Euripides Bacchae 266

ed. Gilbert Murray

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Bacchae. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Βάκχαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
The Bacchae Perseus (Euripides. The Tragedies of Euripides. Vol. I. Buckley, Theodore Alois, translator. London: Henry G. Bohn, 1850. (Modernized by Perseus.)) — 266 focus
The Bacchae (OCR draft) Experimental (The Bacchae. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 266 focus
Wann schönen Stoff zu reden fand ein weiser Mann,
225
Dann ist es ihm nichts Schweres, wohlberedt zu sein.
Dir ist der Mund geläufig, wie dem Klugen, wohl;
Doch wohnt in deinen Neden nicht der kluge Sinn.
Ein kühn verwegner König, der zu reden weiß, 1
Bringt seinem Volk Verderben, wenn der Geist ihm fehlt.
230
Doch dieser Gott, der neue, welchen du verhöhnst,
Ich kann es nicht beschreiben, wie groß seine Macht
In Hellas sein wird. Zweierlei verehrt der Mensch
Vor Allem, Kind: Demeter (diese Göttin ist
Die Mutter Erde; nenne sie, wie dir's gefällt,
235
Mit welchem beider Namen du sie nennen willst;
Sie nåhrt mit trocknen Gaben auf die Sterblichen;)
Und diesen Bacchos, der mit ihr zum Kampfe kam:
Der süßen Traube nassen Trank erfand er, gab
Den Menschen, was die jammervollen Sterblichen
240
Erlöst vom Harme, wann sie voll des Weines sind,
Und was den Schlaf, Vergessen ihrer täglichen
Mühsale, bringt und einzig allen Kummer heilt.
Er wird gespendet Göttern auch, der Gottessohn,
Daß so durch ihn den Menschen alles Gute kommt.
245
Und ihn verlachst du, daß ihn Zeus in die Hüfte sich
Genåht! Ich zeige, wie sich das ganz wohl verhält.
Als ihn Kronion aus der Wetterflamm' entrafft,
Und in den Olympos eingeführt das junge Kind;
Da wollt' ihn Hera werfen aus des Himmels Höhn;
250
Doch Zeus, als Gott, ersann dagegen diese List.
Er riß ein Theil des Aethers, der das Erdenrund
Umsäuselt, ab, und schus es in Dionysos um,
Des Gottes Bild ihm leihend, gab's an Here dann
Zum Unterpfande, daß sie nicht mehr hadere.
255
Weil Bacchos Heren also war zum Pfand geliehn,
So kam die Sage später auf, man dichtete, 2
Ihn habe Zeus in seiner Hüfte großgenährt.