Euripides Helen 31

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Doch Hera, Groll im Busen, daß nicht sie gesiegt,
Vereitelt' Alexandros' Ehebund mit mir, 1
Nicht mich gewährend, sondern schuf aus Aetherluft
Ein lebend Truggebilde, das mir ähnlich war.
Nun wähnt in eitlem Wahne mich der Königssohn
35
Zu besizen, die er nicht besizt. Doch andrer Rath
Des Zeus' gesellt sich diesem Ungemache zu:
Denn Krieg erregt' er Argos' Land und Phrygia's
Bedrängtem Reiche, daß er allzuvielen Volks,
Der Menschenmenge Mutter Erd' entledige,
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Und hohen Ruhm erringe Hellas' größtem Sohn. 2
So ward im Phrygerkampfe denn zwar nicht ich selbst,
Mein Name nur für Hellas ausgesekt als Preis.
Doch mich entrückte Hermes durch der Lufte Raum,
Verhüllt in eine Wolke, (Zeus war meinethalb
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Besorgt) in Proteus' königliches Haus hieher,
Der ihm von allen Menschen schien der weiſeſte,
Damit ich wahre keusch und rein des Gatten Bett.
Und ich bin hier nun; aber mein unseliger
Gemahl versammelt Argos' Heer, zieht ohne Rast,
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Mich heimzufodern, vor die Burgen Ilions.
Viel Heldenseelen sanken an Skamandros' Flut 3
Um meinetwillen; aber mir, die Alles litt,
Mir fluchen Alle, daß ich meinen Gemahl verrieth,
Und Hellas' Volke grausen Krieg bereitete.
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Warum noch leb' ich? Weil mir Hermes offenbart, 4
Damit ich keinem Andern mich gesell' als Weib,
Mit meinem Gatten wurd' ich noch der Sparter Land
Bewohnen, hor' er, daß ich nie nach Troja kam.
So lange Proteus dieses Licht der Sonne sah,
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Umwarben keine Freier mich: doch seit die Nacht
Der Erd' ihn hålt umfangen, strebt des Todten Sohn
Nach meiner Hand. Ich, meinem alten Gatten treu,
Sink' hier an Proteus' Hügel hin, und fleh' ihn an, 5
Mein Bett dem Gatten unentweiht zu bewahren, daß,
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Wenn auch in Hellas schmachbedeckt mein Name sei,
Doch meinen Leib hier keine Schmach entheilige.
Teukros tritt auf. Helena.

Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

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Editions (1)
Ἑλένη Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 1-163 focus
Translations (2)
Helen Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.)) — 1-160 focus
Helen (OCR draft) Experimental (Helen. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Helen

1. [OCR note; compare the printed page.] Alexandros, ein anderer Name des Paris. Compare printed p. 297
2. [OCR note; compare the printed page.] Hellas' größter Sohn, Achilleus. Compare printed p. 297
3. [OCR note; compare the printed page.] Unders: Und viele Seelen sanken an Skamandros' Flut. Compare printed p. 297
4. [OCR note; compare the printed page.] Unders: Was leb' ich fürder? Hermes offenbarte mir. Compare printed p. 297
5. [OCR note; compare the printed page.] Das Grabmal des Proteus befand sich zur Seite des königlichen Palastes. Compare printed p. 297