Von wo mit goldner Gaben Schaz Andromache
Vormals zur königlichen Burg des Priamos
Gekommen, Hektorn anvermählt als fruchtbare .
Gattinn, beneidenswirdig wohl in frührer Zeit,
5
Doch nun der Frauen allerungluckseligste!
Ich sah, wie Hektor, mein Gemahl, erschlagen ward
Von Thetis' Heldensohne, wie von hohem Thurm
Hinabgestürzt ward unser Sohn Astyanar,
Als Argos' Sohne Troja's Flur eroberten;
10
Und, eine Sclavinn, aus dem allerfreisten Stamm
Vormals geachtet, kam ich selbst in Hellas' Aun,
Des Inselfürsten Neoptolemos Kriegsgeschenk,
4
Das ihm vom Raube Troja's ausgesondert ward.
Und hier in Phthia's Fluren und Pharsalia's,
15
Den nachbarlichen, wohn' ich, wo, von Menschen fern,
Dem Schwarm entflohn, die Meeresgöttin Thetis einst
Gewohnt mit Peleus: ihren Bund verewigend,
Nennt Thetideion diesen Ort der Thessaler.
Da weilt Achilleus' edler Sohn in diesem Haus,
20
Und läßt den Peleus herrschen in Pharsalos' Land,
Nicht nach dem Zepter trachtend, weil der Alte lebt.
Und ich gebar in diesen Häusern einen Sohn,
Gesellt Achilleus' Sohne, der mein Herrscher ist.
Andromache. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .