Gelegen, König, treffen wir im Hause dich;
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Denn neues Unheil hörst du gleich aus meinem Mund.
1415
Theoklymenos.
Was gibt es?
Der Bote.
Wirb um eines andern Weibes Hand;
Denn aus dem Lande fortgeslohn ist Helena.
Theoklymenos.
Auf Flügeln schwebend, oder mit der Füße Kraft?
Der Bote.
Menelaos hat sie deinem Land im Schiff entführt,
Der selbst hieherkam, seinen Tod verkündigend.
1420
Theoklymenos.
Verwünschte Botschaft! Aber welches Schiff enttrug
Ihn diesem Lande? Denn du sagft Unglaubliches.
Der Bote.
Das du dem Fremdling gabest; deine Ruderer
Mitnehmend, ist er fortgeschifft: hier hast du's kurz.
Theoklymenos.
Wie das? Ich will es wissen; denn ich glaube nicht,
1425
Daß Eine Hand so vieles Schiffervolk, mit dem
Du hingesendet warest, überwältigte.
Der Bote.
Nachdem Kronions Tochter dieses Königshaus
Verlassen, und zum Meeresufer ward geführt;
Schlau sezt sie da die zarten Füße, klagt' um ihn,
1430
Den nicht Gestorbnen, welcher ihr zur Seite ging.
Und als wir drauf zu deinem Schiffzeughaus gelangt,
Da zogen wir ein Sidonerschiff, zur ersten Fahrt
Mit fünfzig Ruderbänken wohlversehn, heraus.
Arbeit auf Arbeit folgte nun; der nimmt den Mast,
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Der Andre fügt die Ruder und erprobt den Schwung
Im Wasser; weiße Segel bringt ein Anderer,
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Und läßt das Steuerruder in sein Joch hinab.
Bei dieser Arbeit kamen denn zum Meeresstrand
Menelaos' Schiffsgenossen, die den Augenblick
1440
Wahrnahmen, vom zerrißnen Kleide kaum umhüllt,
Zwar wohlgestaltet, aber kläglich anzuschaun.
Der Sohn des Atreus sah sie kaum, so heuchelt er
Trugvolles Mitleid, und beginnt, an sie gewandt:
„Ihr Jammervollen, wie, woher, aus welchem Schiff
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Achaa's kommt ihr, wie zertrummert' euer Kiel?
Wollt ihr mit uns bestatten Atreus' todten Sohn,
Dem diese, Tyndars Tochter, baut ein Ehrengrab?"
Und sie vergossen Thränen mit verstelltem Schmerz,
Das Schiff besteigend und für Atreus' Sohn den Schmuck
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Der Todten tragend. Uns erweckte dies Verdacht,
Und Einer sprach zum Andern, daß die fremde Schaar
Im Schiff so zahlreich wåre; doch wir schwiegen still,
Treu deinen Worten; dein Gebot, daß dieser uns
Im Schiff befehle, schuf Verwirrung überall.
1455
Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .