1-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-1
Parodos. An Stelle des
προλογίζων wie in den Persern hat der Chor zunächst die Aufgabe die vorausliegenden Begebenheiten und das Motiv der Handlung (Flucht vor den Söhnen des Ägyptos, welche die Danaiden zur Ehe zwingen wollen) anzugeben. Dann richtet er an Götter und Menschen, an das stammverwandte Argos die Bitte um Schutz gegen Ver- gewaltigung vonseiten der die Danaiden verfolgenden Ägyptiaden. Damit wird das Ziel der Handlung bezeichnet. Endlich dient die Paro- dos zur Charakteristik des Chors, um dessen Schicksal sich die Hand- lung dreht (zu 118-181). Parodos zerfällt in drei Teile. Die anapästische Partie 1-39 trägt der Koryphäos vor, die melische 40-117 der Gesamtchor; von der zweiten melischen Partie 118-181, deren drei Strophen mit Ephymnien (zu 134) schließen, scheint jeder der drei oroixo ein Strophenpaar ge- sungen zu haben, während die Ephymnien dem Gesamtchor zu- fielen. Vgl. Jahrb. f. Philol. Suppl. XIII S. 219 ff. Als Schutz- flehende sind die Danaiden durch einen mit weißer Wolle umwundenen Olivenzweig gekennzeichnet (21f.), den sie in der linken Hand halten (197-199). Ihre Tracht ist ägyp- tisch (240 ff.). Während der Paro- dos steht Danaos auf dem hohen Götteraltare und späht bald nach Idem Meere bald nach dem Lande hin (184).
1-39.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-2
erster Teil der Paro- dos:,,Aus dem Lande am Nil sind wir geflohen um nicht zu der Ehe mit den verhaßten Vettern ge- zwungen zu werden, dem Rate unseres Vaters Danaos folgend, welcher uns nach Argos geführt hat, der Urheimat unseres Ge- schlechts. Bei dem stammver- wandten Lande können wir als Schutzflehende auf freundliche Teil- nahme rechnen. Mögen die Götter des Landes den Bürgern eine mild- herzige Gesinnung gegen uns ein- geben, dagegen das Schiff der uns nachsetzenden Ägyptiaden in den Fluten des Meeres begraben."
21-22.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-15
ἐγχειριδίοις ist wohl als Substantiv zu betrachten: mit diesen Handhaben für Schutz- flehende, den wollebekränzten Zweigen“. Vgl.
Εum. 43
ἐλαίας
ὑψιγέννητον
κλάδον
λήνει
μεγίστῳ
σωφρόνως
ἐστεμμένον,
ἀργῆτι
μαλλῷ.
23.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-16
ὧν, als ob
Αργείους für
Αργους
γαῖαν vorherginge. — Bei
λευκὸν
ὕδωρ denkt man zunächst an den Inachos. Vgl. Hom.
ε 70
κρῆναι..
ῥέον
ὕδατι
λευκῷ, Eur. Herakl. 573
Δίρκης
νᾶμα
λευκόν. Dieses Epitheton unterscheidet das Flußwasser vom Meerwasser, welches mit
κυάνεος,
πορφύρεος,
πολιός bezeichnet wird. - Vgl. Verg. Aen. VIII 136 geniumque loci primam- que deorum Tellurem Nymphasque et adhuc ignota precatur flumina.
24.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-17
Ζη
ὕπατοι
θεοί gehört das vorhergehende v nicht mehr. -
βαρύτιμοι: Schol.
οἱ
βαρέως
τινύ-
μενοι
καταχθόνιοι
θεοί. Dann wäre etwa an die Erinyen zu denken. Aber
θήκας
κατέχοντες weist auf Heroen hin, welche ihre Grab- stätten im Lande haben wie Ödipus in Attika (vgl. Soph. O. K. 1763
θήκην
ἱερὰν
ἣν
κεῖνος
ἔχει), die Indigetes der Römer. Deshalb will Hermann
βαθύτιμοι schreiben. Allein
βαρύτιμοι scheint die ehr- furchtsvolle Scheu vor diesen heiligen Stätten zu bezeichnen. Sehr ansprechend aber ist die Änderung von Enger
βαρυτίμους, womit nxas das ihm zukommende Epitheton erhält.
26.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-18
τρίτος: Schol.
ὁ
τριτοσπονδος
ἢ
ὁ
τρίτος
τῶν
εἰρημένων.
εἶπεν
γάρ,
ὕπατοι
θεοὶ
καὶ
χθόνιοι
καὶ
Ζεὺς
σωτὴρ
τρίτος. Beides ist richtig. Wie
σωτήρ zeigt, ist zu- nächst an den
τριτόσπονδος zu denken; denn dem
Ζεύς
σωτήρ Iwurde bei dem Mahle nach dem olympischen Zeus oder den oberen Göttern und den Heroen die dritte Spende gebracht. Vgl. Schol. Pind. Isthm. VI 10
τὸν
μὲν
γὰρ
πρῶτον (
κρατῆρα)
Διὸς
Ολυμπίου
ἐκίρνασαν,
τὸν
δὲ
δεύτερον
ἡρώων,
τὸν
δὲ
τρίτον
Διὸς
σωτῆρος,
καθὰ
καὶ
Αἰσχύλος
ἐν
Επιγόνοις (Fragm. 55). Als
τριτόσπονδος ist er auch an die dritte Stelle gesetzt.
27.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-19
δέξαιτο, auf das letzte und wichtigste Subjekt bezogen. An die Stelle des Optativs tritt nach- her der Imperativ
πέμψατε (33).
28.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-20
θηλυγενῆ dichterisch für
θῆλυν.
αἰδέσιμον
πνεῦμα
χώρας ist die rücksichtsvolle Neigung und des der erbarmungsvolle Sinn Landes (vgl. zu 198).
πνεῦμα steht also ähnlich wie
ἐπίπνοια 17. Die Götter sollen dem Lande diesen Sinn einflößen. 291.
ἀρσενοπληθῆ
ἑσμόν (Herren- schwarm") wie
γυναικοπληθὴς
ὅμιλος Pers. 126, poetische Fülle des Ausdrucks. Das verächtliche Wort ouós ist bezeichnend für die zügellose Menge. Phot.
ἐσμός·
πληθύς,
ὄχλος,
κυρίως
τῶν
μελισσῶν.
Αἰγυπτογενῆ von den Söhnen des Ägyptos. Vgl. 824 f.
31.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-21
ἀσώδει, Schol.
ψαμμώδει. Hesych.
ἀσώδης·
ἀμμώδης.
32.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-22
Hermann u. a. verbinden §vv
ὄχῳ
ταχυήρει mit
θεῖναι, damit der mit dem Parömiakos erfolgende Ab- schluß des anapästischen Systems mit einem wenn auch schwächeren Absatz des Gedankens zusammen- falle. Aber vgl. V. 4. Daß der Sinn die Verbindung mit
πέμψατε fordert, zeigt auch V. 859. Mit
ὄχῳ
ταχυήρει vgl.
λινόπτερα
ναυτίλων
ὀχήματα Prom. 484.
33.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-23
πόντονδε episch. -
ἔνθα steht sonst bei den Tragikern relativisch. - Da
ἀνταν sowohl den Dativ wie den Gen. regieren kann, ist die Verbindung unsicher. Der Schol. macht von
ἀντήσαντες die Dative
λαίλαπι ..
ανέμοις abhängig, Enger den Gen.
ἀγρίας
ἁλός, indem er die Dative mit
ἀγρίας verbindet. Da bei Poovt die Konjunktion fehlt, verbinden andere
λαίλαπι mit
ὄλοιντο, die übrigen Dative mit
ἀντήσαντες. Da aber
ἄνεμοι
ἁλός kein geeigneter Ausdruck ist, so empfiehlt sich die Konstruktion
λαίλαπι
όλοιντο,
ἀντήσαντες
αλὸς
βροντῇ . .
ἀνέμοις
ἀγρίας. Mit
λαῖλαψ
χειμωνοτύπος vgl. Hom. 4 305
ὡς
ὁπότε
νέφεα
Ζέφυρος
στυφελίξῃ
ἀργεστᾶο
νότοιο (d. i. die vom Süd herangejagten Wolken),
βαθείῃ
λαίλαπι
τύπτων (peitschend). Hier schlägt beim Orkane der Sturm das Schiff. Vgl. Ag. 660
αἳ
δὲ
κεροτυπούμεναι
βία
χειμωνι
τυφῶ
σὺν
ζάλῃ
τ᾽
ὀμβροκτύπῳ. Mit
ἀγρίας vgl.
νὺξ
πολλὸν
ἦν
ἔτι
ἀγριωτέρη Herod. VIII 13, wo der Sturm vor der Seeschlacht beim Vorgebirge Artemision geschildert wird.
37.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-24
ὧν
θέμις
εἴργει (
αὐτούς): der gleiche Grund, aus welchem V. 9 die Ehe als gottlos bezeichnet wird, er- gibt sich hier aus
ἀεκόντων. —
σφετε
ριξάμενοι: die dorische Form wie
θρί-
αξεν Cho. 954. Die Formen
ὠνόμαξεν Ag. 686,
σεβίξω ebd. 776 sind sehr unsicher. Hesych.
σφετεριζόμενος·
ὑφαιρούμενος,
ιδιοποιούμενος.
πατραδέλφεια (Nachkommenschaft des Oheims) nur hier. Hesych.
πατράδελφος·
θεῖος
πρὸς
πατρός.
ἀεκόντων (
λέκτρων) ist von der Person übertragen. Die nicht kon- trahierte Form in Anapästen wie Soph. Trach. 1263
ἀεκούσιον
ἔργον.
λέκτρων
ἐπιβῆναι nach dem Homerischen
ἐπιβήμεναι
εὐνῆς.
40-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-25
zweiter Teil der Pa- rodos:,,Jetzt den Epaphos, den Sprößling des Zeus, da anrufend, WO vorzeiten die Ahnmutter Io weidete, werde ich von meiner Abstammung den Bewohnern des Landes sichere Beweise geben. Ich fürchte aber und daher weine und klage ich wie die Nachtigall, welche um den Verlust ihres früheren Daseins (in Menschen- gestalt) und um den Tod ihres Sohnes weint -, es möchten die Freunde in Argos meine Bitte um Schutz abweisen. Wohlan denn, Götter meines Stammes, verhelft ihr mir zu meinem Rechte, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Haß gegen den Übermut der Vettern, wenn sie mich von eurem Altare reißen wollen. Auch im Kriege finden die Besiegten Schutz an den Altären der Götter. Meinem Gotte gebe ich ganz und gar mich hin. Seine Ratschlüsse sind unerforschlich; aber sein Wille geschieht unfehlbar. Ein Licht ist er in der Finsternis des Unglücks, dagegen stürzt er die Frevler herab von dem hohen Turm des Glücks in seiner Allmacht, in welcher er seine Gedanken sofort zur Tat macht ohne sich vom Sitze zu rühren. Möge er herabblicken auf den menschlichen Übermut, welcher von rasender Leidenschaft sich zu allem Frevel fortreißen läßt, wenn dieser auch zum Verderben führen mu.
40.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-26
ἐπικεκλομένα: diese epische Form findet sich auch Soph. O. T. 159 und zwar gleichfalls zu Beginn eines Gebetes:
πρῶτά
σε
κεκλόμενος,
θύγατερ
Διός. Außerdem kommt unten 599
κεκλοίμαν vor. Nach einem längeren Zwischensatz wird
ἐπικεκλομένα mit
ἐπιλεξαμένα (49) wieder aufgenommen, wenn auch mit relativer statt demonstrativer Anknüpfung (
τοῦτον
οὖν
ἐπιλεξα-
μένη), und erhält in
ἐπιδείξω das verb. finitum.
41.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-27
Δῖον
πόρτιν (
Διὸς
πόρτιν wie 317, Schol.
τὸν
Ἔπαφον. Zwar wird
πόρτις wie
πῶλος,
μόσχος,
δάμαλις von jungen Mädchen und Knaben gebraucht wie
νεοσσοί von Kindern, aber es hat hier doch eine besondere Beziehung auf die
πρό-
γονος
βοῦς, die Ahnmutter Io.
ὑπερπόντιον
τιμάορα (Schol.
βοηθόν) enthält nach
ἐπικεκλομένη den Sinn: er möge über das Meer zu Hilfe kommen". Vgl. Eur. Phoen. 676
καὶ
σέ,
τὸν
προμάτορος
Ιούς
ποτ᾽
ἔκγονον
Ἔπαφον,
ὦ
Διὸς
γένεθλον,
ἐκάλεσ᾽
ἐκάλεσα
βαρβάρῳ
βοᾷ,
ἐώ,
βαρβάροις
λιταῖς,
βᾶθι
βᾶθι
τάνδε
γᾶν. Die alleinstehende Form
τι-
μάρα, welche dem Versmaß dient, scheint durch die nicht zutreffende Analogie von
χρυσάορος,
χρυσάωρ veranlaßt zu sein. Vgl. Lobeck Paralip. S. 216.
ἶνιν für
ἶνίν
τ' Hermann. Wahrscheinlich ist um der Responsion willen
ΐνιν zu schreiben, vgl. zu
κόνιν 186.
43.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-28
ἀνθονομούσης: vgl. Ov. Met. I 632 frondibus arboreis et amara pascitur herba (die verwandelte
Ιο). —
προγόνου: vgl. Eur. Phoen. 828
Ιὼ &
κεράεσσα
προμάτωρ. 441.
ἐξ
ἐπιπνοίας
Ζηνός gehört zu ivv: Sprößling infolge des Anhauchs von Zeus".
ἔφαψιν (
Ζηνός) tritt appositionell zu
ίνιν, Produkt der Berührung, durch Berührung erzeugt. —
ἐπωνυμία . .
εὐλόγως: dem, was nach der Be- rührung benannt werden sollte, er- füllte sich die normale Zeit, so daß der Name (Epaphos) gut paßte, d. h.,, nach der Berührung, durch welche Io empfing, verging bis zur Geburt die normale Zeit, sodaß der Name des Sprößlings mit Recht von der Berührung hergenommen wurde".
Ζη
μόρσιμος vgl. Eur. Bakch. 99
ἔτεκεν
δ᾽,
ἁνίκα
Μοῖραι
τέλεσαν,
ταυρόκερων
θεόν,
κι
εύ
λόγως unten 258
εὐλόγως
ἐπώνυμον, Fragm. 6
ἦ
καὶ
Παλικῶν
εὐλόγως
μενεῖ
φάτις;
Πάλιν
γὰρ
ἥξουσ᾽
ἐκ
σκότου
τόδ'
ἐς
φάος.
49.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-29
ὅντε: die epische Form wie 64
ἅτε, 568
ὅντε, bei Aschylos auch im Trimeter Pers. 300
ὥστε, 764
ούτε. – Hesych.
ἐπιλεξαμένη
ἐπικαλεσαμένη.
τόποις,
50-51.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-30
ἐν
ποιονόμοις auf der Grasweide der Ahnmutter. Vgl. 548. ·
μνασαμένα (
μνησθεῖσα, vgl. Cho. 621
ἐπεμνασάμην)
τῶν .
πόνων, Schol.
τῆς
᾿Ιοᾶς
τοὺς
πόνους
ἐγὼ
διηγουμένη, der Leiden ge- denkend, welche Hera über lo ver- hängte, und ihrer weiten Wande- rungen.
53.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-31
γενετᾶν (so Paley für
τά
τε
νῦν, Hermann
γονέων): vgl.
θεοὶ
γενέται 79,
εἰς
ἐμὲ
καὶ
γενέταν (,, Erzeuger)
ἐμόν Eur. Or. 1011,
γενέτα
πάτερ Tro. 1288.
γαιονό-
μοισι
δ' (so Hermann für
τά
τ'
ἀνόμοια
οἶδ', Dindorf &
γαιονόμοι-
σιν): vgl.
πεδιονόμοις Sieb. 258.
λόγου (so Martin für
λόγους nach dem Schol.
προϊόντος
τοῦ
λόγου)
ἐν
μήκει: bei längerer Auseinander- setzung. ,,Den Bewohnern des Landes werden die Wahrzeichen freilich überraschend und unglaub- haft (im Anfang) erscheinen, aber im Laufe der Darlegung wird man sie anerkennen."
58-59.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-32
Der Gedanke ,,ich klage wie die um ihr Kind (Itys oder Itylos) klagende Nachtigali wird in sinniger und gefühlvoller Weise weiter ausgeführt. Vgl. Aesch. Ag. 1137
ἀμφὶ
δ᾽
αὐτᾶς
θροεῖς
νόμον
ἄνομον,
οἷά
τις
ξουθὰ
ἀκόρετος
βοᾶς
φοιταλέαις
φρεσὶν
Ιτυν
Ιτυν
στέ
νουσ᾽
ἀμφιθαλῆ
κακοῖς
ἀηδὼν
βίον, Soph.
Εl. 147, Eur. Fragm. 773, 23, Aristoph. Vög. 210ff. Die unab- lässige Klage der Nachtigall benutzt schon Homer
τ 516 zum Vergleiche:
κεῖμαι
ἐνὶ
λέκτρῳ,
πυκιναὶ
δέ
μοι
ἀμφ'
ἀδινὸν
κῆς
ὀξεῖαι
μελεδῶνες
ὀδυρομένην
ἐρέθουσιν.
ὡς
δ᾽
ὅτε
Πανδάρεω
κούρη
χλωρηὶς
ἀηδὼν
καλὸν
ἀείδησιν
ἔαρος
νέον
ἱσταμέ-
νοιο,
δενδρέων
ἐν
πετάλοισι
καθεζο-
μένη
πυκινοῖσιν,
ἥ
τε
θαμὰ
τρω-
πῶσα (d. i.
ἐλελιζομένη Aristoph.
α.
Ο. 213)
χέει
πολυηχέα
φωνήν,
παῖδ᾽
ὀλοφυρομένη
Ιτυλον
φίλον,
ὅν
ποτε
χαλκῷ
κτεῖνε
δι'
ἀφραδίας
κοῦρον
Ζήθοιο
ἄνακτος. Die Sage von Prokne, der Tochter des Pan- dion, kennt Hesiod "E. x. 'H. 568
τὸν (
Αρκτούρον)
δὲ
μέτ᾽
ὀρθογόν
Πανδιονὶς
ώρτο
χελιδὼν
ἐς
φάος
ἀνθρώποις,
ἔαρος
νέον
ἱσταμένοιο. Die Sage ist von Sophokles im
Τηρεύς behandelt worden. Vgl. Ov. Metam. VI 411 ff.
εἰ
ἐγγάϊός
τις
οἰωνοπόλων
κυρεῖ
πέλας . .
ἀίων, wenn ein Mann des Landes, einer von denen, welche auf die Stim- men der Vögel achten, in der Nähe ist und unsere Klage hört. Zu
ἐγγάϊος vgl. Schol. zu
ἐγγαίαν Pers. 924:
ἐγχωρίαν.
οἶκτον für
οἶκτον
οἰκτρὸν Schwenk.
οἰωνοπόλων: Schol.
τῶν
φωνὰς
οἰωνῶν
γινωσκόν
των, also Vogelschauer in weiterem Sinne. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 1089
ὄρνις
ἃ . .
ἔλεγον
οἰκτρὸν
ἀείδεις,
εὐξύ-
νετον
ξυνετοῖσι
βοάν. An das Ver- stehen der Vogelstimmen (Porphyr. de abstin. S. 190, 7
Ν.
παιδός,
ὃς
πάντα
ξυνίει
τὰ
φθέγματα
τῶν
ὀρνίθων) ist nicht zu denken.
60.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-33
τίς: Schol.
πλεονάζει
τὸ
τις. Vgl. Aristoph. Ach. 569
εἴτε
τις
ἔστι
ταξίαρχος . .,
βοηθησάτω
τις. Pearson vermutet
τιν' (
ὄπα).
ἀκούειν für
ἀκούων Heath.
61-62.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-34
Τηρεΐας
ἀλόχου wie Ag. 1500
᾿Αγαμεμνονίαν
ἄλοχον nach Homeri- scher Weise.
οἰκτρᾶς ist bezeich- nendes Epitheton für die Nachti- gall, vgl. Soph.
Αi. 629
οἰκτρᾶς
γόον
ὄρνιθος
ἀηδοῦς. Der Schol. erklärt
Τηρείας
μήτιδος als Um- schreibung für
Τηρέως. Bothe be- trachtet
μήτιδος als gen. relat. zu
οἰκτρᾶς „bejammernswert ob ihres Sinnes und Entschlusses", was Her- mann als contortum et perversum bezeichnet. Mit Recht Welcker Tril. S. 503
Μῆτις als Eigennamen zu erklären, indem er auf Antonin. Lib. 11 verweist, wo der Gemahl der Nachtigall
Πολύ-
τεχνος heißt. Ob Aschylos, da er
Μῆτις für
Πρόκνη setzte, an das attische Königsgeschlecht der Me- tioniden gedacht hat, ist fraglich. scheint
63.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-35
κιρκηλάτας (so Hermann für
κιρκηλάτου
τ): Schol.
τῆς
ὑπὸ
κίρκων
ἐλαυνομένης. Das Epitheton scheint an die Fabel vom Habicht (
ἔρηξ,
κίρκος) und der Nachtigall bei Hesiod "E. x. 'H. 203 ff. zu er- innern, da sonst kein Grund vor- liegt die Nachtigall als vom Habicht verfolgt zu bezeichnen. Vgl. A. Pischinger, Der Vogelgesang bei den griech. Dichtern, Eichstätt 1901, S. 38. Wegen der Feminin- form vgl.
ἀδμήτα 155,
περικλύστα Pers. 599, Lobeck Paralip. p. 458.
64.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-36
άτε,
ἥτε,
τι 49. -
ἀπὸ
χώρων
προτέρων (so Martin für
ποταμῶν
τ', zu welcher Lesart Hermann be- merkt: num aquatilis avis lus- cinia?)
ἐργομένα (wie Hom.
Ρ 571
ἐργομένη, Victorius schreibt
εἰργο-
μένα): die in eine Nachtigall ver- wandelte Gattin des Tereus ist wie die Danaiden von ihrer früheren Stätte verdrängt und klagt jetzt in neuer Weise, in Vogelweise ihr Heimweh. Andere schreiben
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
ἐργομένα (Her- mann) oder
ἀπὸ
χώρων
πατρίων
εἰργομένα (Haecker) oder
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
τεγγομένα (Tucker) oder
ἀπὸ
χόρτων
ποταμῶν
τ᾽
εἰργομένα (Neuman). Die zu 58 angeführte Stelle des Homer legt die Ver- mutung
ἐπὶ
χλωρῶν
πετάλων
ἑζομένα nahe. Doch gibt die in den Text gesetzte Lesart einen Vergleichungs- punkt zu dem Schicksal Danaiden.
ἐργομένη:
διωκομένη. der Schol.
65.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-37
W. Headlam vermutet
γόον
οἰκτρόν für
νέον
οἶκτον. Aber
νέον erhält eine Beziehung in
Ικονίοισι
νόμοισι 71.
ἠθέων: Schol.
τῶν
συνήθων
τόπων wie zu Hom.
Ζ 511
ῥίμφα
ἑ
γοῦνα
φέρει
μετά
τ᾽
ἤθεα
καὶ
νομὸν
ἵππων :
ἐπὶ
τοὺς
συνήθεις
τόπους. Die Bedeutung Wohn- stätte" hat das Wort im Ionischen (Herodot). Vgl. Eur. Hel. 274
έs
βάρβαρ᾽
ἤθη. Sie klagt um das verlorene Heim in Attika, nach welchem sie auch als Gattin des Tereus sich sehnte. Vgl. Paus. X 4,6
λέγουσιν
οἱ
Φωκεῖς
ὡς
τῇ
Φιλο-
μήλῃ
καὶ
ὄρνιθι
οὔσῃ
Τηρέως
δεῖμα
καὶ
τῆς
πατρίδος
ἔπεστι
τῆς
Τηρέως.
66-67.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-38
ξυντίθησι wie
συντιθεὶς
γέλων
πολύν Soph.
Αi. 303 (
συμμιγνὺς
τοῖς
λόγοις): sie verbindet damit, sie beweint zugleich —
αὐτοφόνως wird durch das folgende
πρὸς
χειρὸς
ἔθεν näher erklärt. Ebenso
αὐτοκτόνως Ag. 1635 (mit eigener Hand tötend), anders Sieb. 721 (durch gegenseitigen Mord).
69.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-39
δυσμάτορος
κότου, weil sie als Rabenmutter ihn umbrachte im Ingrimm gegen Tereus um Rache zu nehmen für die Mißhand- lung der Schwester. Vgl. Hom.
ψ 97
μῆτερ
ἐμὴ
δύσμητερ,
ἀπηνέα
θυμὸν
ἔχουσα.
70.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-40
τώς auch 678, Sieb. 471, 624, bei Sophokles und Euripides nirgends. —
φιλόδυρτος: vgl. Soph.
Εl. 1077 &
πάνδυρτος
ἀηδών.
71.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-41
Ιαονίοισι
νόμοισι (Schol.
ἀντὶ
τοῦ
φωνῇ
Ἑλληνικῇ) hat Bezug auf
νέον 65, gleichfalls wie die Nachti- gall in veränderter Weise, nicht in ägyptischer. Westphal denkt an die s. g. Ionische Harmonie. Pearson schreibt
ἀηδονίοισι
νόμοισι nach Fragm. 291
θρηνεῖ
δὲ
γόον
τὸν
ἀηδόνιον.
72-73.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-42
δάπτω,
ἀμύσσω. —
νειλοθερῆ: Schol.
τὴν
ἐν
Νείλῳ
θερισθεῖσαν,
ὅ
ἐστι
βλαστήσασαν
ἐν
Αἰγύπτῳ·
ἀπὸ
τῶν
σταχύων
δὲ
ἡ
μεταφορά, viel- mehr am Nil gebräunt, von der ägyptischen Sonne verbrannt". Da aber die Wortbildung eine ganz ungewöhnliche ist, spricht die Änderung von Bothe
ειλοθερή (,, sonnenverbrannt") sehr an (
είλο-
θερῆ andere Form für
εἱληθερῆ, vgl.
εἱλόπεδον Hom.
η 123). Das Zerkratzen der Wange und das Zerschlagen der Brust war wie das Zerreißen des Gewandes mit dem s. g.
ἰάλεμος verbunden, welcher Cho. 422 als
Κισσία
ηλεμιστρία be- zeichnet wird. Vgl. Soph. Ai. 627 ff. Ein solcher
ἰάλεμος folgt 118 f.
74.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-43
ἀπειρόδακρυν, an Tränen und Leiden nicht gewöhnt (nicht, wie andere erklären, endlos weinend, grenzenlos traurig "). Vgl.
ἀπειρόκακος,
ἀπειρόδροσος,
ἀπειρο-
πόλεμος,
ἀπειρότοκος u. a. Den Ge- danken, daß derjenige das Unglück weit stärker empfinde, welcher nur angenehme Verhältnisse kenne, spricht Äschylos auch Sieb. 350 mit
δμωίδες
καινοπήμονες aus öfters Euripides, Herc. 1291, Alk. 926, Hel. 417, Tro. 638, Iph. T. 1117, Fragm. 285, 15.
καρδίαν als Spondeus (
κάρζαν) wie 807, Sieb.275.
75.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-44
γοεδνὰ
ἀνεμίζομαι, Schol.
τῶν
γόων
τὸ
ἄνθος
ἀποδρέπομαι, nicht summos cruciatus perpetior, sondern ich lerne das Klagen. kennen",,,ich erfahre, was Jammer heißt", was ich bisher nicht wußte (
ἀπειρόδακρυν
καρδίαν). Das Wort
γοεδνός findet sich nur bei Aschy- los (200, Pers. 1048, 1058, 1064). Žu
ἀνθεμίζομαι vgl. Cho. 150
ὑμᾶς
δὲ
κωκυτοῖς
ἐπανθίζειν (nämlich
τὰς
χοάς, Schol.
στέφειν
ὡς
ἄνθεσιν)
νόμος.
76.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-45
,, ängstlich besorgt, ob einer der Freunde (Verwandten in Argos) sich meiner Flucht aus Aerien (Ägypten) annimmt“, d. h. ,in Sorge, wir möchten bei unseren Freunden keinen Schutz finden". nicht,, in Furcht, wir möchten von unseren Vettern, den Söhnen des Ägyptos, verfolgt werden".
δειμαίνουσα
φίλους
εἴ
τις entspricht der bei Verben des Fürchtens ge- bräuchlichen Anticipation des Sub- jekts des abhängigen Satzes. Mit
δειμαίνουσα
εἰ (ob) vgl. 745, Eur. Med. 184
φόβος
εἰ
πείσω.
Αερία,
ἡ
Αἴγυπτος,
παρὰ
τὸν
ἀέρα·
καὶ
γὰρ
ἠερόεσσαν
αὐτήν
φασιν.
οἱ
ἄνθρωποι
Αέριοι
καὶ
Ἀερίτης,
ἐκ
τῆς
ἀέρος
γενικῆς Steph.
Βyz., vgl. Hesych.
ἀερία·
ὁμίχλη,
παρὰ
Αἰ-
τωλοῖς.
Θάσον
τε
τὴν
νῆσον
καὶ
Αἴγυπτον
καὶ
Λιβύην
καὶ
Κρήτην
καὶ
Σικελίαν (
Θεσσαλίαν nach dem Schol. zu Apoll. Rh. I 580)
καὶ
Αιθιοπίαν
καὶ
Κύπρον
οὕτως
ἐκάλουν, Apoll. Rh. IV 267 und 270, Gell. N. A. XIV 6, 4. Nach dem Schol. zu unserer Stelle:
ἀερίας
ἀπὸ
γῆς·
σκοτεινῆς·
μέλαινα
γάρ
ἐστιν und Plut. ."Io. nai '06. K. 33 S. 364 C
τὴν
Αἴγυπτον
ἐν
τοῖς
μάλιστα
μελάγγειον
οὖσαν,
ὥσπερ
τὸ
μέλαν
τοῦ
ὀφθαλμοῦ,
Χημίαν (Chemi)
καλοῦσι ist
Αερία
γῆ das Land der schwarzen Erde", wie im Gegensatze dazu Arabien in ägyp- tischen Inschriften das Land der roten Erde" heißt.
79.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-46
θεοὶ
γενέται,
θεοὶ
γενέθλιοι, di gentiles, vgl. Eur. Ion 1130
θύσας
γενέταις
θεοῖσιν. Vor allem gilt die Anrufung dem
Ζεὺς
γεννή
τωρ (212).
80.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-47
εὖ
ἰδόντες, Schol.
καλῶς
τὸ
δίκαιον
ὁρῶντες.
καὶ
Ἡσίοδος (
Ε.
κ.
Η. 9) „,
κλύθι
ἰδὼν
ἀΐων
τε“, vgl.
εὖ
στυγήσας 537.
81.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-48
Oder wenn ihr uns auch nicht volle Erfüllung unseres Rechts gewährt, wenn ihr nur den Über- mut aufrichtig haßt, werdet ihr unserer Ehe Gerechtigkeit wider- fahren lassen", d. i. wir fordern von euch nicht das, wozu ihr als unsere Stammgötter verpflichtet wäret, wir fordern nur, was der Gottheit überhaupt zukommt, Haß und Ahndung des Frevelmuts. Die ionische Form
τέλεος findet sich öfters bei Äschylos.
περ (50 Hartung für
παρ') gehört eigent- lich zu aloa (,, obwohl es uns ge- bührt").
ἐτύμως wie Sieb. 902
ἐτύμως
δακρυχέων
ἐκ
φρενός.
στυγόντες: die Form
ἔστυγον Hom. P 694 und x 113. Die Änderung von Turnebus
στυγοῦντες ist also unnötig.
85.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-49
ἔστιν
κἀκ ist nach Enger von Linke) für
ἔστι
δὲ
κἀκ um der Responsion willen geschrieben. Auch für die im Kriege zum Weichen Gebrachten (
ἐκ
πολέμου
τειρομένοις s. v. a.
πολέμῳ
τειρομένοις
καὶ
ἐξ
αὐτοῦ
φεύγουσι) ist der Altar, wenn sie zu ihm ihre Zu- flucht nehmen (
φυγάσιν), eine Schutz- wehr gegen Verderben, als Gegen- stand der Ehrfurcht vor den Göttern". ·
ἀρῆς
ῥῦμα, Schol.
ῥῦμα
τῆς
βλάβης. Die ionische Form scheint gewählt zu sein, weil das Homerische
ἀρῆς
ἀλκτῆρα
γενέσθαι (Schol.
βλάβης) und
ἀρὴν
ἀμύνειν vorschwebt. Plut.
π.
δεισιδ. S. 166
Ε
πολεμίους
οἱ
φεύγοντες,
ἂν
ἀγάλματος
λάβωνται
ναοῦ,
θαρροῦσι.
88.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-50
εὔθ᾽
εἴην (so Pauw für
εἰθείη): ,,(Ich stamme von Zeus:) möge ich doch dem Zeus in voller Wahrheit angehören." Das Verhältnis der Abstammung wird in das religiöse Verhältnis zu Zeus umgewandelt und so der Übergang von dem mythologischen Zeus zu Zeus als höchstem Vertreter göttlichen Wesens und Inbegriff göttlicher Macht und Weisheit gewonnen. Mit
εὖ
παναληθῶς vgl.
εὖ
σάφα Eum. 196,
εὖ
σαφῶς Pers. 786.
89-90.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-51
,,Des Zeus Verlangen (Sinnen und Streben) ist nicht leicht zu erfassen." Schol.
γνωμικῶς
παρὰ
τὸ „
ἀνὴρ
δέ
κεν
οὔτι
Διός
νόον
εἰρύσσαιτο (Hom.
Θ 143), welche Stelle erklärt wird wie
Ψ 81
ματα
φίλη,
χαλεπόν
σε
θεῶν
αἰειγενετάων
δήνεα
εἴρυσθαι (an dich reißen, erkunden)
μάλα
περ
πολύιδριν
ἐοῦσαν. Vgl. unten 1068
τί
δὲ
μέλλω
φρένα
Δίαν
καθορᾶν,
ὄψιν
ἄβυσσον, Eur. Tro. 885
ὅστις
ποτ᾽
εἶ
σύ
δυστόπαστος
εἰδέναι,
Ζεύς,
εἴτε
ἀνάγκη
φύσεως
εἴτε
νοῦς
βροτῶν.
98-101.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-52
(vertauscht von West- phal mit 91-94 wegen des Zu- sammenhangs). Denn dichtbe- wachsen (im Dickicht versteckt) und in Schatten gehüllt ziehen sich hin die Pfade seiner Gedanken zu erschauen unerforschlich." Hesych.
δαῦλον·
δασύ und
δάσκιον·
μεγάλως
σκιάζον
διὰ
τὸ
σύνδενδρον
καὶ
δασύ.
Ζυ
πόροι vgl.
γνώμης
ὁδόν Eur. Hipp. 290,
σῶν
ὁδὸν
βουλευμάτων Hek. 744, zu
ἄφραστοι Hesych.
ἄφραστον·
ἀπρονόητον,
ὥστε
μηδένα
νοῆσαι,
τι
κατιδεῖν
ἄφραστοι Prom. 792
οὐ
γὰρ
ῥητὸν
αὐδᾶσθαι
τόδε.
95-96.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-53
Schol.
τὸ
ἐπὶ
νώτῳ
πίπτειν
τοὺς
παλαιστὰς
ἄσχημόν
ἐστιν. Aber mit dem Fall eines Ringers kann die Erfüllung der Pläne des Zeus Nach kaum verglichen werden. Soph. Fragm. 809
ἀεὶ
γὰρ
εὖ
πί-
πτουσιν
οἱ
Διὸς
κύβοι scheint der Ausdruck vom Würfelspiel entlehnt zu sein und
πίπτειν
ἐπὶ
νώτῳ einen ungünstigen Fall des Würfels zu bezeichnen. Sicher fällt und nicht auf den Rücken, was Haupte des Zeus zur Vollendung bereift ist" bedeutet also ,alle Pläne des Zeus gehen sicher in Erfüllung". Vgl. Hom.
Α 526
οὐ
γὰρ
ἐμὸν
παλινάγρετον
οὐδ᾽
ἀπατη‐
λὸν
οὐδ᾽
ἀτελεύτητον,
ὅ
τι
κεν
κε-
φαλῇ
κατανεύσω. Allerwege im traun erglänzt er auch in der Fin- sternis bei dunklem Geschicke den sterblichen Menschen", d. h.,,auch das Dunkel schwerer Trübsal er- leuchtet er, da diejenigen, welche auf das gerechte Walten der Götter vertrauen, Trost in der Hoffnung besserer Tage finden". Der Dichter entwickelt eine Art Theodicee. Den Gedanken, welcher gegen eine gött- liche Vorsehung vorgebracht wird, daß es den Guten schlecht, den Schlechten gut gehe, sucht der Dichter auch Eum. 553 zu ent- kräften:
ἑκὼν
δ᾽
ἀνάγκας
ἄτερ
δί-
καιος
ὢν
οὐκ
ἄνολβος
ἔσται·
πανώ-
λεθρος
δ᾽
οὔποτ᾽
ἂν
γένοιτο.
εἰ
κρανθῇ für
ἢν
κρανθῇ wie 130
ὁπόθι
ἀπῇ, Sieb. 243
ἄνδρας
ὧν
ἁλῷ
πό-
λις. —
μερόπεσσι
λαοῖς nachdem Homerischen
μερόπεσσι
βροτοῖσιν,
μερόπων
ἀνθρώπων („, Uber die Be- deutung von
μέροψ handelt Meh- liß in dem Progr. von Eisleben 1900, welcher die Bedeutung,, gesittet" darin findet).
102.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-54
Wie das gerechte und machtvolle Walten der Götter sich den Guten als Trost im Unglück erweist, so fährt es in das Glück der Bösen wie ein Blitz aus heite- rem Himmel und stürzt sie von den hochgetürmten Hoffnungen jählings hinab ohne irgendwie Gewalt aus- zurüsten. Von göttlichen Wesen ist alles Tun mühelos. In der Höhe thronend machen sie den Gedanken sofort zur Tat ohne sich von der Stelle zu rühren." Der Dichter eifert gegen die Vorstellungen vom Gigantenkampf, auf welchen auch
ὑψιπύργων hinzuweisen scheint. Vgl. Ov. Met. VIII 618 inmensa est finemque potentia caeli non habet et quidquid superi voluere, peractum est.
πανώλεις (ganz dem Verderben geweiht, ganz un- selig), Schol.
τοὺς
τοῦ
ὀλέσθαι
ἀξίους,
ὅ
ἐστι
κακούς, Hesych.
πανώλης·
πανώλεθρος,
ἐξώλης,
ἀπολλύμενος.
106.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-55
πᾶν (für
τὰν Wellauer)
ἄπο-
τον
δαιμονίων (in dem persönlichen Sinne wie Plat. Apol. 24
Β
ἕτερα
δαιμόνια
καινά): zum Gedanken vgl. Eur. Phoen. 689
πάντα
δ᾽
εὐ-
πετῆ
θεοῖς, Xenophan. Fragm. 1
εἷς
θεὸς
ἔν
τε
θεοῖσι
καὶ
ἀνθρώποισι
μέγιστος,
οὔτε
δέμας
θνητοῖσιν
ὁμοίιος
οὔτε
νόημα . .
ἀλλ᾽
ἀπάνευθε
πόνοιο
νόου
φρενὶ
πάντα
κραδαίνει.
107.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-56
ἥμεν (gesetzt für das un- metrische
ἥμενον der Handschrift), nämlich
τὰ
δαιμόνια, wofür dann in Gedanken
ὁ
δαίμων,
ὁ
Ζεύς ein- tritt. Wenn man im vorhergehen- den Verse mit Bothe
δαιμόνιον für richtig hält, so muß man annehmen, daß hier der Dichter
ὑψίθρονον, wie Schneider, oder
θάσσον
ἄνω, wie Weil vermutet, geschrieben habe.
108.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-57
αὐτόθεν
ἑδράνων
ἀφ᾿ (80 für
ἐφ' ein Ungenannter)
ἁγνῶν: vgl. Hom.
Τ 77
αὐτόθεν
ἐξ
ἕδρης,
ν 56
αὐτόθεν
ἐξ
ἑδρέων, Soph.
Αi. 780
εὐθὺς
ἐξ
ἕδρας.
ἐξέπραξεν : Der Aor. drückt aus, daß es im Augenblick geschieht:,,kaum ge- dacht ist es schon vollbracht".
110.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-58
Der Schluß lenkt von der allgemeinen Betrachtung göttlichen gerechten und machtvollen Waltens zurück zur Sache der Danaiden, an V. 83 anschließend.
ἰδέσθω: als Subjekt schwebt Zeus vor. Im Folgenden sind bildlicher und eigentlicher Ausdruck ohne Ver- mittlung verbunden (vgl. Schiller: Hier steh' ich, ein entlaubter Stamm): Gott schaue auf den Übermut, "von welcher Art dieser einem Stamme, von dem junge Zweige üppig aufsprießen, ver- gleichbar ob meiner Ehe jugendlichem Unverstande strotzt". in Wie Tevalós sind auch die folgenden Participia mit avdµýv übereingemacht, obwohl sie sich auf den Übermut, welcher mit
лvou verglichen ist, oder viel- mehr auf die übermütigen Söhne des Ägyptos beziehen. Für
καὶ
διάνοιαν vermutet Weil um des Versmaßes willen
μαργοσύναν
τε.
116-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-59
κέντρον ..
ἄλυκτον (so für
ἄφυκτον, weil
ἄλυκτον für das an- gespannte Zugtier mehr paßt, vgl. Suid.
ἄλυκτον·
τὸ
ἄφυκτον, viel- mehr
ὃ
οὐ
δύναταί
τις
ἀλύξαι): die Raserei treibt die Ägyptiaden wie das Zugtier der Treibstachel, dem es sich nicht entziehen kann.
ἄταν (so die Aldina für
ἄται, welches übrigens in der Hand- schrift aus
ἄταν korrigiert ist)
ἀπάτα
μεταγνούς ist eine sarkastische Wendung: ,,er hat sich infolge des Trugs der Leidenschaft statt zum Heilsamen zu seinem Verderben entschlossen". Mit
ἀπάτα vgl. Soph. Ant. 615 &
γὰρ
δὴ
πολύ-
πλαγκτος
ἐλπὶς
πολλοῖς
μὲν
ὄνασις
ἀνδρῶν,
πολλοῖς
δ᾽
ἀπάτα
κουφονόων
ἐρώτων. Durch
μεταγιγνώσκειν wird gewissermaßen die tragische Peri- petie ausgedrückt wie Ag. 231 Tò
παντότολμον
φρονεῖν
μετέγνω.
118-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-60
dritter Teil der Parodos, ein
i
άleuos (121), eine Klageweise, die mit heftiger Ge- bärde, mit Zerreißen des Gewandes (126 ff.) und Zerkratzen der Wangen
(
άuvyuós Cho. 24) verbunden war (zu 72). Die Danaiden erneuern ihre Bitte um Schutz, gehen aber von flehender Bitte zu entschiedener und heftiger Forderung über:,,Mit solchen Klagen trauere ich um mich wie um eine Tote und rufe das argivische Land um Gnade an, in- dem ich im Schmerze meinen Schleier zerreiße. Den Göttern wird gern und reichlich geopfert, wo Wohlstand herrscht und nicht Todesfurcht bedrückt. Ich weiß nicht, was werden soll. Der An- fang zwar, die Fahrt über das Meer, ist glücklich vonstatten ge- gangen; möge nur auch das Ende glücklich sein, daß ich nicht zur Ehe mit den verhaßten Vettern gezwungen werde. Die jungfräu- liche Artemis möge vor allem mir gegen den Angriff auf meine jung- fräuliche Ehre beistehen. Andern- falls, wenn mich die Götter des Olymp verlassen, werde ich samt den schutzflehenden Zweigen zum Zeus der Toten meine Zuflucht nehmen und mich erhängen. Ich merke wohl, daß die Eifersucht der Hera, welche unsere Ahnmutter quälte, auch mich verfolgt. Und statt der reichlichen Opfer wird Zeus nur Unehre ernten, wenn er die Nachkommen seines eigenen Sohnes Epaphos abweist und von uns Schutzflehenden sein Auge ab- wendet. Er möge sich merken, was ich ihm noch einmal zurufe: die Eifersucht der Hera ist schuld an meinem Leide." Die Drohung sich das Leben zu nehmen, wenn sie schutzlos gelassen werden wiederholt mit gesteigerter Hef- tigkeit 472, und damit ein Zeug- nis gegen den
Ζεὺς
ἱκέσιος ab- zulegen offenbart eine Entschlossen- heit und Heftigkeit des Charakters, welche die Bluttat in der Braut- nacht begreiflich macht.
118-119.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-61
θρεομένα
δ᾽
ἐγώ (so Enger für
λέγων): Hesych.
θρεομένη
θρη
νοῦσα. Uber die Stellung von
δέ zu 9. —
λιγέα
βαρέα, in bald hohen bald tiefen Tönen. Vgl.
λιγέα
κωκύ-
ματα Pers. 335 und
φθόγγον
τε
βαρύν Hom.
ι 257.
δακρυοπετῆ tränenrieselnde",
βᾶνα
αὐδάν d. i. unter
τῶν Tränen, nicht
παρασκευαστικὰ
τοῦ
πίπτειν
τὰ
δάκρυα
ἀκουόντων (Schol.), sondern
τὰ
ἐμὰ
δάκρυα.
122.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-62
Noch lebend singe ich mir mein Grablied, weil der Tod mir vor Augen steht (164). Vgl. Ag. 1321
ἅπαξ
ἔτ᾽
εἰπεῖν
ῥῆσιν
ἢ
θρῆνον
θέλω
ἐμὸν
τὸν
αὐτῆς, Hom. Z 500
αἳ
μὲν
ἔτι
ζωὸν
γόον
Εκτορα
ᾧ
ἐνὶ
οἴκῳ, Isokr. 10 § 27
ἰδὼν
αὐτοὺς
πενθουμένους
ἔτι
ζῶντας. —
μὲ für
ἐμαυτήν wie Eur. Andr. 256
ἀλλ᾽
οὐδ᾽
ἐγὼ
μὴν
πρόσθεν
ἐκδώσω
μέ
σοι.
123-124.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-63
ἱλέομαι, Schol.
ἱλάσκομαι. Die Form nur hier, Hom. B 550
ἱλάονται, weshalb Burges auch hier
ἱλάομαι schreiben will. Die Kon- traktion ist vernachlässigt wie in
τρομέονται Pers. 65,
ποθέουσαι ebd. 545,
τρομέων Prom. 558 in melischen Partien. Dem
μέν ent- spricht
δέ 126; der folgende Satz
καρβᾶνα
δ'
κοννεῖς steht als Parenthese.
Απία auch 266, Ag. 268, Soph. O. K. 1303 von Argos oder dem Peloponnes. Vgl. Paus.
Η 5, 7
οὗτος
ὁ
Απις
ἐς
τοσόνδε
ηὐξήθη
δυνάμεως
πρὶν
ἢ
Πέλοπα
ἐς
Ὄλυμπον
ἀφικέσθαι,
ὡς
τὴν
ἐντὸς
᾿Ισθμοῦ
χώραν
Ἀπίαν
ἀπ᾿
ἐκείνου
καλεῖσθαι.
βοῦνις,
ὀρεινή (hügelig) nach dem Schol. zu yã
βοῦνι 784. Die Erklärung
τὴν
γῆν
κατὰ
βαρβάρους (Schol. zu dieser Stelle, vgl. Hesych.
βοῦνις·
γῆ.
Αἰσχύ
λος,
Εtym.
Μ. p. 208, 3) ist aus der vorliegenden Stelle entnommen, wo
βοῦνιν wegen des folgenden
καρ- als Fremdwort be- trachtet und nach
Απίαν im Sinne von yn gedeutet wurde. Phryni- chos Epit. 355 bemerkt über
βουνός:
ὀθνεία
ἡ
φωνὴ
τῆς
Ἀττικῆς und führt zum Belege eine Stelle des Komikers Philemon (142 Ko.) an, wo einer das Wort
βουνός braucht und der andere ihm ins Wort fällt:
τίς
ἔσθ᾽
ὁ
βουνός;
ἵνα
σαφῶς
σου
μανθάνω. Nach Herod. IV. 199 war
βουνός in Kyrene im Gebrauch. Für die Zuhörer des Äschylos konnte deshalb
βοῦνις ebenso als Fremd- wort gelten wie
βᾶρις 849. Daher
καρβᾶνα
δ᾽
αὐδὲν
εὖ,
γᾶ,
κοννεῖς (so Boissonade für
εὐακοννεῖς, 136
εὐγακόννις), Schol.
ὦ
γῆ,
νοεῖς
καὶ
τὴν
βάρβαρον
φωνήν. —
καρβάν: die Form
κάρβανος unten 925 u. Ag. 1045
καρβάνῳ
χερί. —
κοννεῖς wie 170, He- sych.
κοννεῖν·
συνιέναι,
ἐπίστασθαι.
126-127.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-64
ἐμπίτνω
ξὺν
λακίδι
λινο-
σινεῖ (so Bücheler für
λίνοισιν
ῆι), ich greife hinein mit faden- zerstörendem Zerreiben, vgl. Cho. 27
λινοφθόροι
δ᾽
ὑφασμάτων
λακίδες
ἔφλαδον
ὑπ᾽
ἄλγεσιν
πρόστερνοι
στολμοὶ
πέπλων, Pers. 128
βυσσίνοις
δ᾽
ἐν
πέπλοις
πέσῃ
λακίς.
128.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-65
Σιδονία
καλύπτρα: Homer rühmt die Metall- und Woll- arbeiten der kunstsinnigen (
πολυ
δαίδαλοι
Ψ 743) Sidonier:
Ζ 289
ἔνθ᾽
ἔσαν
οἱ
πέπλοι
παμποίκιλοι,
ἔργα
γυναικῶν
Σιδονίων,
τὰς
αὐτὸς
Αλέξανδρος
θεοειδής
ἤγαγε
Σιδονίη-
θεν. Mit
Σιδονίᾳ wird also die Feinheit des Schleiers bezeichnet und die Feinheit der Arbeit steht in Kontrast zum Zerreiben, vgl. 439, Hom. A 245
ποτὶ
δὲ
σκῆπτρον
βάλε
γαίῃ
χρυσείοις
ἥλοισι
πεπαρμένον. Daher unten 915
λακὶς
χιτῶνος
ἔργον
οὐ
κατοικτιεῖ.
129-130.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-66
,,Den Göttern wird gerne der Weihezoll heiliger Opfer dar- gebracht, wo es den Menschen wohl ergeht und nicht Todesfurcht sie bedrückt" (wie uns, die wir lieber in den Tod gehen, als daß wir uns zur Ehe zwingen lassen).
Ζη
πελομένων
καλῶς
τῶν
πρα-
γμάτων) vgl.
εὖ
ξυντυχόντων Sieb. 260,
ὀρθουμένων
Εum. 775. —
τέλεα wie
τέλη
ἔγκαρπα (Weihezoll von Früchten) Soph. Trach. 238.
ἐπίδρομά
ἐστι (Hiegen ihnen zu be- zeichnet den Eifer, mit welchem die Opfer dargebracht werden.
ὁπόθι
ἀπῇ ohne
ἄν wie 96
εἰ
κρανθῇ. Die Götter werden an ihr eigenes Interesse erinnert wie Sieb. 76
ξυνὰ
δ᾽
ἐλπίζω
λέγειν·
πόλις
γὰρ
εὖ
πράσσουσα
δαίμονας
τίει, Cho. 255
πατρὸς
νεοσσούς
τούσδ'
ἀποφθείρας
πόθεν
ἕξεις
ὁμοίας
χειρὸς
εὔθοινον
γέρας; Die Danaiden versprechen damit reichliche Opfer für den Fall glücklichen Gelingens.
132-133.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-67
δυσάγκριτοι: Schol.
δυσδιά-
γνωστοι. Die Danaiden können nicht ahnen, wie sich ihr Schick- sal gestalten wird, fürchten aber das Schlimmste.
ποῖ..
ἀπάξει; (Schol.
ἡμᾶς) ist ein natürlicher Ausdruck im Munde desjenigen, der eben eine lange Meerfahrt durchgemacht hat. Ihr Leben ist noch voll von Sturm.
134.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-68
Ephymnien finden sich bei Aschylos und Euripides, nicht bei Sophokles, bei Äschylos besonders in den Hik. und der Orestie. Zu den Ephymnien, welche in der Wiederholung der gleichen Worte bestehen, kommen 638 ff. und Ag. 379 ff. Ephymnien, die man rhyth- mische nennen kann, welche durch die Wiederholung des gleichen Versmaßes in den Schlußpartien mehrerer Strophen und Anti- strophen gebildet werden. Wie das Ephymnion hier bei der Anti- strophe, so fällt das bei der letzten Strophe aus dem Zusammenhang der übrigen Gedanken heraus, ein deutliches Kennzeichen, daß von anderen Sängern (dem Gesamt- chor) vorgetragen wird. es
140-141.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-69
Schol.
λινορραφὴς
δόμος
δορός:
ἡ
ναῦς,
παρόσον
τρυπῶντες
τὰς
ναῦς (1.
σανίδας)
σπάρτοις
αὐ
τὰς
συνέρραπτον.
καὶ
τὸ
παρ'
Ομή
ρῳ (
ξ 383) „
νῆας
ἀκειόμενον
τὸ
συρράπτοντα
δηλοῖ. Stanley will
δορός mit
στέγων verbinden: mare arcens a ligno. Aber von den Planken des Schiffs bleibt das Meer nicht weg.
ἅλα
στέγων, Schol.
τὴν
θάλατταν
εἴργων. Vgl. Sieb. 202
πύργον
στέγειν
εὔχεσθε
πολέμιον
δόρυ.
