Euripides The Phoenician Women 499

ed. Gilbert Murray

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The Phoenician Women. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Φοίνισσαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
The Phoenician Maidens Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 499 focus
The Phoenician Virgins (OCR draft) Experimental (The Phoenician Virgins. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 499 focus
Wenn allen Menschen Eines weise dunkt und schön,
So würde sie kein zweifelhafter Streit entzwein.
Nun aber gilt Nichts ähnlich, Nichts gilt ihnen gleich,
Als bloß die Namen; über Sachen hadern sie.
495
So sag' ich's denn, o Mutter, ungescheut heraus:
Zum Sternenaufgang stieg' ich durch des Aethers Raum,
In die Erde taucht' ich tief hinab, vermocht ich das, -
Errang' ich so die größte Göttinn mir, die Macht.
Dies Gut, o Mutter, will ich einem Anderen
500
Nicht überlassen, ich bewahr' es lieber mir:
Feigheit verråth ja, wer am Kleinern sich begnugt,
Das Großre preisgibt. Und errothen müßt' ich auch,
Wenn er, das Land verheerend, durch der Waffen Macht
Das, was er wunscht, erlangte; denn erniedrigend
505
Für Thebe wår' es, wenn ich ihm den Herrscherstab
Aus Furcht vor Argos Speeren überlieferte.
Den Frieden, Mutter, hått' er mit den Waffen nicht
Erstreben sollen: denn das Wort erobert ja
Das Alles, was der Feinde Schwert ausrichten mag.
510
Doch wenn er sonst in diesem Lande wohnen will,
Er kann's; die Herrschaft geb' ich nie freiwillig ab,
Um ihm zu dienen, während ich gebieten darf.
Mit Feuer denn, mit Schwertern sturmt auf mich heran,
Schirrt an die Rosse, deckt das Feld mit Wagen rings:
515
Doch meine Herrschaft überlass ich diesem nie.
Denn muß man einmal freveln, ist's um einen Thron
Am schönsten; sonst in Allem sei man tugendhaft.