Frauen ihr des fremden Landes, so betaubt von wilder Angst,
Stürztet ihr zur Erde? Wohl habt ihr erkannt, so scheint es uns,
Daß Lydos' Arm des Pentheus hohes Haus erschutterte.
Aber auf! erhebt die Glieder, seid getrost und zittert nicht!
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Chor.
Du, für uns ein Licht, entzückter Bacchosfeste schönster Glanz,
Welche Wonn' uns, dich zu schauen hier im einsam dden Raum!
Dionysos.
Tiefgebeugt, voll Trauer wart ihr, als er uns hinfuhren ließ,
Uns hinab in seiner Kerker distre Nacht zu stoßen sann.
Chor.
Und warum nicht? Wer beschirmt' uns, wenn ein Unfall dich betraf?
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Aber wie ward dir Befreiung aus des freveln Manns Gewalt?
Dionysos.
Selber war ich mein Erretter mühelos und ohne Leid.
Chor.
Hatte Pentheus nicht in Schlingen fesselnd dir die Hand gelegt?
Dionysos.
Eben darum höhnt' ich ihn nur; denn zu fesseln wähnt' er uns,
Und berührt und griff mich niemals; eitle Hoffnung weidet' ihn.
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Einen Stier am Troge fand er, wo man uns einkerkerte;
Diesem warf er um die Kniee Schlingen, um der Füße Huf,
Schnaubte Wuth, an allen Gliedern trof der Schweiß herab von ihm,
Und er biß in seine Lippen. Aber ich war nahe, saß
Stille sinnend und betrachtend. Doch in dieser Zeit erschien
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Bacchos, und das Haus erzittert', und von seiner Mutter Grab
Wallte Glut auf. Jener sieht es, wähnt, in Flammen sei das Haus,
Sturmte hierhin, sturmte dorthin, herrschte Wasserflut herbei;
Alle glühn im Werk, die Diener; doch die Mühe bleibt umsonst.
Und er låßt von dieser Arbeit, weil er mich entflohen glaubt,
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Und entrafft im Flug das dunkle Schwert, und eilt in's
Haus hinein.
Nun erschuf Lydos (also schien mir's, und so sag' ich es)
Eine Lichtgestalt im Vorhof; wider diese rennt der Thor
Mit dem Schwert, und schlug den hellen Aether, als erschlug' er mich.
Außerdem hat noch mit anderm Leid der Gott ihn heimgesucht:
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Denn er stürzt sein Haus in Trümmer, und zerschmettert liegt es ganz
Durch den Gott, der meine bittern Bande sah. Der König sank
Matt dahin, sein Schwert entfiel ihm; denn er wagt', ein
Sterblicher,
Wider einen Gott zu streiten. Ich, dem Hause still entflohn,
Trete, Fraun, in eure Mitte, nicht des Pentheus achtend mehr.
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Wie mir ahnt, (im Hause drinnen hor' ich eben Tritte gehn)
Wird er bald im Hofe sein. Was sagt er wohl, nun Dies geschehn?
Denn ich werd' ihn leicht ertragen, wenn er auch zornschnaubend kommt;
Ziemt es doch dem weisen Manne, ruhig und gesezt zu sein.
Pentheus. Dionysos. Der Chor.
Pentheus.
Bacchae. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .