Euripides The Trojan Women 740

Edward P. Coleridge (Translator)

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The Trojan Women. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

The Trojan Women (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.))

Editions (1)
Τρῳάδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 740 focus
Translations (2)
The Trojan Dames (OCR draft) Experimental (The Trojan Dames. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 740 focus
O Liebster, o mein über Alles theurer Sohn,
Dich würgt der Feind, die Mutter låssest du zurück!
Und deines Vaters hoher Nuhm bringt dir den Tod,
Der Ruhm des Helden, der den Andern Heil gebracht!
Des Vaters edle Tugend war kein Segen dir.
745
O jammervoller Chebund, o bråutlich Fest,
Wodurch ich einst in Hektors Heldensiz gelangt,
Nicht dich zum Opfer Hellas' Volk zu zeugen, Sohn,
Nein, als den Herrn der saatenreichen Asia!
Du weinst, o Sohnchen? Ahnest du dein Misgeschick?
750
Was hältst du, Kind, mich, hangst dich fest an mein Gewand,
Und schmiegst in meine Flugel dich, dem Hühnchen gleich?
Nicht kommen mehr wird Hektor, kehrt mit stolzem Speer 1
Nicht mehr, dich rettend, aus der Erde Schooß zurück,
Auch nicht des Vaters Freunde, nicht der Phryger Macht:
755
Hinab von Thurmhöhn stürzest du den grausen, Sprung
Hauptlings, und hauchest unbeweint das Leben aus!
O du, des Mutterarmes zarte, liebe Last!
O süßer Hauch der Lippen! Also hat umsonst
In Windeln diese Mutterbrust dich aufgenåhrt,
760
Ich müht' umsonst mich, zehrte mich in Sorgen ab!
Zum leztenmale wirf an's Herz der Mutter dich,
Umfange, die dich geboren! Schlinge deinen Arm
Um meinen Nacken, füge Mund an Mund, o Kind!
Ihr, roher Qual Erfinder, schnide Danaer,
765
Was mordet ihr den Knaben, der kein Uebles that?
Nie, Tyndaride, warest du Zeus' Tochter, nie;
Von vielen Våtern stammtest du, behaupt' ich kuhn:
Zuerst von einem bösen Geist, vom Neide dann,
Tod, Mord und anderm Fluche, den die Erde nåhrt.
770
Ja, nimmermehr behaupt' ich, daß Zeus dich gezeugt,
Um die so mancher Phryger und Hellene starb.
Tod über dich! Mit deiner Augen holdem Licht
Hast du der Phryger stolze Gaun schmachvoll zerstört.
Fuhrt, schleppt, hinunter stårzt ihn, wenn's euch so gefällt!
775
Verschlingt sein Fleisch! Denn Götterschicksal brachte mir
Den Untergang, und meinen Liebling kann ich nicht
Vom Tode retten! Hüllt mich ein, und werst in's Schiff
Mich Jammervolle! Denn ein brautlich schönes Fest
zu feiern geh' ich Arme, die den Sohn verlor!
780
(Sie wird hinweggeführt.)