Euripides Electra 1147-1232

Edward P. Coleridge (Translator)

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Electra. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1891.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Electra (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Ἠλέκτρα Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 1147-1232 focus
Translations (2)
Electra (OCR draft) Experimental (Electra. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1147 focus
So schwer büßt die Schuld. Andere Lüfte weh'n
1135
Um dich, Königshaus! Im Bad endet' einst,
Der mein Führer im Kampfe war;
Und laut scholl das Haus, und laut dröhnten rings
Die Steinzinnen, als er rief: „Schåndliche,
Warum willst du mich, o Weib, morden, mich,
1140
Der nach der zehnten Saat in sein theures Land heimgekehrt?"
Gegenstrophe.
Und schwerahndend lockt sie des Gerichtes Fluch
Wieder an sich heran, die mit dem Fremden gebuhlt,
Die den Gemahl, der spåt heimkehrt
Zu der Kyklopen himmelanstrebenden
1145
Mauern, mit scharfem Mordstahle, mit eigner Hand
Erschlug, hoch das Beil schwingend. Unseliger
Gemahl, daß er je solchem Weib, dem Scheusal, sich verband!
Schlußgesang.
Der Berglowin gleich, die durch den Eichenhain
Wuthend, verheerend streift, hat sie die That vollbracht!
1150
(innen.)
Bei Gott, o Kinder, mordet, ach, die Mutter nicht!
Doch sieh, vom Hause wenden sie daher den Schritt,
Befleckt mit ihrer Mutter kaum vergoßnem Blut:
Siegsmale, weckend Trauerton' in dusterm Laut!
Wohl ist auf Erden kein Geschlecht unſeliger,
1160
Kein's war es jemals, wie der Tantaliden Haus.
Orestes, Pylades und Elektra treten aus dem Hause. Der Chor. Diener tragen die beiden Leichen vor das Haus.
O Erdkreis, o Zeus,
O weh, daß du mir die Rach' anbefahlst,
Phobos, unaussprechlich unverhehlbar blutiges Leid mir schusst! 1
1175
In welch andre Stadt entflieh' ich?
Welcher Fremdling, welcher Fromme, scheute nicht mich an-
Der den Schooß der Mutter schlug?
Ach, sahst du, wie die Mutter aus dem Kleid hervor
Die Brust enthulte bei dem Mord, die Arme, (wehe, weh mir!)
Und sich kläglich niederwarf am Boden? Weich ward mir 2
An's Kinn die Hand mir legend, rief sie jammernd mir
Die Worte zu: „Mein Kind, mein Kind, Erbarmen!"
Und hing sich fest an meine Wangen,
Daß der Stahl aus meinen Hånden sank.
1195
Vor diese beiden Augen warf ich mein Gewand,
Hob den Stahl, wie opsernd, auf,
1200
Und senkt' ihn ein in der Mutter Brust.
Nimm, birg in diese Tücher hier der Mutter Leib,
1205
Deck' ihre Wunden zu!
(vor die Leiche tretend.)
So hast du Mörder dir gezeugt!
(die Todte verhüllend.)