Euripides Hippolytus 640

Johann Jakob Christian Donner (Translator)

Die Kluge hass' ich; nimmermehr dunk Eine sich
In meinem Hause klüger, als dem Weibe ziemt.
Denn ofter pflanzt die Liebesgottinn Hinterlist
In diese Klugen; doch das unerfahrne Weib
Låst keine Thorheit üben ihr beschränkter Geist.
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Auch keine Sklavinn sollt' hinein zum Weibe gehn;
Mit stummen Thieren sollten sie zusammensein,
Damit sie Niemand hätten anzureden mehr,
Noch ihnen Jemand wiederum antwortete.
Nun sinnen Boses drinnen aus die bosen Fraun,
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Und aus dem Hause tragen's dann die Sklavinnen.
So kamst auch du mir, locktest mich, fluchvolles Weib,
Daß ich des Vaters reines Bett entheilige.
Mit Wasserfluten will ich das abwaschen mir,
Die Dhren nezend. Wie vermocht ich schlecht zu sein,
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Der, solches auch nur hörend, nicht für rein sich hålt?
Doch wisse, Weib: dich rettet meine Frömmigkeit.
Denn band mich Ahnungslosen nicht der Götter Eid;
Mich hielte Nichts, es meinem Vater kundzuthun.
Nun geh' ich aus dem Hause, während außer Lands
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Theseus sich aufhält, aber halte rein den Mund.
Doch mit dem Vater komm' ich heim und werde sehn,
Wie ihr ihn anblickt, du und deine Königinn.
Erkannt, gekostet hab' ich deinen frechen Sinn. 1
Tod über euch! Ich werde niemals satt, die Fraun
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Zu hassen, sag' auch Einer, daß ich eifre stets:
Denn stets betreiben Boses wohl die Frauen auch.
So lehre sie denn Einer weise Mäßigung,
Wo nicht, vergonn' er, ewig sie zu schmähen, mir!
Gegenstrophe.

Hippolytus. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .

Current edition Experimental

German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) (German) (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (1)
Ἱππόλυτος Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 565-731 focus
Translations (2)
Hippolytus Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 565-730 focus
Hippolytus (OCR draft) Experimental (Hippolytus. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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Notes on the current edition

Hippolytus

1. [OCR note; compare the printed page.] Andere Erklärung, wo εἴσομαι als Futur. von εἶμι genommen wird: Ich gehe, weil ich deinen frechen Sinn erkannt. Compare printed p. 350