Euripides The Trojan Women 634

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

O Mutter, die den Tapfern mir gebar, vernimm 1
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Ein Wort von mir, das deinem Herzen Trost gewährt.
Ich acht' es gleich dem Tode, nicht geboren sein;
Doch besser, als ein traurig Leben, ist der Tod.
Denn keinen Schmerz empfindet, wer kein Leiden fühlt:
Doch wer das Gluck gekostet und in Noth versinkt,
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Der sehnt sich stets und gråmt sich um's verlorne Gluck. 2
So liegt auch deine Tochter todt, als ob sie nie
Das Licht gesehn, und weiß von ihren Leiden nichts.
Doch ich, nach Ehre trachtend und des Ruhmes auch
Die Füll' erringend, fehlte doch des Gluckes Ziel. 3
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Denn was der tugendhaften Frau zu üben ziemt,
Dem lebt' ich immer redlich nach in Hektors Haus.
Für's Erste, - mag der Flecken einer Schuld am Ruf
Des Weibes haften oder nicht, schon dies erweckt
Ihr båsen Leumund, wenn sie nicht zu Hause bleibt.
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Drum, solch Gelist verschmåhend, blieb ich still daheim;
In meine Wohnung ließ ich nie das lockende
Geschwaz verschmikter Frauen ein, der gute Geist
Von Hause war mein Lehrer, ich war mir genug.
Der Zunge Schweigen und des Auges sanften Blick
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Bewahrt' ich stets dem Gatten, wußte, wo der Sieg
Ihm über mich gebührte, wo mir über ihn.
Und solcher Sitten Kunde drang in Argos' Heer,
Und wurde mein Verderben: denn nachdem sie mich
Gefangen, wählte Pyrrhos mich zur Gattin aus;
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So muß ich Sclavin in des Mörders Hause sein !
Und wenn ich Hektors theures Haupt vergesse, wenn
Mein Herz dem neuen Gätten sich in Liebe weiht,
Schein' ich dem Todten ungetreu; doch, fahr' ich fort,
Ihn treu zu lieben, werd' ich meinem Herrn verhaßt.
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Wohl hårt man sagen, Eine Nacht besanftige
Den Groll des Weibes, welchen sie dem Mann gehegt.
Doch wir verabscheu'n Eine, die, des ersten Manns
Beraubt, in neuem Ehebund den andern liebt.
Denn auch das Füllen, welches du vom Füllen trennst,
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Mit dem es aufwuchs, zieht das Joch nicht leichtes Muths:
Doch ward dem Thier nicht Sprache, nicht Verstand verliehn,
Und niedrer ist sein Wesen, als der Menschen Art.

The Trojan Women. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (1)
Τρῳάδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 568-798 focus
Translations (2)
The Trojan Women Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906. (Modernized by Perseus.)) — 568-795 focus
The Trojan Dames (OCR draft) Experimental (The Trojan Dames. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

The Trojan Women

1. [OCR note; compare the printed page.] Ich lese nach eigener Vermuthung κάρτιζον, und schreibe beide Verse so: ὦ μῆτερ, ὦ τεκᾶσα κάρτιςον, λόγων ἄκεσον οἷς σοι τέρψιν ἐμβαλῶ φρενί. Will man im ersten Verse λο'γον beibehalten, so lese man im folgenden ᾧ ft. οἷς. Compare printed p. 54
2. [OCR note; compare the printed page.] ἀλᾶται τῆς πάροιθ' εὐπραξίας, aberrat a priori felicitate, er geht des früheren Glückes verlustig. Uber, bemerkt Matthia, addito ψυχὴν (in animo caret felicitate) inest simul significatio desiderii et ægritudinis. Diesen Sinn haben wir in der Uebersehung ausgedrückt. Compare printed p. 54
3. [OCR note; compare the printed page.] Ich verbinde πλεῖσον mit εὐδοξίας, welches lektere dem Sinne nach auch zu τοξεύσασα gehört. Compare printed p. 54