Du, der Erechtheus auferzog, der Vater mir
Vordem gewesen, als er noch im Lichte war,
O Greis, zu Phobos' Sehersiz erhebe dich,
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Um dich mit uns zu freuen, wenn er seinen Spruch,
Der Kindersegen hoffen läßt, mir kundgethan.
Suß ist es ja, mit seinen Freunden glucklich sein:
Doch, kam ein Leiden über uns, (was ferne sei!)
Dann ist es suß, in treuen Mannes Auge sehn.
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Ich ehre dich, wie meinen Vater du geehrt,
Obwohl ich deine Herrin bin, an Vaters Statt.
Der Greis.
Du hegst, o Tochter, edeln Sinn, der würdigen
Vorfahren würdig, schåndest nicht den alten Stamm
Der edlen Våter, die der Erd' entsprossen sind.
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Zeuch, zeuch zum Tempel mich empor und leite mich;
Steil sind die Seherhöhen, traun: drum werde du
Arzt meines Alters, stize mir den schwachen Fuß.
Kreusa.
So folge mir und seze prüfend deinen Schritt.
Schau her!
Der Greis.
Wohl sind die Füße langsam, doch der Geist behend.
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Kreusa.
Stemm' auf dem krummen Pfade dich an deinen Stab.
Der Greis.
Blind ist auch dieser; denn des Alters Blick ist kurz.
Kreusa.
Wohl hast du Recht; indessen nimm es nicht so schwer.
Der Greis.
Ungerne nur; doch über Schwäche sieg' ich nicht.
(Sie sind an der Vorhalle des Tempels angelangt.)
Kreusa.
Ihr Frauen, wacker bei Gewirk und Webestuhl
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Für mich geschäftig, welcher Spruch ward unserm Herrn
Des Wunsches wegen, welcher uns hierhergeführt?
Sagt an; denn, wißt ihr Gutes uns, verschwendet ihr
Die Freudenbotschaft nicht an undankbare Herrn.
O Schicksal!
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Ein solcher Eingang deutet nicht auf großes Gluck.
O Unselige!
Der Chor.
Bringt uns der Spruch, der unserm König ward, ein Leid?
Wohlan! Was thun wir, wo der Tod uns nahe droht?
Kreusa.
Wozu das Lied? Weßwegen, Frauen, fürchtet ihr?
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Der Chor.
Sprech oder schweig' ich? Oder was beginnen wir?
Kreusa.
Sprich: denn ein Unglück weißt du wohl, das mich betraf.
Der Chor.
So sei's gesagt, und tråse zwiesach mich der Tod!
Dir ist, o Herrin, nie vergonnt, ein Kind im Arm
zu wiegen, nie zu legen ein's an deine Brust.
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Kreusa.
O daß ich stürbe!
Der Greis.
Tochter!
Kreusa.
Ich Ungluckliche!
Weh, weh! Ungemach mein Loos! Todeslast,
Freundinnen, drückt mich schwer.
Wir sind verloren!
Der Greis.
Theures Kind!
Kreusa.
Weh, wehe, weh!
Bis in die tiefsten Tiefen zuckt dieser Schmerz, durchwühlt meine Brust.
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O seufze noch nicht -
Aber der Jammer ist da!
Der Greis.
Bevor wir hörten -
Kreusa.
Welcherlei Kunden für mich?
Der Greis.
Ob, Gleiches duldend, unser Herr das Ungemach
Mitleidet, oder du allein unglucklich bist.
Der Chor.
Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .