Euripides Iphigenia in Aulis 1146

ed. Gilbert Murray

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Iphigenia in Aulis. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

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Current edition Perseus

Ἰφιγένεια ἐν Αὐλίδι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
Iphigenia at Aulis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 1146 focus
Iphigenia in Aulis (OCR draft) Experimental (Iphigenia in Aulis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1146 focus
So hore nun! In offner Rede will ich dir
Entgegentreten, nicht versteckt in Räthseln mehr.
Erst nahmst du - dieses ruck' ich dir am ersten vor -
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Mich wider Willen zum Gemahl, und raubtest mich,
Nachdem du mir den frühern Gatten Tantalos 1
Erschlugst, und meinen Säugling, den du meiner Brust
Entrafft gewaltsam, auf dem Grund zerschmettertest.
Die Söhne Zeus', sie, meine Brüder, zogen dann,
1140
Auf Rossen schimmernd, wider dich zum Kampf hinaus;
Doch Tyndareus, mein grauer Vater, schirmte dich -
Du flehtest knieend - und ich wurde wieder dein.
Mit dir versöhnt nun, war ich dir und deinem Haus,
Auch du bezeugst es, eine tadellose Frau,
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Im Ehebette züchtig, und des Hauses Glanz
Dir mehrend, daß dich Wonne, wenn du tratſt herein,
Und Seligkeit durchzuckte, wenn du weiter gingst.
Wohl ist es selten, wenn der Mann ein solches Weib 2
Erringt; die bösen Frauen sind nichts Seltenes.
1150
Den Sohn gebar ich außer drei Jungfrauen dir,
Wovon du eine jammervoll mir rauben willst. 3
Und fragt dich wer, weshalb du diese todten willst,
Was wirst du sagen? Oder soll ich's thun für dich?
Daß Menelaos Helenen gewinne." Schön 4
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Der Ruhm, die Kinder opfern für ein schnodes Weib!
Mit unserm Liebsten kaufen wir das Håßlichste. 5
Sieh, wenn du fortziehst und daheim mich låssest, Herr,
Und dort die lange, lange Zeit abwesend bist:
Wie wird im Hause, glaubst du, mir zu Muthe sein,
1160
Erblick ich alle Stuhle leer, wo diese saß,
Und leer die Frauenzimmer, siz' in Thränen stets
Allein, und singe dieses Klagelied von ihr:
,, Ermordet hat dich, Tochter, der dir Leben gab,
Dein Vater selbst, kein Andrer, nicht durch fremde Hand,
1165
Und ließ für dich dem Hause solchen Lohn zurück." 6
Geringen Vorwand wahrlich nur bedarf es da
Für mich und meine Tochter, die mir blieben sind,
Dich, kehrst du heim, zu grüßen, wie du's würdig bist.
Bei allen Göttern, zwinge mich doch nicht, an dir
1170
Zur Frevlerin zu werden, noch sei du's an uns.
Wohlan!