So hdre denn, was meine Götterorakel euch
zu thun gebieten, daß ihr rettet Kadmos' Stadt.
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Du sollst Mendkeus, deinen Sohn, für's Vaterland
Dem Tode weihen: selber rufst du dein Geschick.
Kreon.
Wie meinst du, Alter? Welches Wort entfiel dir da?
Teiresias.
Was dir verhängt ward, das zu thun, ist deine Pflicht.
Kreon.
Ach, vieles Unglück sprachst du aus in kurzer Zeit.
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Teiresias.
Unglück allein dir, großes Heil dem Vaterland.
Kreon.
Nichts hör' ich, Nichts vernehm' ich: fahre hin die Stadt!
Teiresias.
Er ist derselbe nimmermehr, er tritt zurück.
Kreon.
Leb' wohl und gehe, dein Drakel brauch' ich nicht.
Teiresias.
Ist Nichts die Wahrheit, nun das Unglück dich bedrängt?
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Kreon.
Bei deinen Knieen flch' ich, bei dem grauen Haar,
Teiresias.
Laß das! Die Gottheit fodert Unabwendbares.
1
Kreon.
Enthulle nicht dem Volke, was du mir enthüllt.
2
Teiresias.
Unrecht befiehlst du mir zu thun? Ich schweige nicht.
Kreon.
Was also willst du? Meinen Sohn ermorden mir?
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Teiresias.
Da werden Andre sorgen; ich verkund' es nur.
Kreon.
Von wannen kam dies Uebel mir und meinem Kind?
Teiresias.
Nun fragst du richtig und berührst den rechten Punkt.
Er muß im Lager, wo der Erdentsprossene,
Der Drache, hauste, der bewacht der Dirke Born,
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Sein Blut der Erde sterbend weihn zum Opfertrank,
Weil Ares alten Hasses Groll dem. Kadmos hegt,
Und nun den Mord der erdgebornen Schlange råcht.
Und thut ihr solches, steht im Kampf euch Ares bei;
Und wann der Boden Frucht um Frucht und Menschenblut
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Um Blut empfangen, wird die Erd' euch gnädig sein,
Die goldbehelmte Männersaat euch ehemals
Heraufgesendet: doch ein Sohn aus diesem Stamm
Muß sterben, der den Zähnen jener Schlang' entsproß.
Du bist allein uns übrig aus dem Saatgeschlecht,
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Vom Vater und der Mutter unvermischt und rein,
Samt deinen Kindern. Aber Hämons Tod verwehrt
Sein Ehebündnis; denn er ist nicht ledig mehr,
Hat eine Gattinn, wenn er auch sie nicht berührt.
Doch dieser Jüngling ist der Stadt geheiliget,
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Und rettet unsrer Våter Land durch seinen Tod.:
Adrastos und den Argeiern wird er bittere
Heimkehr bereiten, hüllt ihr Aug' in Todesnacht,
Und krönt mit Ruhm die Theber. Wahl aus diesen zwei'n
Ein Loos: errette Theben oder deinen Sohn.
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Das Meine sagt' ich Alles nun. Kind, führe mich
Nach Hause! Wer die Zeichenkunst des Schers übt,
Ist eitel thricht: muß er Leid verkündigen,
So zürnen Au' ihm, welchen er ihr Loos enthüllt;
Und wenn er, Mitleid fühlend, Unwahrheit gesagt,
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Beleidigt er die Götter. Phobos mußt' allein
Den Menschen Zukunft deuten, weil er Keinen scheut.
(ab.)
Chor.
The Phoenician Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .