Mein Pylades, vor allen Menschen acht' ich dich
Als meinen Gastfreund, der mir hold und eigen blieb:
Allein von allen Freunden warst du mir getreu
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Im Leide, das Vegisthos über mich gebracht,
Der mir den Vater im Verein mit ihr erschlug,
Der frevlen Mutter. Aus Apollons Heiligthum
Erschein' ich (Niemand weiß darum) auf Argos' Grund,
Daß mir die Mörder büßen für des Vaters Mord.
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Ich ging zu meines Vaters Grab in dieser Nacht,
Und weiht' ihm Thränen, schnitt ihm ab von meinem Haar,
Und auf der Grabstatt opfert' ich des Lammes Blut,
Dem Herrn verborgen, welcher hier im Land gebeut.
Indeß in Argos' Mauern sez' ich nicht den Fuß.
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Auf zwei Gedanken hingewandt, betrat ich hier
Des Landes Granzen: daß ich schnell in andres Land
Die Schritte lenke, falls ein Spåher mich erkennt,
Und meine Schwester suche: (denn sie sei vermählt,
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Sei nicht im Vaterhause mehr, behauptet man;)
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Sie will ich sprechen und dem Mord als Helferin
Gesellen und erfahren, wie's in Argos steht.
Jezt (Eos hebt ihr lichtes Flammenaug' empor)
Laß uns zur Seite lenken hier von diesem Pfad.
Vielleicht ein Pflüger oder auch ein dienend Weib
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Wird uns erscheinen, welche wohl uns sagen kann,
Ob meine Schwester heimisch ist an diesem Ort.
Doch hier ja seh' ich eben eine Dienerin:
Sie trågt die Flut des Quelles auf geschor'nem Haupt
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Daher. So laß uns niedersizen und von ihr
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Erforschen, ob uns Kunde wird, mein Pylades,
Der Dinge, die uns hergeführt in dieses Land.
(Sie treten in ein nahes Gebusch. Elektra kommt mit der Wasserurne
vom Brunnen zurück.)
Strophe.
Elektra.
Electra. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .