Hart sind die Weh'n der Mütter; doch der Liebe Reiz
Treibt alle mächtig, daß sie gern um's Kind sich muhn.
Achilleus.
Erhabnen Sinnes schwingt sich hoch mein Geist empor;
Mit Maße lernt' er traurig sein im Ungemach,
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Mit Maß sich freuen, wenn das Glück die Segel schwellt.
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Denn solches ist bedächtig weiser Menschen Art,
Die sichern Schrittes ungeirrt durch's Leben gehn.
Wohl Fälle sind, wo's frommt, nicht allzuweise sein,
Und andre wieder, wo die Weisheit núzlich ist.
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Ich, einst im Haus des frommsten Mannes großgenährt,
Des Cheiron, ward zu schlichter Sinnesart gewohnt,
Und bin des Atreus Söhnen, wo sie Ruhmliches
Gebieten, folgsam, aber nie zu schndder That;
Nein, hier, und dort in Troja, will ich freien Sinns,
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So viel an mir ist, Ares' Ruhm verherrlichen.
Dir aber, die von ihren Liebsten Grauses litt,
Was dir ein Jungling geben kann, gewähr' ich dir,
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Und scalinge voll Erbarmen meinen Arm um dich;
Nie soll die Jungfrau sterben durch des Vaters Hand,
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Die mein genannt ward; nimmermehr, um solchen Trug
Zu flechten, geb' ich deinem Gatten mich dahin.
Mein Nam', obwohl er keinen Stahl geschwungen hat,
Erschluge dir die Tochter. Zwar Urheber ist
Dein Gatte; doch nicht ohne Schuld erschein' ich selbst,
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Wird meinethalb, um meinen Ehebund, das Kind
Geopfert, die das gråßlich Ungeheure trågt,
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Zu grauser, unverdienter Schmach entwürdiget.
Iphigenia in Aulis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .