Euripides Helen 1

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Das sind des Nil jungfraulich lautre Fluten hier, 1 2 3
1
Der statt der Himmelstropfen, wann der helle Schnee
Zerrann, Aegyptos' Ebnen und Gefilde trånkt.
Proteus, so lang' er lebte, herrscht' in diesem Reich,
Und wohnt' im Eiland Pharos, als Aegyptens Herr, 4
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Der einer Meeresnymphe sich, der Psamathe, 5
Vermählt, nachdem sie fliehend schied von Aeakos.
Und sie gebar zwei Kinder ihm in diesem Haus,
Theoklymenos, den Jüngling, (also nannt' er ihn,
Der stets die Götter ehrte,) dann die reizende
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Jungfrau, der Mutter Wonne schon als kleines Kind,
Und, als zur Ehe sie gereift in Jugendglanz,
Theonoë geheißen; denn das Göttliche, 6
Was ist und sein wird, Alles war ihr offenbar,
Wie's ihr von Nereus, ihrem Ahn, verliehen ward.
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Mein Vaterland ist Sparta's hochberůhmte Stadt,
Mein Vater König Lyndareus; wohl sagt man auch,
Daß Zeus in meiner Mutter Schooß geflogen sei,
Nachdem in eines Schwans Gestalt er sich gehüllt,
Der scheu vor einem Adler floh, und also sie 7
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Durch Trug zur Liebe bethörte, lügt die Sage nicht.
Man nennt mich Helena; welches Leid ich duldete,
Vernehmt. Zu Paris kamen drei Göttinnen einst
In Grotten Ida's, kämpfend um der Schöne Preis,
Die Zeusgeborne Pallas, Hera, Kypria;
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Er soll den Ausschlag geben, wer die schönste sei.
Und meine Schönheit (wenn das Unheilbringende
Schon ist) gelobte Kypris ihm zum Ehebund,
Und siegte. Paris eilt' hinab von Joa's Höhn
Nach Sparta, mich zu holen als verheißne Braut.
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Helen. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1845; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 2, Heidelberg: C. F. Winter, 1845. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (1)
Ἑλένη Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. III. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1920-1978)) — 1-163 focus
Translations (2)
Helen Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.)) — 1-160 focus
Helen (OCR draft) Experimental (Helen. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Helen

1. [OCR note; compare the printed page.] Jungfräulich lauter heißt der Nil, weil er mit keinem andern Flusse sich vermischt. Compare printed p. 297
2. OCR review edition. D. citations belong to Donner; u marks unresolved verse division. Sources, repairs and unattributed notes
4. [OCR note; compare the printed page.] Die Insel Pharos lag im Meere vor einer der Nilmündungen. Hier wohnten die ältesten Könige Aegyptens. Compare printed p. 297
5. [OCR note; compare the printed page.] Psamathe, die Tochter des Nereus, ward wider Willen die Gemahlin des Neginetenkönigs Neakos, verließ ihn aber bald. Compare printed p. 297
6. [OCR note; compare the printed page.] Theonoë, d. i. die gotteskundige. Compare printed p. 297
7. [OCR note; compare the printed page.] Zeus, in einen Schwan verwandelt, (so erzählt Hyginus) ließ sich von Aphroditen in Adlergestalt verfolgen, und flüchtete in den Schooß der Leda. Compare printed p. 297