲν
τῶν
κακῶν
λωτίζεται, Hesych.
λωτίζειν·
ἀπανθίζεσθαι.
προστάτης heißt der Vertreter der Metöken.
976.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-594
τῶνδε:
ἐμοῦ
καὶ
τῶν
ἀστῶν.
κύριος von der maßgebenden Persönlichkeit wie Soph. O. K. 288
ὅταν
δ᾽
ὁ
κύριος
παρῇ
τις
ὅστις
ἐστὶν
ἡγεμών. Nicht unpassend vermutet Zakas
τίνας
τῶν für
τί
τῶνδε. -- Der König zieht während der folgenden Anapäste des Chors ab.
977-990.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-595
Das erste anapästische System (977-985) begleitet das Abtreten des Königs; während des zweiten stellen sich die Dienerinnen als Nebenchor zur Seite der Da- naiden auf.
977.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-596
„Für den Segen (mit dem du uns beglückt hast) mögest du reich gesegnet sein."
978.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-597
Schol.
ὡς
δια
γυναικῶν (Hom. 6 208),,, erlauchter Pelasger".
979.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-598
980.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-599
πρόνοον, Schol.
τὸν
πρό-
νοιαν
ἡμῶν
ποιούμενον.
τοῦ
981-982.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-600
βούλαρχον wie 11. (
τούτου, zu 362) ..
μῆτις, er hat zunächst zu erwägen“.
983.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-601
(
ὅπου)
τόπος
εὔφρων, de habitatione a qua procul absit invidia (Schütz), wo wir wohnen müssen, wenn wir wohlwollend beurteilt werden wollen". Mit ähnlicher Übertragung heißt Ag. 797
εὔφρων
πόνος
εὖ
τελέσασιν. es
984-985.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-602
Schol.
ἐπεὶ
πᾶς
ἄνθρωπός
ἐστιν
ἕτοιμος
εἰς
τὸ
ψέγειν
τοὺς
ξένους.
εὔτυκός (
ἐστι), er ist ge- schickt (beredt). Vgl. 1005f.
986.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-603
Manche schließen ovv t'
εὐκλείᾳ
καὶ
ἀμηνίτῳ
βάξει
λαῶν
τῶν
ἐγχώρων (so Hermann) an
εἴη
δὲ
τὰ
λῷστα an. Aber nicht nur durch den Parömiakos, sondern auch durch die Form des Wunsches (vgl. Ag. 227
εὖ
γὰρ
εἴη, Cho. 867
εἴη
δ᾽
ἐπὶ
νίκῃ) gibt sich
εἴη
δὲ
τὰ
λώστα als Schluß zu erkennen. Da sich die Worte auch nicht gut mit
τάσσεσθε verbinden, so scheint die Stelle lückenhaft zu sein. Es könnte der Abschreiber von
λαῶν <
τῶν
ἐγχώρων > auf <
τῷδ' >
ἐν
χώρῳ abgeirrt sein und der ur- sprüngliche Text ungefähr also gelautet haben:
σὺν
δ᾽
εὐκλείᾳ
καὶ
ἀμηνίτῳ
βάξει
λαῶν
τῶν
ἐγχώρων
ἀθροισθῶμεν
καθ᾽
ὁδοιπορίαν.
ὑμεῖς
δ᾽
ἡμῖν
τῷδ'
ἐν
χώρῳ
τάσσεσθε
κτέ. Bei diesen Worten verlassen die Danaiden den Altar, um sich mit ihren Dienerinnen zum Abzug zu vereinigen.
990.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-604
θεραποντὶς
φερνή, bedienende Ausstattung, beigegebene Dienerin. Vgl. Eur. Iph.
Α. 47
σῇ
γάρ
μ'
ἀλόχω
πέμπει
φερνήν (aber hier dotis nomine).
991.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-605
Danaos kommt mit der be- waffneten Macht, um deren willen er in die Stadt gegangen ist (734, 782) und die er vom Volke erwirkt hat, zurück (996 f.). Die Ökonomie des Dramas, welche vorher das Auftreten des Königs erfordert, bringt es mit sich, daß das Volk ohne den König zu handeln scheint. - Mit dem begeisterten Ausdruck der Dankbarkeit vgl. Plaut. Pseud. 326 Pseudule, arcesse hostias vic- tumas lanios, huic ut sacruficem summo Iovi; nam hic mihi nunc est multo potior Iuppiter quam Iuppiter.
992.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-606
θύειν
τε
λείβειν
τε von Brand- und Trankopfern wie Ag. 69
οὔθ᾽
ὑποκαίων
οὔθ᾽
ὑπολείβων, Soph. Phil. 8
οὔτε
λοιβῆς
οὔτε
θυμάτων.
993.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-607
σωτῆρες wie Zeus, Apollon (Ag. 517
νῦν
δ᾽
αὖτε
σωτὴρ
ἴσθι
καὶ
παιώνιος,
ἄναξ
Απολλον), Hermes (Cho. 2
σωτήρ
γενοῦ
μοι), Athena (Hesych.
Σώτειρα
ἡ
Ἀθηνᾶ
παρὰ
τοῖς
Ἕλλησιν), Persephone (
Κόρη
Σώτειρα). —
οὐ
διχορρόπως wie 613, Ag. 806.
994-995.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-608
καὶ
τὰ
μὲν
αὐτανεψίοις (für
ἀτανεψίους Scaliger, d. i.
ὑπ'
αὐτανεψίων)
πραχθέντα
πρὸς
τοὺς
ἐγγενεῖς (für
ἐκτενεῖς Heath
φίλους (d. i.
πρὸς
ἡμᾶς)
πικρῶς (mit Ent- rüstung)
ἤκουσάν
μου: damit wird eine Rede des Danaos in der Volksversammlung, in welcher er das Verfahren der Ägyptiaden schilderte, vorausgesetzt. Andere verbinden
αὐτανεψίοις mit
πικρῶς (
ἐχθρῶς).
996.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-609
ὀπαδοὺς
καὶ
δορυσσόους, eine bewaffnete Leibwache. Diese Angabe soll wohl auch, wie Klausen (Hallische Litztg. 1830 S. 455) und Welcker (Kl. Schr. IV S. 107 ff.) be- merkt haben, für die weitere Hand- lung der Trilogie Bedeutung haben: Danaos erhält mit der Leibwache eine fürstliche Stellung (
τίμιον
γέρας) und ist deshalb geeignet nach dem Tode des Königs Pelas- gos die Herrschaft zu über- nehmen.
998.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-610
Mit
δορικανής
μόρος (eig. ,,lanzenmordendes Todeslos") vgl.
λευστῆρα
μόρον Sieb. 181,
πισσοκώ-
νητον
μόρον Fragm. 118.
999.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-611
ἄχθος
ἀείζων: die Tötung eines Schutzflehenden würde eine
μίασμα für das ganze Land sein und diesem ewige Schmach bringen.
ξένοισι
ῥυσιασθείην
βία. Ein solcher Gedanke scheint nach dem Voraus- gehenden angezeigt, so daß die Ände- rungen im vorhergehenden Verse
καὶ
μὴ
ἐξ
ἀέλπτων oder
μηδ'
ἐξ
ἀέλπτων nicht wahrscheinlich sind.
1000-1001.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-612
τοιῶνδε
δεῖ
τυχόντας (
δεῖ
τ. für
τυγχάνοντας Lincke,
δεῖ kann nach
δε ausgefallen sein) ..
εὐπρέμνην (in der Handschrift
εὐπρυμνῆ, wie Sieb. 71, 754, 1048
πρυμνόθεν für
πρεμνόθεν und
πρόπρυμνα für
πρόπρεμνα)
σέβεσθαι
αὐτοὺς)
ἐμοῦ,,, nachdem man solches er- langt hat, muß man (müßt ihr) gegen sie eine festgewurzelte dankbare Ge- sinnung hegen und sie ehren mehr als mich". Wegen der Feminin- form
εὐπρέμνην zu 63.
χάριν (Akk. des inneren Objekts)
σέβεσθαι wie
χάριν
τιμᾶν Soph. Ant. 514.
1002.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-613
καὶ
ταῦθ᾽
ἅμ᾽
ἐγγράψασθε (für
καὶ
ταῦτα
μὲν
γράψεσθε Her- mann)
κτέ, auch folgende Lehre schreibt euch ins Herz. Vgl. Prom. 815
ἣν
ἐγγράφου
σε
μνήμοσιν
δέλ-
τοις
φρενών.
1004.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-614
ἀγνὼς
ὅμιλος
ὡς
ἐλέγχεται (für
ἀγνῶθ᾽
ὅμιλος korr. in
ὅμιλον
ὡς
ἐλέγχεσθαι Schwerdt,
ἀγνῶθ᾽
ὅμιλον
ἐξελέγχεσθαι Heimsöth):,,daß eine unbekannte Schar erst durch die Zeit erprobt wird". Man kennt euch nicht und wird euch darum eine Zeitlang beobachten, bevor man euch volles Vertrauen schenkt. erst Nach diesem Verse ist, wie das vorhergehende
μήτε zeigt, ein Ge- danke ausgefallen, etwa
μήτ'
αὖ
1005-1006.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-615
Vgl. 984.
εὔτυκον, die böse Zunge ist ihm geläufig. Wenn es nicht ursprünglich
μύσαγμα
ἔπους (oder
ἐπῶν) geheißen hat, muß
εὐπετές
πως verbunden werden: einem Fremden etwas anzuhängen ist man gar schnell bei der Hand" (Schol.
τὸ
εἰπεῖν
μυσαρόν
τι
κατὰ
τῶν
ξένων
εὐχερές
ἐστιν).
1007.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-616
ὑμᾶς
ἐπαινῶ im Sinne von
ὑμῖν
παραινῶ: zu 185. Cho. 579
ὑμῖν
ὑμᾶς?)
δ᾽
ἐπαινῶ . .
φέρειν, Eur. Andr. 553
ἀνηβητηρίαν
ῥώμην
μ᾿
ἐπαινῶ
λαμβάνειν.
1008.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-617
ὥραν . .
ἐπίστρεπτον, Schol.
τὴν
ἐπιστρέφουσαν
εἰς
θέαν, „,solche Jugendblüte, nach welcher sich die Menschen hinwenden, welche das Auge der Leute auf sich zieht". Vgl. Cho. 348
τέκνων
ἐν
κελεύθοις
ἐπίστρεπτον
αἰῶ
κτίσας, Schol.
ὡς
τοὺς
ὑπαντῶντας
ἐπιστρέφεσθαι
πρὸς
θέαν
ἡμῶν.
1009.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-618
οπώρα im Sinne von
ὥρα (Jugendblüte) wie 1026, Fragm. 458 (zu Sieb. 320), Pind. Isthm. II 4, Nem. V 6
οὔπω
γένυσι
φαίνων
τέρειναν
ματέρ'
οινάνθας
οπώραν, Chaerem. Fragm. 12 S. 785
Ν.
πολλὴν
ὀπώραν
Κύπριδος
εἰσορᾶν
παρῆν
ἄκραισι (
ἁβραῖσι Meineke)
περκά-
ζουσαν
οινάνθαις
χρόνου (
γένυν?). In anderem Sinne heißt es Eur. Fragm. 162
ἀνδρὸς
δ᾽
ὁρῶντος
εἰς
Κύπριν
νεανίου
ἀφύλακτος
ἡ
τήρησις
κτέ.
1010.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-619
Θεοί (für
θῆρες Jacob)
σφε (für
δὲ Martin):
σφέ,
αὐτήν wie Eum. 613. Vgl. zu Sieb. 456.
κηραίνουσι: Hesych.
κηραίνει.
φθείρει und
κηραίνειν·
βλάπτειν.
τί
μήν; (was doch? warum auch nicht?) wie Ag. 677, Eum. 203. Zum Gedanken vgl. Soph. Fragm.855, 9
εἰσέρχεται (
Κύπρις)
μὲν
ἰχθύων
πλωτῷ
γένει,
χέρσου
δ᾽
ἔνεστιν
ἐν
τετρασκελεῖ
γονῇ·
νωμᾷ Ꮄ
ἐν
τοὐκείνης
πτερόν,
ἐν
θηρσίν,
ἐν
βροτοῖσιν,
ἐν
θεοῖς
ἄνω. Mit 1010-13 scheint ein Hinweis auf das mit der Trilogie verbundene Satyrspiel Amymone beabsichtigt zu sein.
οἰωνοῖσι
1012-1013.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-620
καρπώματα. . .
ἄωρα
κωλύ-
ουσα
λωτίζειν
ἔρον (die Handschrift gibt
καλωρα
κωλύουσαν
θωσμένειν
ἐρῶ), „, die reifen Früchte macht Kypris kund (bietet Kypris aus), während sie dem Eros wehrt un- reife zu pflücken". Auratus ver- mutet
καρπώματ᾽
ἀκμάζοντα, aber translatio a pomis turgidis suco- que fluentibus desumpta (Weil). Vgl.
μάχλον
ἄμπελον Fragm. 312
τὴν
δεομένην
ἄμπελον
ἔφη). Hesych.
λωτίζειν Hesych.
λωτίζειν·
ἀπανθίζεσθαι,
ἀπολλύειν. Die epischen Formen
ἔρος,
ἔρῳ,
ἔρον werden bei den Tragikern nur um des Versmaßes willen gebraucht (Soph. El. 197, Eur. Hipp. 337, 449 u.
ϋ.). Vgl.
Suid.
Ἔρον.
τὸν
ἔρωτα.
1014.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-621
ἔπι: dem Dativ wird
ἐπί selten nachgestellt. Vgl. zu Prom. 67.
1016.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-622
ἔπεμψεν: der Aor. bezeich- net das Plötzliche und Momentane. -
ἱμέρου
νικώμενος (
ἡττώμενος) wie
μὴ
φόβου
νικῶ Cho. 1050.
1017.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-623
μὴ
πάθωμεν, eine mildere Form der Abmahnung für un
πάθητε. Danaos meint die Ver- letzung der Jungfräulichkeit (Schol.
μὴ
ὑποπέσητε
ἀνδράσιν). —
ὧν
εἵνεκα, dem zu entgehen. Ähnlich
ὧν
ὅπερ
εὐῶπα
πέμψον
ἀλκάν Soph.
Ο.
Τ. 187. —
Ζυ
πολὺς
πόνος ergänzt sich aus dem speziellen Ausdruck
ἠρόθη ein allgemeinerer wie
διεπεράθη (Zeugma). —
ἠρόθη: vgl.
πόντου
ἀροτρευτής Anth.
Ρal.
ΙΧ 242, vastum maris aequor arandum Verg. Aen. II 780. Nicht gehört hierher Eur. Fragm. 670
υγρὰ
δὲ
μήτηρ,
οὐ
πεδοστιβὴς
τροφὸς
θάλασσα·
τήνδ'
ἀροῦμεν, denn hier bezeichnen Fischer das Meer als ihr Acker- land, d. h. als ihre Nahrungsquelle.