Ich kam, gehorsam deinem Wort, in dieses Land,
Das unbekannte, wilde. Doch - dich frag' ich nun,
Mein Pylades: (du theilst ja diese Noth mit mir)
Was machen wir? Du siehst der Mauern ragende
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Befestigungen. Suchen wir die Tempelwand
Hinanzuklimmen? Wie vermochten wir's geheim?
So sprengen wir mit Hebeln eherne Riegel ein?
Hier, wo wir fremd sind? Aber öffnen wir das Thor,
Versuchen Einbruch, und ergreift man uns, so droht
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Gewisser Tod uns. Eh wir sterben, fliehen wir
Zum Schiffe lieber, das uns trug an diesen Strand.
Pylades.
Fliehn ist mir unerträglich, ist mir ungewohnt,
Und nicht verachten dürfen wir des Gottes Spruch.
So bergen wir, vom Tempel abgewendet, uns
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In Höhlen, die des Mecres dunkle Flut bespult,
Vom Schiffe fern, daß Keiner, der den Kahn erblickt,
Dem Herrn es meldet, und man uns gewaltsam greift.
Doch wenn das Auge schwarzer Nacht empor sich hebt,
So wage du, das blanke Götterbild hinweg
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Zu nehmen aus dem Tempel, wag's durch jede List.
Sich zwischendurch die Triglyphen, ob kein leerer Raum,
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Dich dort hinabzulassen; denn Gefahren wagt
Der Tapfre, Nichts ist überall der feige Mann.
Sind wir des Meeres lange Bahn nicht hergeschifft,
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Und nun am Ziele lenkten wir die Fahrt zurück?
Orestes.
Wohl sprachst du; folg' ich deinem Wink! Nun geh' und sieh,
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Wohin wir uns verbergen, heimlich, ungesehn.
Denn nicht am Gotte soll die Schuld erfunden sein,
Daß sein Orakel triglich sei; so wagen wir's!
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Beut doch dem Jungling keine Noth Entschuldigung.
Schweig' andachtvoll,
Chor.
Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .