Du leidest hart, ich weiß es; doch wohl frommt es dir,
Harmlos zu tragen, was die Noth des Lebens bringt.
Helena.
Geliebte Frauen, welches Loos umstrickte mich?
Gebar zum Graun den Menschen nicht die Mutter mich?
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Denn keine Frau von Hellas, kein Barbarenweib
Gebar ein Kind, das eine weiße Schal' umhullt,
In der mich Leda, wie man sagt, dem Zeus gebar.
Denn Grauen ist mein Leben, Graun mein Erdenloos,
Durch Here's Groll und meines Leibes Wohlgestalt.
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O könnt' ich, wieder ausgelischt, Gemälden gleich,
Anstatt der schönen håßlichere Gestalt empfahn,
Und was die Gottheit Boses über mich verhångt,
Vergåßen das die Danaër, und bewahrten sie
Mein Gutes bloß im Sinne, wie mein Böses nun!
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Wen Gott in Einem Glücke nur, an dem er hing,
Heimsuchte, schwer zwar, aber doch erträgt er es;
Wir sehen uns in vieles Ungemach verstrickt.
Vorerst verfolgt mich Tadellose böser Ruf;
Und größer ist solch Uebel, als die Wirklichkeit,
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Muß Einer Uebles büßen, das er nicht beging.
Dann führten Götter aus der Heimat mich hinweg
Zu rohen Barbarhorden; und, von Freunden bloß,
Ward ich zur Sklavin, freier Veltern freies Kind:
Denn alle sind sie Sklaven hier, nur Einer nicht.
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Doch welcher Anker mich allein aufrecht erhielt,
Mein Gatte, daß er komme mich zu retten einst,
Er ist geschieden, athmet nicht im Lichte mehr.
Die Mutter schied, und ihre Mörderin bin ich
Genannt - mit Unrecht; aber mein ist doch die Schmach.
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Die meine Lust und meines Hauses Wonne war,
Die Tochter altert gattenlos als Mädchen hin.
Auch Kastor und Polydeukes, Sohne Zeus' genannt,
Sie sind dahin. Ja, jedes Leiden kostet' ich,
Und bin vor Menschenaugen todt, wenn lebend auch.
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Das Lezte droht noch: kehren wir in's Vaterland,
So legt man uns in Bande, wähnend, Helena,
Die Troërfürstin, komme mit Menelaos heim.
Wenn mein Gemahl noch lebte, wir erkennten uns
An jenen Zeichen, ihm und mir allein bekannt;
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Nun ist es anders, und er kehrt nicht mehr zurück.
Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .