Sobald wir hingelangten an des Meeres Strand,
Woselbst Orestes' Barke still vor Anker lag,
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Winkt' Agamemnons Tochter uns, die, deinem Ruf
Dienstbar, an Fesseln fortgeführt die Fremdlinge,
Fern stehnzubleiben, weil sie nun das heilige
Brandopferfeuer rüstet und die Reinigung.
Sie selber trug die Fesseln beider Fremdlinge,
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Und schritt zum Meer nach. Dieses schien verdächtig zwar;
Doch deinen Dienern, edler Herr, gefiel es so.
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Bulezt, damit sie fürder nicht unthatig uns
Erscheine, schrie sie, sang Beschwörungsformeln ab
In fremden Lauten, als versöhne sie den Mord.
1290
Nachdem wir lang gesessen, kam es uns zu Sinn,
Die Fremden könnten sich der Band' entlediget,
Die Frau getödtet haben, und entsprungen sein.
Doch Furcht, Verbotnes anzuschaun, bewog uns, still
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Zu sizen; endlich aber kam uns Ein Entschluß,
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Ihr nachzugehen, ob's uns gleich verboten war.
Und nun gewahrten unsre Blick' ein Griechenschiff,
Mit hohen Ruderblättern schon zur Fahrt beschwingt,
Und funfzig Schiffer sahn wir auf den Bänkereihn
Die Ruder haltend, und von ihren Fesseln frei
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Am Hintertheil des Schiffes stehn die Junglinge.
Mit Stangen stüzt man hier den Bug, dort hången sie
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Den aufgewundnen Anker ein, Zugbrücken eilt
Man hier zu legen, windet an des Spiegels Tau'n,
Und låßt die Leitern nieder für die Fremdlinge.
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Wir schonten nun nicht långer, und das falsche Spiel,
Den Trug erkennend, faßten wir das fremde Weib,
Zugleich die Spiegeltaue; dann versuchten wir
Die Rudergriffe loszudrehn am Hinterschiff.
Da gingen Reden: „Was entflieht ihr über Meer,
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Stehlt aus dem Lande Götterbild und Priester uns?
Wer, wessen Sohn du, daß du die fortführst von hier?"
Der sprach: „Orestes, Agamemnons Sohn, bin ich,
Ihr Bruder, daß ihr's wisset, und entführe sie,
Sie, meine Schwester, die daheim ich einst verlor."
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Iphigenia in Tauris. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .