Sophocles Ajax 433

ed. Lewis Campbell

καὶ τρίς· τοιούτοις γὰρ κακοῖς ἐντυγχάνω·

Ajax. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (3)
Αἴας μαστιγοφόρος First1KGreek (Sophocles. Sophoclis Aiax. Lobeck Christian, editor. Berlin: Weidmann, 1866.) — 425-591 focus
Αἴας First1KGreek (Sophocles. Sophoclis Fabulae. Pearson, Alfred Chilton, editor. Oxford: Clarendon Press, 1924.) — 430-595 focus
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 430-595 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 430 focus
Wer konnte jemals ahnen, daß mein Name so
Bedeutsam stimmen würde noch zu meinem Leid?
410
Denn nun geziemt mir's doppelt Ah! zu rufen und
Dreifach: ein solcher Jammer hat mich heimgesucht,
Mich, dessen Vater aus des Ida Fluren hier,
Im Heer von Argos mit des Muthes erstem Preis 1
Geschmückt, nach Hause kehrte, groß durch jeden Ruhm.
415
Und ich, des Helden Sprosse, der zum gleichen Ort
Nach Troja ziehend, nicht an Kraft dem Bater weicht,
Noch schwäch're Thaten ausgeführt mit diesem Arm,
Muß also ruhmlos untergeh'n durch Argos' Volk.
Und dieses Einen glaub' ich doch gewiß zu sein:
420
Wenn lebend über seine Wehr Achilles selbst
Bestimmte, wer sie nehmen soll als Heldenpreis:
Wohl hätte keines Andern Arm sie mir entrückt.
Nun wandten Atreus' Söhne sie dem Argen zu,
Dem Ränkeschmid, und boten Ajas' Rechten Hohn.
425
Und hätte Geist und Auge nicht in schrecklichem
Irrwahn verlassen meinen Sinn: nie hielten sie
Ein solch Gericht mehr über einen andern Mann.
Nun hat mich Zeus' graunblickend unbezwinglich Kind,
Als ich den Arm schon wider sie zur Rach' erhob,
430
Berückt, in tollem Rasen mir den Geist erregt,
Daß ich die Hände taucht' in nichtiger Heerden Blut.
Und jene lachen meiner, sind davongeflohn,
Zwar nicht mit meinem Willen. Doch wenn uns ein Gott
Berückt, entrinnt ein Feigling auch dem Tapfern wohl.
435
Nun, was beginn' ich? Zürnen mir doch offenbar
Die Götter alle, feindlich grollt mir Argos' Heer,
Mich haßt die ganze Troja, mich die Fluren hier.
Wie? Soll ich heimwärts segeln durch's Aegäermeer,
Verlassen Atreus' Söhne hier am Lagerstrand?
440
Und welches Auge zeig' ich dann dem Vater dort,
Dem Telamon? Wie kann er's tragen, mich zu seh'n,
Mich, der entblößt von jedem Siegespreis erscheint,
Wodurch er selbst des Ruhmes hohen Kranz gewann?
Das kann ich nicht ertragen. Oder geh' ich hin
445
Zum Wall der Troer, fall' allein auf sie allein,
Und führe Heldenthaten aus und sterbe dann?
Doch wohl des Atreus Söhnen macht' ich Freude so.
Nicht also sei es! Eine Probe muß ich mir
Aussinnen, die dem greisen Vater zeigen soll,
450
Daß nicht entartet, ohne Herz sein Sprosse sei.
Denn Schande bringt's, wenn Einer langes Leben wünscht,
Der wandellosem Ungemach verfallen ist.
Wie kann der Tag erfreuen, der dem Tage folgt?
Er nähert doch nur und entfernt des Todes Ziel.
455
Nicht kaufen möcht' ich, auch um keinen Preis, den Mann,
Der sein Gemüth an eitler Hoffnungsflamm' erwärmt.
Nein, schön zu leben oder schön zu sterben nur
Geziemt dem Edlen. Alles hast du nun gehört.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 430-595 focus

Commentary

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

433. mvp-comment-295-1 τοιούτοις] Sc. ὥστε πρέπον εἶναι πολλάκις αἰάζειν ἐπ᾿ αὐτοῖς.