142.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-70
ἀχείματον
σὺν
πνοαῖς, nicht mit stürmischen Winden.
143.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-71
οὐδὲ
μέμφομαι, und ich bin zufrieden.
144-145.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-72
ἐν
χρόνῳ (mit der Zeit) wie Eum. 501
μεταὖθις
ἐν
χρόνῳ.
πατὴρ
ὁ
παντόπτας: vgl. Hesiod E.
κ.
Η. 267
πάντα
ἰδὼν
Διὸς
ὀφθαλμὸς
καὶ
πάντα
νοήσας.
146.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-73
Bei Aschylos kommt nur
κτίζειν, nicht
ποιεῖν mit einem prädikativen Adjektiv vor. Vgl. zu Eum. 17. er
147.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-74
σπέρμα . .
ἐκφυγεῖν: Schol.
λείπει
τὸ
δοίη, vielmehr ist der Infin. von dem in
τελευτὰς
πρευμε
νεῖς
κτίσειεν liegenden Begriff möge bewirken" abhängig. -
μέγα
σεμνῆς wie Prom. 674
ὦ
μέγ'
εὔδαι-
μου
κόρη, bei Homer
μέγα
νήπιος
μητρός,
Ιους, vgl.
ματρὸς
ἀρχαίας 51.
ἀδάματον, nicht der Jungfräulichkeit beraubt. u. a.
150.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-75
,,Zugetan blicke mich, die ich ihr zugetan bin, Artemis von ihrem hehren Tempel her an, die keusche Tochter des Zeus, und entreiße als Jungfrau uns als Jung- frauen den Verfolgungen, so daß wir der Ehe der Vettern entgehen." Für
Αρτεμις, wie Hermann ver- mutet hat, steht
ἀσφαλές in der Handschrift (W. Headlam will &
Καλά schreiben, vgl. Ag. 146), für
διωγμοῖς
ἀλκαθοῦσ᾽ bietet die Hand- schrift
διωγμοῖσι
δ᾽
ἀσφαλέας, der Text ist also sehr unsicher. Her- mann vermutet
ἀσχαλῶσ', wozu
παντὶ
σθένει weniger zu passen scheint. Mit
θέλουσα
θέλουσαν vgl. Hom. 272
τὴν
δ᾽
ἐθέλων
ἐθέλουσαν
ἀνήγαγε
ὅνδε
δόμονδε.
ἐπιδέτω: zu 1. Hesych.
ἐνώπια·
τὰ
καταντικρὺ
τοῦ
πυλῶνος
φαι-
νόμενα
μέρη,
ἃ
καὶ
διεκόσμουν
ἕνεκα
τῶν
παριόντων, Hom.
δ 42
πρὸς
ἐνώπια
παμφανόωντα. „Vom Gipfel des vorspringenden Berges Lykone sah man zwischen Zypressengruppen den Tempel der Artemis Orthia herabschimmern; unten links von der Heerstraße lag ein anderer Artemistempel" (Curtius Pelop. II Paus. II 24, 5).
153-154.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-76
Mit aller Kraft der Ver- folgung wehrend" (
σθένει für
σθέ-
νουσι).
Ζυ
άλκαθοῦσα vgl. Bekk. Anecd. S. 383, 31
ἀλκάθω
καὶ
ἀλ-
κάθειν
Σοφοκλῆς
καὶ
Αἰσχύλος.
ση-
μαίνει
δὲ
τὸ
βοηθεῖν. Dab
ἀλκα-
θεῖν zu schreiben und als Aorist- form zu betrachten ist, hat Elms- ley zu Eur. Med. 186 dargetan. Vgl. auch
βοηθεῖν
συμφοραῖς.
155-156.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-77
ἀδμῆτας (von der Form
ἀδμής wie Soph.
Ο.
Κ. 1056
άδμῆτας
ἀδελφάς): der Akk. ist von
ῥύσιος
γενέσθω wie von
ῥυσάσθω abhängig, vgl.
ἔξαρνον
εἶναι mit Akk. und zu
πολλὰ
συνίστορα (
στέγην) Ag. 1075. Mit
160-161.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-78
μελανθές wird durch
ἡλιό-
κτυπον näher erklärt: von der Sonne schwarz gebrannt".
μελανθές vgl. Soph.
Ο.
Τ. 742
λευ
κανθὲς
κάρα und zu Prom. 23. Mit
ἡλιόκτυπος vgl.
ὀμβρόκτυπος,
χιονόκτυπος,
νιφόκτυπος. Als neger- farbig werden 727, 753 die Söhne des Agyptos bezeichnet. Vgl. Herod.
Η 57
μέλαιναν
λέγοντες
εἶναι
τὴν
πελειάδα
σημαίνουσιν
ὅτι
Αἰγυπτίη
ἡ
γυνὴ
ἦν. Da 240 f. unter den auf- fallenden Kennzeichen die schwarze Hautfarbe nicht hervorgehoben wird, so läßt sich annehmen, daß die Maske nur ein sonnenverbranntes, kein negerfarbiges Gesicht darstellte. 162
Ε.
τὸν
γάϊον
Ζῆνα
τῶν
κεκμη
κότων: Schol.
τὸν
καταχθόνιον "
Αι-
δην, nach Hom. I 457
Ζεύς
τε
κατα-
χθόνιος
καὶ
ἐπαινὴ
Περσεφόνεια, vgl. Hesiod E.
κ.
Ἡ. 465
Διὶ
χθονίῳ und unten 237. Nach Paus. II 24, 4 nannte Äschylos auch den Gott des Meeres Zeus.
πολυξενώτατον: vgl. Fragm. 228
Ζαγρεῖ
τε
νῦν
με
καὶ
πολυξένῳ (vielleicht
Ζαγρεῖ
τε
πανδόκῳ
τε
καὶ
πολυξένῳ)
χαίρειν, Sieb. 846
πανδόκον
εἰς
ἀφανῆ
τε
χέρσον. Im Hymnus auf Demeter heißt Hades
Πολυδέκτης (9) und
ἄναξ
Πολυδέγμων (17). 1651.
γένος . .
ἱξόμεσθα wie Pers. 791
πράσσοιμεν
ὡς
ἄριστα
Περσικός
λεώς.
σὺν
κλάδοις wird mit Bitterkeit hinzugefügt: "
Αιδης soll uns
Ζεὺς
ἱκέσιος werden.
ἀρτά-
ναις: die gewöhnliche Art des Selbstmordes bei Frauen (Iokaste, Antigone, Phädra u. a.).—uǹ tvxov-
σαι,
ἁμαρτοῦσαι, wenn sie unser Flehen nicht erhören.
168-169.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-79
Ζήν alte Form für
Ζεύς, dorisch
Ζάν (Aristoph. Vö. 570): Ach Gott, der Groll von Seite der Götter (der Hera) gegen Io ist's, der uns geifelt
μαστίκτειρ (80 Abresch für
μάστειρ' nach dem Schol.
μαστιγωτική)
τη
μαστικτήρ (475) wie
σώτειρα
και
σωτήρ. - Nach dem Schol.
ὦ
Ζεῦ,
ἡ
παρὰ
τῶν
θεῶν
μῆνις
κατὰ
Ἰοῦς
ὠδῆς (
μανιώ-
δης?)
ἐστὶ
καὶ
μαστιγωτική will Dindorf
οἰστρώδης oder ein ähn- liches Epitheton für ió setzen.
170.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-80
Ich erkenne das eifer- süchtige Wesen (
ἄγαν für
ἄταν Bamberger, vgl. Hesych.
ἄγαις·
ζηλώσεσιν.
Αἰσχύλος
Θρήσσαις) dei- ner Gattin, welches die ganze Götterwelt beherrscht (
γαμετᾶς
οὐ-
ρανόνικον für
γαμετουρανόνεικον Victorius. Hermann
γαμετᾶς
σᾶς und Pearson
οὐρανονίκου). Denn ein schwerer Wind bringt uns Sturm (der gewaltige Sturm, welcher uns bedroht, läßt auf das Wirken einer höheren Macht schließen).
174.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-81
Der Gedanke knüpft nicht an das Ephymnion, sondern an den vorhergehenden Gedanken: wir werden in den Tod gehen" an: Und dann wird Zeus der Nach- rede der Ungerechtigkeit verfallen (
ἐνέξεται für
ἐνεύξεται Porson), wenn er in uns den Sohn der Io, sein eigenes Kind, mißachtet und jetzt bei unserem Flehen sein Antlitz ab- wendet. Er möge es in der Höhe wohl hören, wenn man also zu ihm ruft: Ach Gott" u. s. w. W. Headlam vermutet
ψόγοις für
λόγοις, ohne Not.
177.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-82
ἀτιμάσας, weil das Flehen seiner Nachkommen nicht erhört wird. In diesem Sinne wird
ἀτιμά-
ζειν,
ἄτιμος gern gebraucht. Vgl. 383, Prom. 809, Soph. O. K. 49, 1273, O. T. 788 u. a.
τόν,
ὅν: bei den Tragikern werden die mit Tanlautenden Formen des Artikels auch relativisch gebraucht, in dia- logischen Partien gewöhnlich nur um des Versmaßes willen (309, 530, Ag. 531, so auch in melischen Par- tien 607, 656, 707, Eum. 919). Es kennzeichnet die Altertümlichkeit des Stils, daß in diesem Stücke solche Formen ohne metrische Gründe nicht bloß in lyrischen Par- tien (hier wie Cho. 603, Eum. 337), sondern auch an einer Stelle des Dialogs sich finden (271).
γόνῳ, durch Zeugung, wie Isae. II 18 tov
αὐτὸν
τρόπον
ὥσπερ
γόνῳ
ὄντα
πατέρα
ἐμαυτοῦ (,,wie meinen leib- lichen Vater")
ἐθεράπευον (
ἐκεῖνον).
179-180.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-83
Vgl.
ὄσσε
πάλιν
κλίνειν (das Gesicht abwenden) bei Homer u. Soph. Phil. 935
ἀλλ'
ὡς
μεθήσων
μήποθ᾽
ὧδ᾽
ὁρᾷ
πάλιν.
181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-84
Das Ephymnion, welches in der Handschrift fehlt, hat Canter ergänzt.
182-532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-85
erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
182-183.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-86
φρονεῖν, verständig, be- sonnen und taktvoll sein, sich mäßigen. Danaos kennt die Heftig- keit seiner Töchter.
πιστῷ, ge- treu, vertrauenswürdig. -
ναυκλήρῳ, Schol.
ἐξάρχῳ, vgl.
στασίαρχος 12.
184-185.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-87
Wie ich auf dem Meere eure Fahrt geleitet habe, so habe ich jetzt auf dem Lande für euch gesorgt und auf der Höhe dieses Altares stehend das Nötige be- obachtet; ich kann euch deshalb sagen, was ihr jetzt zu erwarten und wie ihr euch dem gegenüber zu verhalten habt."
τὰ
ἐπὶ
χέρ-
σου ist freier Akk.
προμηθίαν
λαβών (so für
λαβεῖν Wordsworth),
ὑμῶν.
αἰνῶ,
παραινῶ wie Cho. 553
αἰνῶ
δὲ
κρύπτειν
τάσδε
συν-
θήκας
ἐμάς. Ebenso
ἐπαινῶ unten
δελ- 1007, Cho. 579, Sieb. 583.
τουμένας, in die Tafel eures Ge- dächtnisses einschreibend, euch tief einprägend. Vgl. zu Prom. 815
ἐγγράφου
σὺ
μνήμοσιν
δέλτοις
φρενῶν.
186.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-88
Das Asyndeton, weil die Angabe des Angekündigten (
τἄμ'
ἔπη) folgt.
κόνιν wie 791
κόνις, Prom. 1118
κόνιν, Cho. 927
ὄφιν, 542
οὔφις, eine Eigentümlichkeit des attischen Dialekts nach Cram. Anecd.
Οxon. III 298
Αριστοκλῆς
ἐν
τῷ
περὶ
διαλέκτων
φησὶν
Αττικοὺς
ἐκτείνειν.
ἄναυδον
ἄγγελον wie Theogn. 549
ἄγγελος
ἄφθογγος
πόλεμον
πολύδακρυν
ἐγείρει,
Κύρνο,
ἀπὸ
τηλαυγέος
φαινόμενος
σκοπιῆς.
ἀλλ᾽
ἵπποις
ἔμβαλλε
ταχυπτέρνοισι
χαλινούς·
δῄων
γάρ
σφ᾽
ἀνδρῶν
ἀντιάσειν
δοκέω
κτἑ. Vgl. Sieb. 81
αἰθερία
κόνις
με
πείθει
φανεῖσ
ἄναυδος
σαφὴς
ἔτυμος
ἄγγελος, Eum. 245
μηνυτῆρος
ἀφθέγκτου
φραδαῖς.
187.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-89
Das Asyndeton muß seinen Grund in der Lebhaftigkeit der Schilderung haben, wenn es nicht ursprünglich
σύριγγε
δ' . .
ἀξονηλάτω geheißen hat (Enger vermutet
σύριγγες
οὐ
σιγῶσι
δ'). —
οὐ
σιγῶσιν, d. i. sind laut vernehmbar. —
άξονή
λατος wie
τροχήλατος.-Vgl. Sieb.187
σύριγγες
ἔκλαγξαν
ἑλίτροχοι, 137
ἔλακον
ἀξόνων
βριθομένων
χνόαι.
189.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-90
καμπύλα
ὀχήματα wie
καμ-
πύλος
δίφρος Pind. Isthm. III 47,
ἀγκύλον
ἅρμα Hom. Z 39 mit Bezug auf die Form des Wagenstuhls.
190-191.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-91
πρὸς
ἡμᾶς bei
ὀπτῆρες
εἶεν nach dem Sinne zu uns kommen um Kundschaft durch den Augen- schein einzuziehen". Andrer Art ist
δεῦρο
ἐποπτεῦσαι Cho. 581.
ἀρχηγέται: der verallgemeinernde Plural von dem einen Herrscher. Die Vermutung des Danaos motiviert das Auftreten des Königs.
192.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-92
ἀπήμων aktiv (ohne schlimme Absicht), Ag. 559, Eum. 894 passiv (ohne Weh, nicht vom Unglück heimgesucht).
τεθηγμένος (gereizt) für
τεθειμένος Pearson, vgl. Sieb. 702
τεθηγμένον
τοί
μὲ
οὐκ
ἀπαμ-
βλυνεῖς
λόγῳ, Eur. Hipp. 689
ὀργῇ
συντεθηγμένας
φρένας. Abresch vermutet
τεθυμμένος nach Plat. Phaedr. S. 230
Α
σκοπῶ
ἐμαυτόν,
εἴτε
τι
θηρίον
τυγχάνω
Τυφώνος
πολυπλοκώτερον
καὶ
μᾶλλον
ἐπιτε-
θυμμένον
εἴτε
ἡμερώτερόν
τε
καὶ
ἁπλούστερον, w das Wortspiel
Τυφῶνος -
ἐπιτεθυμμένον die Wahl des Ausdrucks veranlaßt hat.
193.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-93
τῶνδ᾽
ἐπόρνυται (sich heran- bewegt)
στόλος für
τόνδ'..
στόλον Todt wegen des Singulars nach
ἀρχηγέται, obwohl das Scholion
τὸν
πρὸς
ἡμᾶς
στόλον
μετὰ
ὁρμῆς
ποιεῖται auf die überlieferte Les- art hinweist.
194.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-94
παντὸς
εἵνεκα, für alle Fälle.
195.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-95
πάγον
προσίζειν
τόνδ' (80 Turn. für
τῶνδ') wie
βωμὸν
προ-
σίζειν Eur. Fragm. 1049,
τὸ
σὸν
ἐφεζόμην
βρέτας Eum. 449.
ἀγώνιοι
θεοί (248) sind nicht
οἱ
τῶν
ἀγώνων
προεστῶτες, wie Hesych. angibt, auch nicht die Götter der Ver- sammlung,
θεοὶ
ἀγοραῖοι nach dem Schol. zu Hom. 21
παρὰ
δὲ
Βοιωτοῖς
ἀγὼν
ἡ
ἀγορά..
ὅθεν
καὶ
ἀγωνίους
θεοὺς
Αἰσχύλος
τοὺς
ἀγοραίους, sondern die zu einem Göttervereine (
θεῖος
ἀγών Hom. H298) verbundenen Gottheiten, denen an einem Altare gemeinsam geopfert wird, die des- halb eine
ξυντέλεια (Sieb. 237, Schol.
τὸ
κοινὸν
ἄθροισμα
τῶν
θεῶν) bilden. Vgl. 228
πάντων
ἀνάκτων
τῶνδε
κοινοβωμίαν.
196.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-96
ἄρρηκτον ist im Sinne des Homerischen
ἔγχος
ῥῆξε
σάκος auf- zufassen.
197.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-97
Paley vermutet
τάχιστ'
ἀμβᾶτε.
λευκοστεφεῖς wie 336, Schol.
λευκοῖς
ἐρίοις
ἐστεμμένας. den
198.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-98
,,Alles, womit man die Götter ehrt oder ihre Heiligtümer schmückt, wird
ἄγαλμα genannt" Kruse.
Ζεὺς
αἰδοῖος ist als
Ζεὺς
Ικέσιος Hort des Erbarmens gegen Bedrängte und Schutzflehende.
Αἰδεῖσθαι und
αἴδεσις sind solenne Ausdrücke für die Aussöhnung zwischen dem Mörder und Verwandten des Gemordeten. Vgl. Paus. VII 25, 1
φαίνεται
δὲ
καὶ
παραινῶν
ὁ
ἐν
Δωδώνῃ
νέμειν
ἐς
ἱκέτας
αἰδῶ, Hom. o 373
αἰδοίοισιν
ἔδωκα mit dem Schol.
οὕτω
τοὺς
ἱκέτας
ἔλεγον,
Φ 75
αἰδοῖος
ἱκέτης (der auf Rücksicht und Erbarmen Anspruch hat).
199.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-99
σεμνώς in ehrfurchtgebieten- der Weise.
διὰ
χερῶν
εὐωνύμων: Schol.
ὅ
ἐστιν
ἀντέχεσθε
τῇ
δεξιᾷ
τῶν
ἀγαλμάτων,
τῇ
ἀριστερᾷ
τοὺς
κλάδους
κατέχουσαι.
200-201.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-100
αἰδοῖα (wie 464)..
ζαχρεῖ (so für
τὰ
χρέα Geel)
ἔπη sind klagende Worte, welche Erbarmen heischen und der Ausdruck der Bedürftigkeit sind. Die Konstruk- tion wie Soph.
Ο.
Κ. 991
ἓν
γάρ
μ'
ἄμειψαι
μοῦνον, Herod. 1 173
ταῦτα
τοὺς
φίλους
ἠμείψατο. —
ὡς
ἐπήλυδας
πρέπει, nämlich
ἀμείβεσθαι
αἰδοῖα
ἔπη. Eindringlich hält Euripides den Fremden und Metöken ihre Pflicht vor sich zu- rückhaltend zu benehmen Hik. 891 ff., Med. 222. Vgl. Soph. O.K.12,
202.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-101
τάσδ' (wahrscheinlich
τὰς)
ἀναιμάκτους
φυγάς in demselben Sinne wie
οὔτιν᾽
ἐφ᾽
αἵματι
δημη-
λασίαν 6, eine nicht durch Biut- schuld veranlaßte Flucht.
203.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-102
ἑπέσθω, soll begleiten.
πρῶτα
μέν: der zweite Punkt wird nicht mit
ἔπειτα, sondern mit
δέ gebracht, weil die Wendung des Gedankens sich ändert. Vgl. 415. Der Ton der Rede soll nichts Freches und Dreistes haben (c'est le ton qui fait la musique). Vgl.
204-205.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-103
τὸ
μὴ
μάταιον, das nicht Unbegründete, das Wahre. Soph. Phil. 345
λέγοντες
εἴτ᾽
ἀληθὲς
εἴτ᾽
ἄρ᾽
οὖν
μάτην. Die Wahrheit und sein Recht muß man mit Be- scheidenheit und Ruhe, ohne Leidenschaft vertreten.
σε
σωφρο-
νισμένων für
μετώπω
σωφρονῶν Dindorf.
μετώπω(
ν) rührt von einer Überschrift über
προσώπων her und ist vielleicht für dieses ein- zusetzen. Auf der Stirne und im Auge offenbart sich vornehmlich das Innere. Vgl. auch 732
ἡσύχως
καὶ
σεσωφρονισμένως, Eur. Tro. 654
γλώσσης
τε
σιγὴν
ὄμμα
θ'
ἥσυχον
πόσει
παρεῖχον. 2061.
πρόλεγχος
γένῃ, Schol.
πολλὰ
προοιμιάζου.
ἐφολκός, hinterherkommend wie ein ins Schlepptau genommenes Schiff. Mache keine langen Umschweife, komme gleich zur Sache, bleibe auch bei der Sache und bringe nicht andre Dinge hinterher."
τὸ
τῇδε, in diesem Punkte.
ἐπίφθονον, empfindlich (geneigt etwas übelzunehmen). —
γένος (der argirische Stamm) wie 279
πόλις ohne
ἥδε, 244
χώραν ohne
τήνδε, 640
γένει ohne
τῷδε. Zu Pind. Isthm. V 58
τὸν
Αργείων
τρόπον
εἰρήσεται
πάντ'
ἐν
βραχίστοις be- merkt der Schol.:
σύντομοι
δὲ
οὐ
μόνον
Λάκωνες,
ἀλλὰ
καὶ
᾿Αργείοι, vgl. Soph. Fragm. 61
ῥῆσις
βραχεία
τοῖς
φρονοῦσι
σώφρονα
πρὸς
τοὺς
τεκόντας
καὶ
φυτεύσαντας
πρέπει
ἄλλως
τε
καὶ
κόρῃ
τε
κἀργεία
γένος,
αἷς
κόσμος
ἡ
σιγή
τε
καὶ
τὰ
ταῦρ᾽
ἔπη, 424
πάντ᾽
οἶσθα,
πάντ᾽
ἔλεξα
τἀντεταλμένα·
μῦθον
γὰρ
Αργολιστὶ
συντέμνω
βραχύν. Diese Stellen zeigen, daß Aschylos mit genauer Kenntnis argivischen Wesens diese Mahnungen dem Danaos in den Mund legte. Es hieße dem Dichter Fesseln anlegen, wollte man mit Hermann fragen: unde didicit Danaus, qui modo Argos venit, pronos ad vituperandum esse Argivos?
208.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-104
χρεῖος
εἶ, Schol.
ἐπικουρίας
χρήζεις. Ein doppelter Grund da- für liegt in
ξένη
φυγάς.
209.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-105
Vgl. Hom.
Β΄ 200
δαιμόνι,
ἀτρέμας
ἧσο
καὶ
ἄλλων
μῦθον
ἄκουε,
οἳ
σέο
φέρτεροί
εἰσι,
σὺ
δ᾽
ἀπτόλε
μος
καὶ
ἄναλκις,
Ψ 478
οὐδέ
τί
σε
χρὴ
λαβραγόρην
ἔμεναι·
πάρα
γὰρ
καὶ
ἀμείνονες
ἄλλοι.
210.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-106
φρονοῦντας für
φρονοῦσαν
με: nach dem canon Dawesianus steht, wenn eine Frau von sich in der Mehrzahl spricht, das mascu- linum, weil bei der im Plural liegenden Verallgemeinerung die Rücksicht auf das Geschlecht weg- fällt. Dindorf
φρονοῦσαν.
211.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-107
φυλάξομαι hier ich werde gewissenhaft darauf bedacht sein“.
212-213.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-108
γεννήτωρ,
γενέθλιος, der Stammvater unseres Geschlechts.
ἴδοι
ἴδοιτο
δῆτα wie 221 f.
συγγοίη
συγγνοῖτο
δῆτα, Sieb. 863f.
μέλεοι
μέλεοι
δῆτα, wenn man ein Wort bekräftigend wieder- holt.
213-216.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-109
Die richtige Ordnung der Verse hat Hermann hergestellt, nachdem schon Burges gesehen, daß 216 seinen richtigen Platz nach 212 hat.
214-215.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-110
πέλας mit Dativ wie Fragm 102, Soph.
Αi. 774, Eur. Phoen. 845. ,,Nun, so säume nicht mit der Ausführung", Schol.
ὡς
αὐτοῦ
ἤδη
καθεσθέντος. Wahrscheinlich hat sich Danaos an der Statue des Zeus in der Mitte der Altar- erhöhung niedergelassen (Hermann).
σχολάζειν mit Gen. wie
ὑστερεῖν,
λείπεσθαί
τινος.
μηχανῆς
δρα-
στηρίου (in der Handschrift
δ'
ἔστω
κράτος) wie Sieb. 1032
παρέσται
μηχανὴ
δραστήριος, Eum. 649
ἔστι
τοῦδ᾽
ἄκος
καὶ
πολλὴ
μηχανή
λυ-
τήριος, unten 1083
λυτηρίοις
μηχα-
ναῖς, 532
τύχη
πρακτήριος. Nach diesem Verse begibt sich der Chor an den Altar und läßt sich neben Danaos knieend nieder.
215.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-111
,, Bemitleide uns wegen der Unglücksschläge nicht erst, nach- dem wir schon vernichtet sind."
κόπων wie
στένω
σε
τᾶς
οὐλομένας
τύχας Prom. 413. ·
μὴ
ἀπολωλότας: diese Krasis ist ziemlich häufig, vgl. 733, 781. Das masc., weil Danaos eingeschlossen ist. Auch diese Bitte verrät das verhaltene heftige Wesen der Danaiden.
217.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-112
Die durch die Stichomythie angezeigte Lücke kann etwa mit
καὶ
μὴ
θέλοντος
πάντα
σοι
διοίχεται Anders Her- ausgefüllt werden. mann: excidit versus chori signum Solis dei conspicientis, ornatum fortasse imagine galli gallinacei.
218.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-113
Ζηνὸς
ὄρνιν: Schol.
τὸν
ἥλιον·
ἐξανίστησι
γὰρ
ἡμᾶς
ὡς
ὁ
ἀλεκτρύων. Nach Paus. V 25, 9 war der Hahn dem Helios heilig. Man muß sich also wohl neben dem Bilde des Zeus einen krähen- den Hahn als Symbol der auf- gehenden Sonne dargestellt denken;
ἀλέκτωρ erinnert an den Homeri- schen
Ηλέκτωρ (
Ζ 513,
Τ 398).
Ε. Rieß, Superstitions and Popular Beliefs in Greek Tragedy. Trans- actions of the American Philol. Assoc. vol. XXVII (1896) S. 5 ff. findet hierin eine dunkle Ahnung des Glaubens, daß die Sonne ein Vogel sei.
219.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-114
Als Sonnengott führt Helios die Namen
Ακέσιος,
Ακεσώδυνος,
Παιάν,
Αλεξίκακος,
Επικούριος.
Εν soll also sein Wesen an den Da- naiden bestätigen.
220.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-115
φυγάδα: über seine Ver- bannung und seinen Lohndienst bei dem König Admetos berichtet Apollon Eur. Alk. 3ff. Nach dem Schol. zu dieser Stelle fand sich die Sage ebenso bei Hesiod. Cho. 984, Sieb. 844 wird Helios mit Apollon identifiziert.
221.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-116
εἰδὼς
αἶσαν
τήνδε : vgl. Verg. Aen. I 630 non ignara mali miseris succurrere disco.
συγγνοίη
βρο-
τοῖς: er wird mitfühlen mit armen Menschen; er wird wissen, wie es Heimatlosen zu Mute ist.
222.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-117
συγγνοῖτο nach
συγγνοίη wie 212f.
ἴδοιτο nach
ἴδοι, Herod. VI 92
συνεγινώσκοντο nach
συγγνόντες.
224.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-118
ὁρῶ: Schol.
ἐν
γραφῇ. Dieser Vers läßt in der Tat im Zusammen- halt mit 218 erkennen, daß einige Götter nur durch ihre Symbole dar- gestellt waren. Daß es nicht durch- weg der Fall ist, zeigt 472.
Θεοῦ: Schol.
τοῦ
Ποσειδῶνος. Tucker vermutet
τρίαιναν
τήνδ'
ἄνακτος
Ισθμίου, vielleicht
τρίαιναν,
κέν-
τρον
᾿Ισθμίου
Θεοῦ.
225.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-119
δεξάσθω :Poseidon hat ein An- recht auf Argos. Von einem Heiligtum des Poseidon mit dem Beinamen
Προσκλύστιος berichtet Paus. II 22, 4 mit dem Zusatz:
τῆς
γὰρ
χώρας
τὸν
Ποσειδῶνα
ἐπικλύσαι
τὴν
πολλήν,
ὅτι
Ἥρας
εἶναι
καὶ
οὐκ
αὐτοῦ
τὴν
γῆν
Ιναχος
καὶ
οἱ
συνδικάσαντες
ἔγνωσαν. Von einem Ort
Τρίαινα in Argos weiß der Schol. zu Eur. Phoen. 187. Vgl. Einl. S. 3.
226.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-120
ἄλλος
πομπός (
πομπός ist dem Zusammenhang zuliebe für
τοῖσιν gesetzt): Poseidon hat sich bereits als guter
πομπός erwiesen. Vgl. Sieb. 411
γίγας
ὅδ᾽
ἄλλος
τοῦ
πάρος
λελεγμένου
μείζων. Hermes ist
ψυχοπομπός (Soph.
Αi. 832
καλῶ
δ᾽
ἅμα
πομπαῖον
Ἑρμῆν
χθόνιον
εὖ
με
κοιμίσαι) und überhaupt Ge- leiter (
πομπαῖος) als
κῆρυξ. Vgl. Eum. 90
κάρτα
δ᾽
ἂν
ἐπώνυμος
πομπαῖος
ἴσθι.
227.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-121
Das Hauptgewicht des Ge- dankens liegt in dem proleptisch stehenden
ἐλευθέροις. „Als wackerer
κῆρυξ, welcher denen, die er ge- leitet, Sicherheit verbürgt, möge er dafür sorgen, daß wir nicht ge- waltsam weggeführt und geknechtet werden."
228.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-122
δέ, weil Danaos das Vor- hergehende fortsetzt. - Mit
πάντων
ἀνάκτων
τῶνδε werden alle Götter zusammengefaßt, weil keiner ver- gessen werden darf.
κοινοβωμία : vgl. Paus. V 15, 1
ἔστιν
οὖν
βωμὸς
ἐν
τῷ
οἰκήματι
θεοῖς
πᾶσιν
ἐν
κοινῷ. In Athen ließ Pisistratos, der Enkel des Tyrannen, einen Altar der 12 Götter auf dem Markte errichten (Thuk. VI 54). Über die gemeinsame Verehrung mehrerer Götter an einem Altare vgl. Plut.
π.
φιλαδ. S. 492 C
πολλαχοῦ
σύμβωμός
ἐστιν
Ιόλαος
αὐτῷ (näm- lich
Ηρακλεῖ
καὶ
συγκατεύχονται
παραστάτην
Ηρακλέους
ὀνομάζοντες.
229-230.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-123
ἐν
ἁγνῷ, an heiliger Stätte, welche ein Asyl ist.
πελειάδων ..
κίρκων: das Gleichnis ist in dichterischer Weise abgekürzt wie Prom. 883
κίρκοι
πελειῶν
οὐ
μακρὰν
λελειμμένοι. Zur Sache vgl. Hom.
Χ139
ἠύτε
κίρκος
ὄρεσφιν
ἐλαφρό-
τατος
πετεηνῶν
ῥηιδίως
οἴμησε
μετὰ
τρήρωνα
πέλειαν,
Ο 237
ἴρηκι
ἐοικὼς
ὠκέι
φασσοφόνῳ, das Orakel Zosim. I 54
κίρκος
τρήρωσιν
ἱερὸν
γόον
ἡγηλάζων
οἷος
πολλῇσιν·
ταὶ
δὲ
φρίσσουσι
φονῆα.
ὁμοπτέρων be- reitet den folgenden Gedanken vor: Die Habichte sind Vögel wie die Tauben und doch zerreißen sie diese."
231.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-124
Ζυ
κίρκων tritt appositionell
ὁμαίμων, welche für die Danaiden das sind, was die Habichte für die Tauben sind. Bei dieser Auf- fassung scheint die Änderung von Hermann
ἐχθρῶν
ὅμαιμον
καταμιαι-
νόντων
γένος nicht nötig.