Milde denk' ich dich zu strafen, kurz, und nicht mit frecher
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Stirn,
Noch in schamlos stolzen Lauten, nein, mit edler Måßigung;
Denn du bist mein Bruder; Scham auch liebt ein wohlgesinnter Mann.
Sage mir: was schnaubst du zornig, und das Auge blutigroth?
Wer verlezt dich? Was begehrst du? Dein vortrefflich Weib zuruck!
Ich vermag dir's nicht zu schaffen: die du hattest, hast du schlecht
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Dir bewahrt: nun soll ich büßen, was nicht ich, was du gefehlt?
Oder quålt dich so mein Ehrgeiz? Nein, im Arme wunschest du
Nur ein schönes Weib zu haben, achtest nicht Vernunft und
Recht,
Hohnst die Zucht. Des schlechten Mannes Freuden sind gemeine Lust.
Wenn ich schlimm zuvor gewählt, und dann zum Bessern mich besann,
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Ras ich darum? Eher du, der, eines schndden Weibes los,
Sie zurückzuführen trachtet, da's ein Gott dir wohl gefugt!
Liebentbrannte Freier schwuren unbedacht dem Tyndareus
Ihren Eid; sie trieb die Hoffnung, eine Göttin, mein' ich, wohl;
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Sie hat dieses ausgerichtet, weder du noch deine Macht.
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Nimm sie denn, zieh' aus mit ihnen; deine Thorheit bůßest du
Nicht verstandlos ist die Gottheit, und sie kennt die Schwure
wohl,
Dic, gewaltsam aufgedrungen, nicht auf festem Grunde ruhn
Meine Kinder werd' ich niemals morden, und dein eignes
Wohl
Wehrt es, daß du widerrechtlich Rache für die Schudde nimmst.
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Aber ich verzehrt' in heißen Thrånen Tag' und Nachte mich,
Wenn ich ruchlos ungesezlich freveln wollt' am eignen Blut.
Hier vernahmst du meine Meinung, kurz und klar und leicht gefaßt;
Willst du nicht das Bessre wählen, ordn' ich doch das Meine wohl.
Chor.
Iphigenia in Aulis. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .