Entsezlich, unerhört! Der Fremdling ist entslohn,
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Er, der in Fesseln eben noch gebunden lag.
Ha!
(erblickt den Dionysos)
Dort ist der Mann! Was? Und du zeigst im Hofe dich
An meinem Hause sonder Scheu, nachdem du flohst?
Dionysos.
Halt' ein, und hemme deinen Schritt, so schmer du grollft.
Pentheus.
Wie wardst du deiner Bande los und kamst heraus?
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Dionysos.
„Er wird mich låsen," sagt ich dir, du hortest es.
Pentheus,
Wer das? Du bringst uns immer neue Dinge vor.
Dionysos.
Der Gott, der uns die traubenvolle Rebe pflanzt.
Pentheus.
Von Bacchos kam dir, meinst du wohl, dies hohe Glick.
Verschließen heiß' ich alle Thürme ringsumher.
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Dionysos.
Was? Uebersteigen Götter nicht die Mauern auch?
Pentheus.
Klug bist du, nur nicht, wo du Klugheit nöthig hast.
Dionysos.
Da, wo's am meisten nothig ist, da bin ich klug.
Indeß vernimm vor Allem, was der Mann dir sagt,
Der, Etwas dir zu melden, kam vom Berge dort;
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Ich werde bei dir bleiben, nicht von hinnen fliehn.
Ein Bote. Dionysos. Pentheus. Der Chor.
Bote.
O König, der in diesem Theberland gebeut,
Vom Berg Kithåron komm' ich, wo des weißen Schnees
Glanzvolle Hügel nie der Strahl der Sonne schmolz.
Pentheus.
Und welches Ernste kamest du mir kundzuthun?
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Bote.
Ich sah die rasenden Bacchen, die von dieser Stadt
Mit nakter Ferse wuthentbrannt hinausgestürmt,
Und komme, dir zu sagen und der Stadt, o Fürst,
Welch Arges sie beginnen; mehr als Wunder sind's.
Doch möcht' ich hören, ob ich frei, was dort geschah,
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Dir melden, oder meine Wort' abkürzen soll;
Vor deinem raschen Sinne graut, o König, uns,
Der allzu herrisch harten Art, dem jåhen Zorn.
Pentheus.
O sprich: bei mir, Freund, bist du ganz von Strafe frei;
Denn feindlich grollen soll man nicht dem wackern Mann.
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Je grauenvollre Dinge du von den Bacchen sagst,
Um so gerechter werd' ich Den der Strafe weihn,
(auf Dionysos deutend)
Der unsern Fraun die losen Kunste beigebracht.
Bote.
Bacchae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .