Euripides The Phoenician Women 1427

ed. Gilbert Murray

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The Phoenician Women. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Φοίνισσαι (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978))

Translations (3)
The Phoenician Maidens Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 1427 focus
The Phoenician Virgins (OCR draft) Experimental (The Phoenician Virgins. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1427 focus
Nun hore, was sich Böses außerdem begab.
Nachdem die Brüder fallend ihren Geist verhaucht,
Da kommt die arme Mutter schon herbeigestürzt,
Erblickt die Beiden, welche traf der Todesstoß,
1410
Und seufzt: „o Kinder, ach, zu spåt erschein' ich euch
Zur Hülfe;" - kniet zu diesem, kniet zu jenem hin,
Und weint, beklagt sie, die so muhvoll.sie gesäugt,
Und jammert; ihr zur Seite stohnt Antigone:
Schuz der greisen Mutter! Ihr vereiteltet,
1415
Brüder, meinen Ehebund!" Aus tiefer Brust
Seufzt Eteokles schmerzlich auf, der Heeresfürst;
Er hört die Mutter, streckt nach ihr die schwache Hand;
Kein Laut entfsloh ihm, aber stumm verkündeten
Die Thränen seines Auges ihr der Liebe Gruß.
1420
Der Andre, Polyneikes, athmet noch, und spricht,
Zur Schwester und der greisen Mutter hingewandt:
„Verloren sind wir, Mutter; ich beklage dich
Und hier die Schwester und den todten Bruder dort.
Er ward, ein Freund, zum Feinde; dennoch lieb' ich ihn.
1425
Bestatte mich, o Mutter, und, o Schwester, du,
Im Schooß des Heimatlandes, und versöhnt die Stadt,
Die schweren Groll hegt, daß ich so viel Erde nur
Von ihr erlange, wenn ich auch den Thron verlor.
Mit deinen Hånden drücke mir die Augen zu,
1430
Mutter: (und er legt sie selbst auf sein Gesicht)
Nun lebet wohl mir; schon umhüllt mich Todesnacht."