Was schweigst du, Kreon, was verstummt lautlos dein Mund?
Auch mich erschreckt nicht minder, was der Seher sprach.
Kreon.
Was soll ich sagen? Meine Red' erklärt sich selbst.
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Ich stürz' in solches Ungemach mich nimmermehr,
Daß ich den Sohn zum Opfer bråchte dieser Stadt.
Denn machtig ist die Kindeslieb' in jeder Brust,
Und Keiner gibt wohl seinen Sohn dem Tode preis.
Nicht loben soll mich, wer mein Kind mir tödten will.
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Ich selbst, im langen Leben schon zum Sterben reif,
Ich bin zum Tod der Sühne für mein Land bereit.
Doch auf, Geliebter, eh's erfährt die ganze Stadt,
Fleuch ohne Säumen, hebe dich aus diesem Land,
Nicht achtend auf des Sehers unheilvollen Spruch.
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Denn unsern Obern und den Feldherrn thut er's kund,
Wird an die sieben Thore nach den Führern gehn.
Du bist gerettet, kommen wir ihm schnell zuvor;
Doch såumst du, gehn wir unter, und dich trifft der Tod.
Menökeus.
Wo flieh' ich hin? Bu welchem Freunde, welcher Stadt?
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Kreon.
Hin, wo du diesem Lande, Sohn, am fernsten bist.
Menökeus.
So ziemt es dir zu reden, und zu folgen mir.
Kreon.
Fleuchů ber Delphi.
Menökeus.
Vater, wohin muß ich dann?
Kreon.
Zum Land Netolis.
Menökeus.
Und von da, wo geh' ich hin?
Kreon.
In's Land Thesprotis.
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Menökeus.
Du sagst es.
Nach Dodona's hehrem Siz?
Aber welcher Schuz wird mir erstehn?
Kreon.
Dich führt die Gottheit.
Menökeus.
Was erhält mich Wandernden?
Kreon.
Ich werde Gold dir schaffen.
Menökeus.
Wohl gesprochen! Nun
Geh, Vater; denn zu deiner Schwester will ich hin,
Zur Fökaste, deren Brust mich einst genährt,
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Als ich, der Mutter früh beraubt, ein Waise ward:
Sie geh' ich noch zu grußen und entfliehe dann.
Doch auf, und eile; halte du mich nicht zurück.
(Kreon geht ab.)
The Phoenician Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .