Doch wer mich einen Thoren schilt, daß ich in's Haus
Ein junges Weib nahm, das ich nicht berühren will,
Der wisse, daß er nach verkehrtem Wahne nur
Die Tugend mißt und selber gleiches Sinnes ist.
Elektra tritt aus dem Hause mit einer Wasserurne auf
dem Kopfe. Der Landmann.
Elektra.
O důstre Nacht, der goldnen Sterne Nährerin,
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In der ich, diese Wasserurn' auf meinem Haupt,
Hinaus zu schopfen gehe nach des Stromes Quell!
Wohl sank ich nicht in solche Noth: ich zeige nur
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Aegisthos' Hohn den Göttern, strome meinen Gram
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Um Agamemnon in den großen Aether aus.
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Denn meine Mutter, Tyndareus' ruchloses Kind,
Stieß aus dem Vaterhause mich, dem Mann zulieb,
Und achtet, weil sie andre Kinder ihm gebar,
Orestes und Elektra nur als Fremdlinge.
Der Landmann.
Was quålst du dich um meinetwillen, Arme, so?
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Du schaffst dir Mühen, du vordem so zart gewöhnt,
Und låssest, mahn' ich immer auch, nicht ab davon.
Elektra.
Ich achte dich für einen gåttergleichen Freund;
Du triebst in meinem Leide keinen Spott mit mir.
Und groß für Menschen ist das Gluck, in schwerer Noth
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Den Arzt zu finden, wie er mir in dir erschien.
Drum muß ich, ungeheißen auch, so weit ich kann,
Dir deine Müh'n erleichtern, muß, mit dir vereint,
Arbeiten tragen, daß die Last dich minder drückt.
Du hast der Arbeit außen gnug; im Hause muß
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Ich Alles ordnen: kommt der Tagelshner heim,
So freut er sich, es innen wohlbestellt zu sehn.
Der Landmann.
Wenn dir's gefällt, so gehe: sind die Quellen doch
Nicht weit vom Hause. Graut der Tag, so will ich selbst
In's Feld die Stiere treiben und die Flur beså'n.
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Kein Tråger, der die Götter bloß im Munde führt,
Kann muhelos sich schaffen, was das Leben nåhrt.
(Sie gehen nach verschiedenen Seiten ab.)
Orestes. Pylades.
Orestes.
Electra. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .