Euripides Electra 213-430

Edward P. Coleridge (Translator)

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Electra. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Electra (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Ἠλέκτρα Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 213-431 focus
Translations (2)
Electra (OCR draft) Experimental (Electra. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 213 focus
Viel Leiden hat sie Hellas' Volk und deinem Haus
Gebracht, die Schwester deiner Mutter, Helena.
210
Ein edler Mann das, dem man schon vergelten muß!
Gut, wenn es sein muß: und dem Freunde muß ich wohl
Mittheilen mein und meines Vaters schweres Leid.
So fleh' ich, Fremdling, weil du mich zur Rede drångst,
Verkund' Oresten meine Noth und seine Noth:
Zuerst in welchen Kleidern hier, in welchem Schmuz
300
Ich trauern, unter welchem Dach ich wohnen muß,
Anstatt im Königshause, das mich sonst gehegt;
Mühvoll am Webstuhl web' ich mir die Kleider selbst,
Ich müßte sonst nackt gehen, håtte kein Gewand;
Vom Quelle trag' ich selber mir das Wasser heim,
305
Und halte fern von Festen, fern von Tänzen mich;
Die Frauen flieh' ich, weil ich noch ein Mädchen bin,
Und fliehe Kastorn, dem als Ebenbürtige
Sie mich verlobten, eh' er zu den Göttern ging.
Doch unter Phrygerbeute stolz auf ihrem Thron
310
Sizt meine Mutter; Dienerinnen Asia's,
Gefangne meines Vaters, steh'n um ihren Stuhl,
Die bunten Phrygermantel schon befestigend
Mit goldnen Spangen; aber schwarz klebt noch das Blut
Des Vaters an den Wänden, und, der ihn erschlug,
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Besteigt des Vaters Wagen kühn und fährt daher,
Und hält in blutbefleckter Hand frohlockendstolz
Den Stab, womit er Hellas' Heeren einst gebot.
Noch ungeehrt ist Agamemnons Grabesstatt,
Empfing noch nie Trankspenden, nie der Myrte Zweig, 6
320
Und seinem Scheiterhausen ward kein Opferschmuck.
Von süßem Weine trunken springt der herrliche
Gemahl der Mutter, sagt man, auf dem Grab umher,
Und wirft mit Steinen nach des Vaters Marmormal,
Und dieses Wort des Hohnes wagt er wider uns:
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„Wo bleibt Orestes? Ist er hier, des Vaters Grab
zu schůzen?" Also hohnt er ihn, der ferne weilt.
Deßhalb, o Fremdling, fleh' ich, thu' ihm dieses kund!
Und Viele flehen, denen ich Dolmetscher bin:
Die Hånde flehn, die Lippen und mein armes Herz,
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Mein Haupt, das abgeschorne, und sein Vater fleht.
Schmach ist es, wenn der Vater Troja's Burg zerstört,
Und er, der Eine, nicht den Einen tödten kann,
Ein Jungling und des bessern Vaters edler Sohn.
Ha! Welche Fremden seh' ich hier an meiner Thur?
In welcher Absicht nahten sie der ländlichen
Wohnståtte? Mich wohl suchen sie. Dem Weibe bringt's
Unehre, so mit jungen Männern dazustehn.
340
D Götter! Ist es dieser, der den Bund mit dir
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Verheimlicht, der Oresten nicht beschimpfen will?
Elektra, nun ist unser Herz mehr als zuvor
Erwärmt von Freude; denn vielleicht gestaltet sich
Dein Schicksal, wenn auch langsam, jezt in's Bessere.