Wo (Zeus, ach!)
Wohnt das Mitleiden? Welch
Blutiger Kampf umdroht,
Stürmt dich, o Armer, auf, welchem ein Rachegott,
Der in das Haus einzog,
325
Thränen zu Thränen häuft, deiner Gebarerinn
Schnode vergossnes Blut, das dich zur Wuth entflammt?
Ja, dein jammert uns, ja, dein jammert uns!
Großer Besiz besteht dauernd im Leben nicht;
Sondern erschütternd, wie Segel des fluchtigen
330
Schiffes, versenkt ein Gott des Reichthumes Füll'
In graunvolles Leid,
Wie in der Meeresflut gierig verschlingend Grab.
Denn welch andres Geschlecht auch soll ich
Hinfort ehren, als das Haus Tantalos',
335
Den Stamm, der aus göttlicher Vermählung sproß?
Orestes. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .